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Corona-Pandemie

Hohe Corona-Zahlen: Linken-Chefin Wissler will „Produktion notfalls stilllegen“

  • Lukas Rogalla
    VonLukas Rogalla
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Zur Eindämmung der Corona-Pandemie fordert Janine Wissler verpflichtende Maßnahmen für Unternehmen. Jens Spahn spricht von einem weiteren Lockdown.

Frankfurt/Berlin – Kritik und Ratlosigkeit nach dem Bund-Länder-Gipfel vergangene Woche: Janine Wissler, seit gut einem Monat Co-Vorsitzende der Partei „Die Linke“, sprach von einem „unbeschreiblichen Chaos“, das „sprachlos zurücklässt“. Die sogenannte „Osterruhe“, die Bundeskanzlerin Angela Merkel am Tag darauf wieder zurückgenommen hatte, wäre die „einzige tatsächlich beschlossene Eindämmungsmaßnahme gegen das Coronavirus“ gewesen.

Wissler fordert, dass die Arbeitswelt nun verstärkt in die Maßnahmen gegen Corona einbezogen werden sollte – und erwägt auch zeitweilige Schließungen.

Janine Wissler fordert die Einbeziehung der Arbeitswelt zur Eindämmung der Corona-Pandemie. (Archivfoto)

Janine Wissler: „Corona-Infektionen enden nicht am Betriebstor“

„Im Moment ist es so, dass die Betriebsbeschränkungen am Betriebstor enden, aber die Corona-Infektionen enden nicht am Betriebstor“, sagte Wissler dem „Deutschlandfunk“ im „Interview der Woche“. „Wir haben viele Menschen in diesem Land, die ganz normal zur Arbeit gehen, die jeden Tag in Großraumbüros fahren, in Call-Zentren, in Fertigungshallen. Und dort finden Infektionen statt.“ Zudem sei der öffentliche Nahverkehr häufig voll.

„Ich finde, wenn die Zahlen weiter so in die Höhe gehen, dann muss man auch darüber reden, dass nicht dringend notwendige Produktion ein paar Tage stillgelegt werden muss, um einfach die Infektionsketten zu brechen“, so Wissler. Sollten die Fallzahlen nicht nach unten gehen und für eine Art Dauerschleife sorgen, sei das auch wirtschaftlich zu kurz gedacht. Es brauche dringend eine Verpflichtung für Arbeitgeber:innen, dem Personal kostenlose Corona-Tests anzubieten.

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Corona-Infektionszahlen nehmen deutlich zu – Jens Spahn spricht von weiterem Lockdown

Auch Jens Spahn findet, dass „Kontakte und Mobilität“ für zehn bis vierzehn Tage heruntergefahren werden sollten. Nötig sei ein Lockdown ähnlich wie an Ostern im vergangenen Jahr, sagte der Gesundheitsminister bei einem Online-Diskussionsevent der Bundesregierung. Der CDU-Politiker selbst würde Ostern auch lieber im größeren Kreis der Familie feiern, „aber es geht halt dieses Jahr noch nicht“. Sollte es gelingen, die Welle zu brechen, bevor sie im April zu groß werde, seien in Städten und Regionen mit niedrigen Infektionszahlen Öffnungsschritte möglich, wie beispielsweise in Tübingen. (Lukas Rogalla mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © TOBIAS SCHWARZ/AFP

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