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Vorschlag aus Ministerium

Corona-Impfung: Termine beim Hausarzt schon ab Mitte März?

  • Marcel Richters
    VonMarcel Richters
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Bereits ab Mitte März könnte in Hausarzt-Praxen gegen das Corona geimpft werden. Das geht aus einem Vorschlag des Bundesgesundheitsministeriums hervor.

  • In einigen Tagen könnte eine Corona-Impfung beim Hausarzt möglich sein.
  • Ein Entwurf des Bundesgesundheitsministeriums soll am Mittwoch beschlossen werden.
  • Bei der Priorisierung der Impfungen gegen das Coronavirus könnte es Lockerungen geben.

Berlin – Bundesweit soll es ab Mitte März möglich sein, dass auch in Arztpraxen gegen das Coronavirus geimpft wird. Das geht aus einem Vorschlag des Bundesministeriums für Gesundheit hervor, über den zuerst das Deutsche Ärzteblatt berichtet hat.

Demnach soll die Impfverordnung des Bundes so geändert werden, dass ab er zweiten Märzwoche Ärzte gegen das Coronavirus impfen können. Offenbar ist das Papier ein Entwurf, der in der Rund der Ministerpräsident:innen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch (03.03.2021) beschlossen werden könnte.

Änderung der Corona-Impfverordnung notwendig

In der neuen Impfverordnung sollen auch „explizite Regelungen für die Vergütung“, die Erfassung der Corona-Impfungen und eine Abrechnung für die Kassenärztliche Vereinigung erfasst sein. Weitere Details zu dem Entwurf sind noch nicht bekannt.

Die Ärzte, welche gegen Corona impfen, sollen auch die Prüfung einer Berechtigung auf eine Impfung übernehmen. Der Impfstoff soll von der Bundesregierung zur Verfügung gestellt und über die Landesbehörden verteilt werden. Die Zahl der durchgeführten Corona-Impfungen muss täglich über das jeweilige Bundesland an das Robert Koch-Inistut gemeldet werden.

Mehr Flexibilität bei Corona-Impfung in Hausarztpraxen

Bei der Corona-Impfung in Hausarztpraxen gelten dieselben Priorisierungsregeln, wie auch in den Impfzentren. Die Ärzte vor Ort haben aber zugleich die Möglichkeit, nach eigener Einschätzung über die Priorisierung im Einzelfall zu entscheiden. So solle die Flexibilität bei den Corona-Impfungen sichergestellt sein. Zuletzt hatte eine mögliche Lockerung der Corona-Impfregeln für streit gesorgt.

Vonseiten des Bundesgesundheitsministeriums hieß es, dass seit Beginn des Jahres der Austausch über einen „Übergang in die nächste Phase der Nationalen Impfstrategie“ laufe. Dieser finde mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) sowie den Verbänden der Apotheker und des pharmazeutischen Großhandels statt. Inzwischen sei die letzte Phase der Abstimmung zwischen allen Beteiligten eingetreten, aber es fehlt noch ein gesetzlicher Rahmen für die Corona-Impfungen durch Hausärzte. Dieser Rahmen soll nun mit der Änderung der Impfverordnung geschaffen werden.

Bald auch beim Hausarzt? Ein Entwurf des Bundesgesundheitsministeriums sieht die Erweiterung der Impfverordnung vor.

Bisher nur fünf Prozent gegen Corona geimpft

Bereits seit einigen Wochen fordern die Kassenärztliche Bundesvereinigung, Ärzteverbände und Haus- und Betriebsärzte, dass Arztpraxen zügig in die Kampagne zur Corona-Impfung einbezogen werden. So sei eine beschleunigte Impfung großer Teile der Bevölkerung möglich. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte immer wieder betont, dass die Einbeziehung der Ärzte erst möglich sei, wenn genug Corona-Impfstoff vorhanden ist.

Die Impfzentren sollen durch die Corona-Impfungen in Arztpraxen nicht ersetzt, sondern ergänzt werden, betont das Bundesgesundheitsministerium. Dort sollen Termine weiterhin strikt nach der bisher festgelegt Impfreihenfolge vergeben werden.

Bisher sind in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts rund fünf Prozent der Bevölkerung zum ersten Mal gegen das Coronavirus geimpft worden. Rund 6,4 Millionen Impfdosen wurden bis zum 2. März um 8 Uhr verabreicht. 2,2 Millionen Menschen haben auch eine zweite Corona-Schutzimpfung erhalten, was rund 2,6 Prozent der Menschen in Deutschland entspricht. (Marcel Richters)

Rubriklistenbild: © Expa/Jfk/dpa

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