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Ausland über Corona in China besorgt – Neue Vorgaben für Flugreisende

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Von: Katja Thorwarth

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Die rasant steigenden Corona-Infektionen in China führen weltweit zu Besorgnis. Mehrere Länder reagieren mit verschärften Einreisebedingungen.

Peking - Drei Jahre befand sich China in staatlich verordneter Corona-Isolation - bis Peking Anfang Dezember in einer radikalen Kehrtwende von seiner strengen Null-Covid-Politik abrückte. Seitdem breitet sich das Coronavirus rasant aus, und das Land erlebt den bislang höchsten Anstieg an Infektionen. Schätzungen zufolge könnten in China in den kommenden Monaten etwa eine Million Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion sterben. Die Krankenhäuser sind vielerorts überfüllt.

Nun haben mehrere Länder auf die Entwicklungen in China reagiert und ihre Vorgaben zur Einreise chinesischer Staatsbürger:innen verschärft. So verlangen beispielsweise die USA ab Januar von Einreisenden aus der Volksrepublik einen negativen Corona-Test, wie die US-Gesundheitsbehörde CDC am Mittwoch mitteilte.

Corona-Krise in China: Flugreisende müssen Test vorweisen

In den USA tritt die neue Regelung am 5. Januar in Kraft. Ab dann müssen Flugreisende, „die zwei Jahre und älter sind und aus China kommen, spätestens zwei Tage vor ihrem Abflug aus China, Hongkong und Macau einen Test machen und den Fluggesellschaften bei der Abreise ein negatives Testergebnis vorlegen“, erklärte die US-Gesundheitsbehörde CDC.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Washington müssen die Tests den Fluggesellschaften bei der Abreise vorgelegt werden. Die USA sind insbesondere besorgt, dass die schnelle Übertragung des Virus in China zur Entstehung neuer Varianten führen könnte.

Corona-Pandemie: Regelungen für Einreisen aus China verschärfen sich 

Vor den USA hatten bereits Italien, Japan, Indien und Malaysia die Regelungen für Einreisen aus China verschärft. Italiens Gesundheitsminister Orazio Schillaci ordnete am Mittwoch „verpflichtende Covid-19-Antigen-Abstriche und die damit verbundene Virus-Sequenzierung für alle Passagiere an, die aus China kommen und durch Italien reisen“. Auch Frankreich erwägt die Verhängung neuer Maßnahmen.

Die Europäische Kommission will am Donnerstag (29. Dezember) über „mögliche Maßnahmen für ein koordiniertes Vorgehen“ der EU-Staaten beraten. Es sei ein Treffen mit Vertretern der Gesundheitsministerien der 27 Mitgliedstaaten einberufen worden, sagte eine Kommissionssprecherin der Nachrichtenagentur AFP.

Offizielle Corona-Fallzahlen in China gibt es nicht

Genaue offizielle Corona-Zahlen gibt es in China nicht. Nach dem Ende der Testpflicht ist es nach Behördenangaben inzwischen unmöglich, die Zahl der Corona-Fälle abzuschätzen. Am Sonntag hatte China daher die Veröffentlichung täglicher Corona-Daten eingestellt.

Am Mittwoch meldete das chinesische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten zwar 5231 Neuinfektionen und drei Todesfälle - die Dunkelziffer dürfte aber weitaus höher sein. (ktho/AFP)

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