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Trotz Corona-Pandemie mehr Freiheiten genießen? Das fordert Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) für Genesene und Geimpfte. (Symbolbild)
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Trotz Corona-Pandemie mehr Freiheiten genießen? Das fordert Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) für Genesene und Geimpfte. (Symbolbild)

Corona-Impfung

Corona-Impfung: Wolfgang Schäuble erschüttert über „mangelnde Bereitschaft“

  • Jennifer Greve
    VonJennifer Greve
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Bundestagspräsident Schäuble spricht sich gegen eine Impfpflicht aus - gleichzeitig plädiert er für Corona-Einschränkungen für Nicht-Geimpfte.

Frankfurt - Immer mehr Politiker:innen haben die Aufhebung der Corona-Einschränkungen für Geimpfte und Genesene gefordert. Personen, die weder geimpft noch genesen seien, sollten weiterhin den Virus-Maßnahmen unterliegen. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) zeigt sich beim „Problem der mangelnden Impfbereitschaft“ erschüttert.

Er wies aber auch darauf hin, dass die Debatte um eine Impfpflicht „in die falsche Richtung gehe“. Vielmehr müsse man überlegen, wie man Geimpften und Genesenen ihre Freiheiten wiedergeben könne, da sie ein geringeres Risiko für die Gesamtbevölkerung darstellten.

Getestete, Genesene, Geimpfte: Schäuble will unterschiedliche Corona-Regeln

Bei einer unterschiedlichen Behandlung von Getesteten gegenüber Genesenen und Geimpften sehe Schäuble „keine verfassungsrechtlichen Probleme, da das Risiko des Impfens nach heutigem Wissensstand extrem gering ist“. Das sagte er im Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ).

Der CDU-Politiker sprach auch davon, dass die Impfquote in Deutschland sinke. Am Mittwoch (28.07.2021, 9.40 Uhr) zählte das Robert Koch-Institut (RKI) 90,3 Millionen verabreichte Impfdosen. Insgesamt haben 50.851.471 Personen ihre Erstimpfung erhalten. Das entspricht 61,1  Prozent der Gesamtbevölkerung. Vollständig geimpft sind 41.790.697 Personen (50,2  Prozent).

Eine Infektion mit dem Coronavirus Sars-Cov-2 ist auch nach einer vollständigen Impfung möglich: Bundesweit gibt es rund 12.000 Impfdurchbrüche, 1000 davon gehen auf die Delta-Variante zurück. Stefan Simon, Autor bei der Frankfurter Rundschau, berichtet über seine Corona-Infektion trotz zweifacher Impfung.

BezeichnungCorona
VirusSars-Cov-2 (Severe acute respiratory syndrome coronavirus 2)
Varianten/MutantenAlpha, Beta, Delta, Gamma
InfektionskrankheitCovid-19 (Corona virus disease 2019)
Quelle: WHO

„Impfunwilligkeit“ in Deutschland: Bundestagspräsident setzt auf sozialen Druck

Die gezeigte „Impfunwilligkeit“ in Deutschland mache den Bundestagspräsidenten „maßlos traurig“. Er könne sie auch nicht nachvollziehen, da die Menschen zu Beginn des Jahres auf eine Impfung gedrängt hätten. Die Situation zeige eine „tiefe Widersprüchlichkeit“ in der Gesellschaft, sagte Schäuble der NOZ.

Um die Impfquote wieder nach oben zu treiben, setze er auf sozialen Druck: „Das sollte durchaus Thema im Freundes- und Bekanntenkreis sein, dass diejenigen, die nicht mitmachen, obwohl sie es könnten, ein schlechtes Gewissen bekommen. Ein gewisser gesellschaftlicher Druck wäre aus meiner Sicht nicht verkehrt.“

Neben Schäuble sprach sich auch Markus Söder (CSU) für Freiheiten von Geimpften aus. Söder fordert weiter eine Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer:innen und ärgert sich über die einsetzende Impfmüdigkeit.

Corona-Impfung in Deutschland: Schäuble will von anderen Ländern lernen

„Einen neuen Lockdown müssen wir alle gemeinsam vermeiden!“, sagte CDU-Politiker Schäuble und verwies darauf, wie andere Länder mit der Impf-Thematik umgehen. Als Beispiel nannte er Frankreich. Dort haben Nicht-Geimpfte nicht länger freien Zugang zu Restaurants oder Kulturveranstaltungen. Die Impfquote in Frankreich steigt derzeit wieder.

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Mit Blick auf diese Entwicklung, solle Deutschland „durchaus schauen, wie Frankreich und andere Länder das Problem der mangelnden Impfbereitschaft angehen, welche Wege sie einschlagen“, sagte Schäuble der NOZ. Darüber hinaus setze er auf Alltagsangebote für Impfungen, wie etwa mobile Impfteams: Man müsse den Corona-Impfstoff zu den Menschen bringen. (jey)

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