Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Ständige Impfkommission

Stiko empfiehlt Corona-Impfung für jüngere Kinder mit Vorerkrankung

Ein für Kinder von fünf bis elf Jahren angepasster Corona-Impfstoff soll in Kürze ausgeliefert werden. Die Ständige Impfkommission gibt nun ihre Einschätzung bekannt.

Frankfurt/Berlin – Die Ständige Impfkommission (Stiko) will die Corona-Impfung für Kinder von fünf bis elf Jahren empfehlen, wenn diese bestimmte Vorerkrankungen oder Kontakt zu Risikopatienten haben. Das teilte das Gremium am Donnerstag (09.12.2021) zu einem Beschlussentwurf mit. Doch auch gesunde Kinder sollen auf Wunsch und nach ärztlicher Aufklärung gegen das Coronavirus* geimpft werden können.

Es handelt sich noch nicht um eine finale Stiko-Empfehlung, es läuft nun noch ein Abstimmungsverfahren mit Fachgesellschaften und Ländern. Änderungen seien noch möglich. „Zwar ist die Sieben-Tage-Inzidenz in der Altersgruppe sehr hoch, sodass man davon ausgehen kann, dass ohne Impfung ein Großteil der Fünf- bis Elfjährigen mittelfristig infiziert werden wird, allerdings verlaufen die meisten Infektionen asymptomatisch“, teilte die Stiko mit.

Corona-Impfung für Kinder: Stiko formuliert Empfehlung

Kinder ohne Vorerkrankungen in dieser Altersgruppe hätten derzeit ein geringes Risiko für eine schwere Covid-19-Erkrankung, Krankenhauseinweisung und Intensivbehandlung. Hinzu komme, dass das Risiko seltener Nebenwirkungen der Corona-Impfung* wegen der eingeschränkten Datenlage für diese Altersgruppe derzeit nicht eingeschätzt werden könne. Daher spreche die Stiko für Kinder ohne Vorerkrankungen in dem Alter „derzeit keine generelle Impfempfehlung aus“.

Ein Pflaster klebt auf den Arm eines siebenjährigen Mädchens, nachdem es gegen das Coronavirus geimpft wurde.

Die Stiko schrieb weiter, sie weise „erneut und nachdrücklich darauf hin“, dass Eltern, Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher sowie andere in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen tätige Menschen „dringend das Impfangebot inklusive Auffrischimpfung für sich wahrnehmen sollen“.

Für Fünf- bis Elfjährige wird ein niedriger dosiertes und anders abgefülltes Präparat im Vergleich zum herkömmlichen Corona-Impfstoff* von Biontech/Pfizer* verwendet. Von dem mRNA-Vakzin sollen laut Stiko zwei Dosen im Abstand von drei bis sechs Wochen gegeben werden. Die Auslieferung dieses speziellen Kinder-Impfstoffs war kürzlich um eine Woche auf den 13. Dezember vorgezogen worden.

Stiko empfiehlt Corona-Impfung für Kinder mit Vorerkrankungen: Auslieferung vorgezogen

Grünes Licht für die Zulassung in Europa hatte es Ende November gegeben. Wenn Ärzte bisher schon kleinere Kinder impften, verringerten sie in der Regel selbst die Dosis des ab 12 Jahren zugelassenen Impfstoffs - dies fällt unter sogenannten Off-Label-Use. Die Stiko-Empfehlung bezieht sich hingegen nur auf den speziellen Kinder-Impfstoff.

Impfempfehlungen der Stiko gelten als medizinischer Standard und sind für viele Ärztinnen und Ärzte eine wichtige Richtschnur. Je nach Wissensstand hat das Gremium seine Impfempfehlungen immer wieder angepasst. Auch die Impfung für Kinder ab 12 Jahren war zunächst nur bei Vorerkrankungen empfohlen und später auf die gesamte Altersgruppe ausgeweitet worden. Zu mehreren Fragestellungen rund um die Corona-Impfungen hatten Stiko-Entscheidungen Diskussion und Kritik hervorgerufen, dem Gremium wurde zum Beispiel ein für Pandemie-Verhältnisse zu zögerliches Vorgehen vorgeworfen. Wie Thomas Mertens kürzlich verkündete, würde der Stiko-Chef sein eigenes Kind derzeit nicht impfen lassen*. (lrg/dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Jan Woitas/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare