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Corona in den USA: Donald Trump kündigt Impfstoff „vor einem besonderen Datum“ an

  • Lukas Rogalla
    vonLukas Rogalla
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Donald Trump kündigt an, dass der Impfstoff gegen das Coronavirus „sehr bald“ verfügbar sei. Am Labor-Day-Feiertag werden zahlreiche Neuinfektionen befürchtet. Der News-Ticker.

  • Der Pandemie-Berater von Donald Trump will die Strategie der Herdenimmunität in den USA anwenden.
  • Anthony Fauci warnt vor einem Anstieg der Corona-Infektionen am Labor Day
  • Donald Trump wirft den Demokraten vor, den potenziellen Corona-Impfstoff negativ darzustellen.

Verfolgen Sie die Entwicklung von Corona in den USA in unserem neuen Ticker.

+++ 21.00 Uhr: Bei einer Pressekonferenz am Weißen Haus griff US-Präsident Donald Trump die demokratischen Kandidaten Joe Biden und Kamala Harris an und warf ihnen vor, die Neuigkeiten eines potenziellen Impfstoffs gegen das Coronavirus negativ gegen ihn darzustellen.

„Sie sagen: Wow, das sind schlechte Nachrichten“, sagte Trump über Biden und Harris. „Präsident Trump liefert diese Impfung in Rekordzeit. Nebenbei, wenn das die Regierung von Obama wär, würdet ihr den Impfstoff die nächsten drei Jahre nicht bekommen. Wahrscheinlich würdet ihr sie überhaupt nicht haben.“ Der Impfstoff werde „sehr bald“ verfügbar sein, erzählte Trump einer Reporterin. „Vielleicht sogar vor einem sehr besonderen Datum. Sie wissen, welches Datum ich meine.“ Am 3. November findet in den USA die Präsidentschaftswahl statt.

Trump habe außerdem mit den größten Medizinunternehmen der Welt gesprochen. „Wir machen das großartig“, teilte er stolz mit. „Wir werden den Impfstoff bald haben.“

Corona in den USA: Fauci warnt vor Anstieg der Infektionen am Labor Day

Update vom Montag, 07.09.2020, 19.41 Uhr: Am heutigen Labor Day in den USA werden zahlreiche Neuinfektionen mit dem Coronavirus befürchtet. Der Feiertag gilt als letzter großer Tag im Sommer und zieht Tausende Leute in die Bars und an die Strände des Landes. Der Immunologe Anthony Fauci warnt vor rasanten Anstiegen der Infektionszahlen, die es bereits am Nationalfeiertag des 4. Juli und am Memorial Day Ende Mai gab: „Wir wollen überhaupt keine Anstiege, aber vor allem nicht, wenn nach dem Labor Day der Herbst kommt.“ Fauci fordert die Leute auf, sich nur in kleinen Gruppen und draußen zu treffen.

Sieben US-Bundesstaaten seien besonders von einem rasanten Anstieg der Infektionszahlen bedroht. Diese seien North Dakota, South Dakota, Iowa, Arkansas, Missouri, Indiana und Illinois. Bei der Rate der positiv ausfallenden Corona-Tests gebe es dort eine Tendenz nach oben, erklärt Fauci der Nachrichtenseite für Gesundheitsthemen „STAT“.

Derzeit infizieren sich rund 40.000 Amerikaner täglich mit dem Coronavirus. Mittlerweile wurden 6,2 Millionen Infektionen bestätigt. 185.000 Leute sind in den USA bereits an den Folgen gestorben. Bis Ende des Jahres werden mehr als 400.000 Corona-Tote befürchtet.

Am Labor Day werden in den USA volle Strände befürchtet, wie hier in Santa Monica, Kalifornien.

Corona in den USA: Donald Trump warnt vor Maßnahmen durch Joe Biden

Update vom Samstag, 05.09.2020, 13.42 Uhr: Bei einer Pressekonferenz am Freitag (04.09.2020) griff US-Präsident Donald Trump seinen Konkurrenten Joe Biden an. Als möglicher nächster US-Präsident würde Biden mit einem fächendeckenden Lockdown für „sehr ernste Probleme“ sorgen, mehr als das Coronavirus selber mit sich brachte.

