Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Corona
+
Bislang galt vor allem der Inzidenzwert als Maßstab möglicher Corona-Lockerungen in Deutschland. (Fotomontage)

Suche nach „Glücksformel“

Flickenteppich an Regelungen droht: Das planen die Bundesländer

  • Tobias Utz
    VonTobias Utz
    schließen

Neben der Corona-Inzidenz sollen neue Faktoren eine Rolle in Deutschland spielen. Doch es droht ein Flickenteppich an Regelungen.

Berlin – Bund und Länder konnten sich auf dem Corona-Gipfel nicht auf bundeseinheitliche Bewertungskriterien für die pandemische Lage ab Herbst 2021 einigen. Nachdem Baden-Württemberg und Niedersachsen anschließend eigene Strategien erarbeitet hatten, wurde ein Bericht des Robert-Koch-Instituts, der offenbar bereits Ende Juli vorlag, bekannt. Das RKI schlägt darin die Einführung zwei weiterer Indikatoren neben dem Sieben-Tage-Inzidenzwert vor.

Einer Umfrage zufolge wollen nun immer mehr Bundesländer eigene Konzepte für die Beurteilung der Corona*-Pandemie ausarbeiten. Das zeigen Daten der Deutschen Presse-Agentur. Zahlreiche Landesregierungen kündigten an, weitere Kriterien heranziehen zu wollen. Eine „Glücksformel“, wie sie Markus Söder* bezeichnete, zu finden, dürfte allerdings schwer werden. „Klar ist, dass es neben der Inzidenz auch einen Blick in die Kontaktnachverfolgung und die Situation in den Krankenhäusern geben wird“, teilte beispielsweise die Bremer Gesundheitsbehörde mit. Derweil ist noch unklar, wie viele Warnstufen die jeweiligen Konzepte enthalten sollen. Das RKI-Papier schlug zum Beispiel drei Stufen vor.

Corona-Strategie: Bundesländer fordern bundeseinheitliches Vorgehen

Auch in Nordrhein-Westfalen wird wohl an einem neuen Konzept gearbeitet. Die Landesregierung teilte allerdings mit, dass dieses „ebenso wie das Datum der Veröffentlichung“ noch nicht feststehe. Als Vorbild könnte Berlin gelten. Der Stadtstaat arbeitet bereits seit mehr als einem Jahr mit einem Ampel-Konzept, das neben der Entwicklung des Infektionsgeschehens auch die Auslastung der Intensivbetten berücksichtigt.

Ähnlich arbeitet Mecklenburg-Vorpommern: Auch dort fließt die intensivmedizinische Auslastung seit geraumer Zeit in die Bewertung der Lage ein. Dietmar Woidke, Ministerpräsident von Brandenburg, hat angekündigt, ebenfalls auf weitere Indikatoren zurückgreifen zu wollen. In Schleswig-Holstein befürwortet die Regierung die Vorhaben auch: Insbesondere eine stärkere Berücksichtigung der Impfquote sei wichtig, heißt es. Die Regierung von Rheinland-Pfalz kündigte jüngst an, dass man „ein gemeinsames System aus verschiedenen Indikatoren“ in Deutschland anstrebe.

Corona-Krise: Inzidenz soll weiterhin ein wichtiges Kriterium sein

Dass ein solches Vorgehen zum Standard wird, fordert auch die Intensivmediziner-Vereinigung: „Auf den Intensivstationen werden diese Parameter schon jetzt in die täglichen Planungen vor Ort einbezogen“, erklärte Präsident Gernot Marx der Rheinischen Post.

Aus dem Bundesgesundheitsministerium ist zu vernehmen, dass der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz weiterhin wichtig sei, „aber nicht der alleinige Faktor“ sein dürfe. „Dass einige Länder jetzt diese Komplexität in den Landesregeln abbilden wollen, begrüßen wir ausdrücklich“, betonte ein Ministeriumssprecher. (tu/dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare