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Impfdosen verfallen

Corona: Karl Lauterbach fordert Strafen für Impfschwänzer

  • VonMirko Schmid
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Wie umgehen mit denen, die Impfungen schwänzen? Karl Lauterbach fordert Strafen. Einen solchen Weg will das DRK in Sachsen nicht gehen.

Berlin - In der Corona-Pandemie werden jene zum Ärgernis, die ihren Impftermin ohne Absage verstreichen lassen. Das nämlich führt dazu, dass bundesweit zahlreiche Impfdosen verfallen. Impfdosen, die andere nur zu gern in Anspruch nehmen würden. Die politische Debatte über mögliche Konsequenzen für sogenannte Impfschwänzer:innen nimmt Fahrt auf.

„Es wäre richtig, wenn es eine Strafe gäbe für diejenigen, die nicht einmal ihren Termin absagen“, fordert Karl Lauterbach. „Menschen, die ihre Impftermine verfallen lassen, ohne sich vorher abzumelden, machen etwas, was die Impfkampagne beschädigt und auch manchmal dazu führt, dass wir Impfstoff wegschmeißen müssen“, so der SPD-Gesundheitsexperte gegenüber dem WDR.

Unions-Fraktionsvize Frei über Impfschwänzer: „Rücksichtslos und ein Schlag ins Gesicht“

Auch Thorsten Frei, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, fordert Konsequenzen. Wer nur „zu bequem“ sei, „zum Hörer zu greifen oder mit wenigen Klicks einen Termin abzusagen“, solle für die angefallenen Ausfallkosten aufkommen müssen, findet der CDU-Politiker. Impftermine verfallen zu lassen, sei „rücksichtslos und ein Schlag ins Gesicht aller, die noch auf den knappen Impfstoff warteten“.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hilft während der Pandemie selbst als Impfarzt im Impfzentrum aus.

Die Diskussion über Strafen für das Schwänzen einer Corona-Impfung erst so richtig ins Rollen gebracht hat Mario Czaja. Der Präsident des Berliner Roten Kreuzes forderte unlängst in einem Interview mit dem RBB, dass wer einen Termin für die Zweitimpfung in einem der Impfzentren ohne Absage verstreichen lasse, mit einer Strafzahlung von 25 bis 30 Euro belegt werden solle. In seinem Bundesland würden bisher rund fünf bis zehn Prozent der angemeldeten Zweitimpfungen geschwänzt, so Czaja.

Armin Laschet will keine Bestrafung für Impfschwänzer

CDU-Chef und Kanzlerkandidat Armin Laschet spricht sich gegen Bußgelder für Menschen aus, die Impftermine ohne Absage verstreichen lassen. Solidarität erzwinge man nicht durch Strafen, begründete Laschet seine Haltung gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Das Deutsche Rote Kreuz in Sachsen setzt statt auf Strafe auf Belohnung. Dort wird an einem Bonussystem gearbeitet, das mit Rabatten für Dienstleistungen oder Produkte dazu beitragen soll, die Impfbereitschaft hochzuhalten. Zusätzlich dazu bietet das Bundesland inzwischen spontane Impfungen ohne vorherige Terminabsprache an.

Bundesregierung verspricht Impfung für alle bis Ende Juli

Die Bundesregierung sieht laut Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) eine „neue Phase“ gekommen: Das Angebot von Impfungen beginnen nach monatelanger Knappheit die Anfrage zu übersteigen. Angesichts dieser Entwicklung hat die Bundesregierung ihr Versprechen, wonach alle Erwachsene bis spätestens Ende Sommer ein Impfangebot bekämen, auf Ende Juli vorverlegt. (Mirko Schmid mit dpa)

Rubriklistenbild: © Eduard Bopp/imago

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