„Sein Lockdown würde unsere Wirtschaft zum Einsturz bringen, unzählige Tote durch Selbstmord, Alkohol- und Drogenmissbrauch und Herzkrankheiten verursachen - und mehr.“ Bidens Plan sei keine Lösung, sondern eine Kapitulation. Dabei würden sich die USA unter Trump sehr gut schlagen, behauptet er.

Corona in den USA: Donald Trump macht wegen Impfstoff weiter Druck

Donald Trump ist sich sicher, dass ein Impfstoff gegen das Coronavirus bereits im Oktober verfügbar sein wird - und widerspricht damit seinem zuständigen Berater. „Wir sind weiterhin auf dem Weg, den Impfstoff vor Jahresende zu liefern“, erzählte Trump in einer Pressekonferenz am Freitag. „Wir denken, dass wir ihn wahrscheinlich noch im Oktober haben werden.“

Der für die Entwicklung des Impfstoffes zuständige Leiter Moncef Slaoui erzählte dem Radiosender „NPR“ am Donnerstag jedoch, dass es zwar „möglich, aber sehr unwahrscheinlich" sei, dass der Impfstoff im Oktober oder Anfang November verfügbar ist.

Zuvor hatte die Gesundheitsbehörde „CDC" die US-Bundesstaaten dazu aufgerufen, für die Verteilung des Impfstoffes am 1. November vorbereitet zu sein. Bei Experten kamen Bedenken auf, dass die Entwicklung des Mittels unter Druck von Donald Trump überstürzt sei, um ihn einen Erfolg im Wahlkampf zu sichern. Auch Trumps Konkurrent Joe Biden äußerte Bedenken über einen zu schnell entwickelten Impfstoff. Wie US-Gesundheitsminister Alex Azar behauptet, soll die Frist des 1. November nichts mit der Präsidentschaftswahl zwei Tage später zu tun haben.

Corona in den USA: Zahl der Todesopfer könnte sich dieses Jahr verdoppeln

Update vom Freitag, 04.09.2020, 19.38 Uhr: Forscher befürchten in den USA bis zum Jahresende 410.000 Corona-Tote. Das wäre mehr als eine Verdoppelung der gegenwärtigen Opferzahl von 187.000 Toten. Das geht aus einer Aktualisierung eines viel beachteten Modells der Forscher des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle hervor. Als Grund für den prognostizierten starken Anstieg der Opferzahlen führen die Experten geringere Vorsicht der Menschen in den USA sowie den Beginn der kalten Jahreszeit und Grippesaison an.

In den USA gibt es Daten der Universität Johns Hopkins zufolge bislang rund 6,2 Millionen bestätigte Corona-Infektionen. Wenn 95 Prozent der Menschen in der Öffentlichkeit stets Masken trügen, könnte die Zahl der Todesopfer bis zum Jahresende mit 288.000 deutlich geringer ausfallen, erklärten die Forscher.

Modell: Zahl der Corona-Toten in den USA könnte drastisch steigen

Ende vergangener Woche hatten sie bis Dezember noch rund 317.000 Tote befürchtet. Die Aktualisierung vom Donnerstag (03.09.2020) berücksichtigte den Zeitraum bis zum Jahresende. Im Dezember sollen demnach jeden Tag bis zu 3000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 sterben. Derzeit sterben pro Tag rund 1000 Menschen.

Die Prognosen des Modells reichen weit in die Zukunft und können noch von vielen Faktoren beeinflusst werden. Sollte sich etwa die Verfügbarkeit wirksamer Behandlungsmethoden verbessern, oder noch vor Jahresende ein Impfstoff gegen das Coronavirus verfügbar werden, könnte die Opferzahl auch deutlich geringer ausfallen.

Doch sie könnte auch deutlich höher ausfallen: Den Forschern zufolge könnten bis zum 1. Januar auch 620.000 Menschen in den USA am Coronavirus gestorben sein. Nämlich dann, wenn die Regierung eine Strategie der Herdenimmunität verfolgen und nicht weiter in das Infektionsgeschehen eingreifen würde.

Eine Frau nach einer Vorwahl mit einem „I Voted“-Aufkleber auf der Stirn und einer Maske mit dem Muster der USA-Flagge.

US-Regierung rechnet mit Corona-Impfstoff ab November

Update vom Donnerstag, 03.09.2020, 05:16 Uhr: Die US-Regierung hat die Bundesstaaten aufgefordert, für die Verteilung eines möglichen Corona-Impfstoffes ab dem 1. November bereit zu sein. Der Chef der Gesundheitsbehörde CDC, Robert Redfield, appellierte in einem am Mittwoch bekanntgewordenen Brief an die Gouverneure, die Fertigstellung von Verteilzentren bis zu diesem Datum sicherzustellen.

Zum 1. November müssten die Zentren „vollständig einsatzfähig“ sein, heißt es in dem Schreiben von Ende August. Dazu müssten womöglich Vorgaben für Geschäfts- und Baugenehmigungen für das Unternehmen McKesson, das einen künftigen Impfstoff im Land verteilen soll, gelockert werden.

Infrastruktur noch vor der Präsidentenwahl

Die Gesundheitsbehörde räumte allerdings ein, dass es sich dabei zunächst um ein theoretisches Szenario handelt, wie aus Unterlagen hervorgeht, die von der „New York Times“ am Mittwoch veröffentlicht wurden. Die Planungsdokumente wurden an US-Bundesstaaten und Städte verschickt, wie die CDC unter anderem dem Sender CNN bestätigte.

Die Forschung an einem Corona-Impfstoff laufen auf Hochtouren. Aber wird es ein „Allheilmittel“ geben?

Das bedeutet, dass eine Infrastruktur für den Start von Impfungen unmittelbar vor der US-Präsidentenwahl am 3. November geschaffen würde. Den Unterlagen zufolge rechnet die CDC zugleich damit, dass Ende Oktober lediglich zwei Millionen Dosen von einem Impfstoff und eine Millionen Dosen von einem weiteren Impfstoff verfügbar sein könnten.

Präsident Donald Trump hatte die Gesundheitsbehörde FDA im August aufgefordert, mehr Tempo bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs zu machen. FDA-Chef Stephen Hahn ließ daraufhin in der „Financial Times“ durchblicken, dass er eine Notfall-Erlaubnis zum Einsatz eines Impfstoffs in bestimmten Fällen auch vor Abschluss der Phase-3-Tests für möglich halte. Bei diesen Versuchen werden mit einer großen Zahl von Probanden Wirksamkeit und die Sicherheit im Bezug auf mögliche Nebenwirkungen getestet. Deswegen hatten Gesundheitsexperten davor gewarnt, zu schnelles Handels könne das Vertrauen in eine Corona-Impfung gefährden.

Trumps Corona-Berater stellt Masken in Frage

+++ 16.30 Uhr: Donald Trumps Berater Scott Atlas stellt das Tragen von Masken in der Corona-Pandemie in Frage. Wie der Neuroradiologe behauptet, sei er aus wissenschaftlicher Sicht unsicher, ob die Masken einen Zweck erfüllen. Atlas ist auch der Meinung, dass das Coronavirus nicht eingedämmt werden soll, sondern lediglich die Anfälligsten der Bevölkerung geschützt werden müssten. Er verbreitete auch die Meinung, dass Kinder das Virus nicht verbreiten können.

Andere Wissenschaftler halten Scott Atlas für gefährlich. Donald Trump fand nach Atlas Auftritten bei „Fox News Gefallen“ an ihm. Er forderte, die von Corona-Auflagen eingeschränkten USA „wieder zu öffnen“. Carlos del Rio, ein Experte für Infektionskrankheiten, sagte, dass Trump nur noch jemanden als Berater haben möchte, der sagt, was er hören will.

Scott Atlas, Neuroradiologe, stellt in der Corona-Pandemie die Masken in Frage.

Corona in den USA: Trump-Berater Scott Atlas nicht mehr bei Fox News willkommen

+++ 9.50 Uhr: Der neue Pandemie-Berater von US-Präsident Donald Trump, der laut Informationen der „Washington Post“ die Strategie der Herdenimmunität in den USA verfolgen will, soll wohl bei „Fox News“ nicht mehr willkommen sein. Produzenten sollen zur Vorsicht gemahnt worden sein, wenn Scott Atlas in einer Sendung zum Coronavirus sprechen soll.

Tatsächlich scheint selbst „Fox News“ der Meinung, dass Scott Atlas wissenschaftlich doch eher fragwürdige Thesen vertritt. Nun wird er immer seltener eingeladen. Seitdem Atlas im Weißen Haus tätig ist, trat er nicht mehr in den Nachrichtensendungen von „Fox News“ auf, sondern nur in vereinzelten Shows. Das hat natürlich auch deshalb eine besondere Note, weil Donald Trump seinen neuen Corona-Berater überhaupt erst durch dessen Auftritte bei „Fox News“ auf ihn aufmerksam geworden ist.

Corona in den USA: Regierung lehnt Teilnahme an Impfstoff-Initiative ab

Update vom 02.09.2020, 07.15 Uhr: Die US-Regierung lehnt eine Teilnahme an der internationalen Initiative Covax ab, die einen fairen weltweiten Zugang zu Covid-19-Impfstoffen garantieren soll. Die USA ließen sich nicht durch multilaterale Projekte einschränken, die unter dem Einfluss „der korrupten Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Chinas“ stünden, hieß es in einer Erklärung aus dem Weißen Haus. Covax wird federführend von den Impfallianzen Gavi und Cepi und von der WHO getragen.

Die USA waren im Juli aus der WHO ausgetreten. Donald Trump warf der Organisation vor, zu spät über die Gefahr des Coronavirus informiert zu haben und unter der Kontrolle der Regierung in Peking zu stehen, obwohl China geringere Beiträge an die WHO zahle als die USA. Trump macht die WHO mitverantwortlich für die hohe Anzahl der Toten im Zusammenhang mit dem Virus.

Der Präsident werde keine Kosten scheuen, um sicherzustellen, dass jeder neue Impfstoff die Standards der US-Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA einhalte, gründlich getestet werde und Leben rette, teilte Regierungssprecher Judd Deere in der Erklärung mit.

Corona in den USA: New York verschiebt wegen Pandemie den Schulstart

+++ 19.57 Uhr: Die US-Metropole New York hat wegen der Corona-Pandemie den Beginn des neuen Schuljahres um mehrere Tage nach hinten verschoben. Lehrer sollen mehr Zeit zur Vorbereitung haben. Der eigentlich für den 10. September geplante Start des Unterrichts an den öffentlichen Schulen solle nun am 21. September stattfinden, teilte Bürgermeister Bill de Blasio am Dienstag (01.09.2020) mit. Das sei mit der Gewerkschaft der Lehrer verabredet worden.

New York war im Frühjahr eines der Epizentren der Corona-Pandemie gewesen. Inzwischen haben sich die Fallzahlen aber auf niedrigem Niveau stabilisiert. Gouverneur Andrew Cuomo hatte im August die Rückkehr in die Schulen erlaubt – so lange Sicherheitsvorschriften eingehalten würden und der Anteil positiver Testergebnisse an allen Corona-Tests eines Tages nicht über fünf Prozent liege.

Mehr als 6 Millionen Corona-Fälle: Trumps neuer Berater will die Herdenimmunität

Update vom Dienstag, 01.09.2020, 13.30 Uhr: In den USA hat die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus die Marke von sechs Millionen Fällen überschritten, wie die Johns-Hopkins-Universität mitteilt. Seit dem 1. Juni soll sich die Zahl der Infektionen mehr als verdreifacht haben. Am 9. August gab es bereits fünf Millionen Infektionen.

Vor allem in den Bundesstaaten des Mittleren Westens, wie Iowa, Kansas, Nebraska, Minnesota, North Dakota und South Dakota geht die Tendenz derzeit nach oben. Mehr als 180.000 Menschen sind in den USA bereits an den Folgen des Coronavirus gestorben.

Coronavirus in den USA: Trotz Warnungen von Experten lockern immer mehr Bundesstaaten ihre Corona-Beschränkungen.

Corona in den USA: Der neue Berater von Donald Trump soll einen riskanten Plan haben

Erstmeldung vom Montag, 31.08.2020: Washington D.C. - US-Präsident Donald Trump wird in der Corona-Pandemie geraten, die Strategie der sogenannten „Herdenimmunität“ zu verfolgen. Wie die „Washington Post" berichtet, übe einer der Top-Berater für medizinische Angelegenheiten im Weißen Haus, Scott Atlas, Druck aus, um große Teile der US-amerikanischen Bevölkerung möglichst schnell mit dem Coronavirus zu infizieren.

Die Idee hinter der Herdenimmunität ist, dass der Großteil der Menschen eine Immunität gegen das Coronavirus aufbaut, anstatt die Ausbreitung mit Kontaktverboten und weiteren Maßnahmen einzuschränken. Damit wolle man sich an Schweden orientieren, das eine ähnliche Strategie anwendete. Pflegeheime und andere Einrichtungen mit anfälligen Teilen der Bevölkerung sollen jedoch geschützt werden. Eine signifikant höhere Zahl der Todesopfer würde es laut Scott Atlas nicht geben.

Scott Atlas (links), medizinischer Berater im Weißen Haus, soll Donald Trump die Strategie der „Herdenimmunität“ empfohlen haben.

Corona in den USA: Neuer Berater von Donald Trump will die Herdenimmunität

„Wenn jüngere, gesündere Leute die Krankheit bekommen, haben sie damit kein Problem“, so Atlas in einem Interview bei „Fox News“ im Juli. „Ich bin mir nicht sicher, wieso das nicht alle begreifen.“ Allein, dass die Idee der Herdenimmunität in Erwägung gezogen wird, stößt bei Experten auf Entsetzen. Die Strategie könnte laut Analysen der „Washington Post“ für Millionen von Toten sorgen.

Schätzungen zufolge müssten bis zu 70 Prozent der Bevölkerung mit dem Coronavirus infiziert sein, um so etwas wie eine Herdenimmunität zu erreichen. Wenn eine Todesrate von einem Prozent besteht, könnten bei einer Infektionsrate von 65 Prozent der Bevölkerung - das sind 213 Millionen Leute - etwa 2,13 Million Amerikaner sterben, wie die Analyse ergab. Etwa 183.000 Menschen sind in den USA bereits an den Folgen von Covid-19 gestorben. Etwa 5.9 Millionen Infektionen wurden gemeldet.

Corona in den USA: Donald Trump war von seinem neuen Berater Scott Atlas angetan

Scott Atlas ist erst seit kurzer Zeit im Weißen Haus tätig. Er ist Neuroradiologe an der „Hoover Institution“ der Stanford University in Kalifornien - ein als konservativ bekannter „Think Tank“. Erfahrungen oder Expertise in der Epidemiologie bringt er nicht mit. Auch soll er „aus wissenschaftlicher Sicht“ unsicher sein, ob Masken bei der Eindämmung des Coronavirus Sinn machen, entgegen den Auffassungen der meisten Wissenschaftler. Nur Leute, die auch Symptome zeigen, sollen seiner Meinung nach getestet werden, obwohl vor allem die asymptomatischen Träger das Virus verbreiten.

Donald Trump soll Atlas durch seine regelmäßigen Auftritte bei „Fox News“ bemerkt haben. Schnell ist er beim Präsidenten zu einer einflussreichen Persönlichkeit aufgestiegen, indem er Trumps Wünschen, das Land wieder zu öffnen, nicht widersprach, sondern sie selber unterstützte. Mittlerweile nimmt er auch an vielen Briefings im Weißen Haus teil. Er soll sich sich selber als der „Anti-Dr. Fauci“ bezeichen, wie die „Washington Post“ einen Eingeweihten zitiert. Anthony Fauci war mehrfach mit Donald Trump aneinander geraten, da sie sich über die Strategie der USA in der Corona-Pandemie uneinig waren. (Lukas Rogalla)

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