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Ungarns Präsident Orban denkt daran, auch den russischen Impfstoff Sputnik V zu bestellen.
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Ungarns Präsident Orban denkt daran, auch den russischen Impfstoff Sputnik V zu bestellen.

Impfungen

Corona-Impfstoff: Chinesisches Vakzin in Ungarn

  • Pamela Dörhöfer
    vonPamela Dörhöfer
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Die EU-Strategie ist der Regierung Orbáns zu langsam – Ungarn bestellt deshalb Impfstoff in China. Das Nicht-EU-Land Serbien hat das ebenfalls schon getan.

Der Covid-Impfstoff des chinesischen Staatsunternehmens Sinopharm wird jetzt auch in Europa eingesetzt. Serbien hat das Vakzin zugelassen, am Samstag sind eine Million Dosen eingetroffen, laut Regierung sollen weitere sechs Millionen Dosen folgen. Auch das EU-Mitglied Ungarn hat das Vakzin gekauft. Die im Rahmen der europäischen Impfstrategie vereinbarten Lieferungen der in der EU zugelassenen Vakzine kommen den politisch Verantwortlichen dort zu schleppend voran. Die erste Lieferung umfasst bis zu einer Million Dosen, weitere sollen folgen.

Covid-Impfstoff Sputnik V für Ungarn

Zudem erwägt Ungarn, auch den russischen Impfstoff Sputnik V zu bestellen. Die Opposition kritisierte das Vorgehen. Beide Impfstoffe sind in der EU nicht zugelassen, in China und Russland sind allerdings bereits Millionen Menschen damit geimpft worden. Serbien impft schon mit Sputnik V, zudem ist dort wie in der EU das Biontech/Pfizer-Vakzin zugelassen. Es handele sich um drei „sehr sichere Impfstoffe“, sagte der serbische Gesundheitsminister Zlatibor Loncar.

Sowohl der Sinopharm-Impfstoff als auch Sputnik V setzen auf eine andere Technologie als die in der EU zugelassenen mRNA-Vakzine von Biontech/Pfizer und Moderna. Sputnik V ist ein Vektorvirus-Impfstoff, der harmlose Viren als Transporter nutzt, um die genetische Information für das Spike-Protein von Sars-CoV-2 in den Körper zu schleusen, wo das Antigen selbst hergestellt und anschließend vom Immunsystem bekämpft werden soll. Sputnik V ähnelt darin dem in Großbritannien zugelassenen Vakzin von Astrazeneca, nutzt aber anders als dieses bei der ersten und zweiten Impfung unterschiedliche Transportviren, was die Wirksamkeit erhöhen soll. Wie die mRNA-Vakzine wurde auch diese Impftechnologie vor der Corona-Pandemie noch nicht in der Breite eingesetzt.

Corona-Impfungen: Sinopharm mit Wirksamkeit von 79 Prozent

Sinopharm hingegen setzt auf einen klassischen Totimpfstoff mit inaktivierten Viren. Schon vor Monaten wurde er in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain zugelassen. Die Wirksamkeit liegt mit offiziell 79 Prozent deutlich unter den von Biontech/Pfizer und Moderna angegebenen 95 Prozent. Totimpfstoffe gelten aber als bewährt und im Allgemeinen gut verträglich.

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