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Sputnik V

Corona-Impfstoff Sputnik V: Auch Mecklenburg-Vorpommern sichert sich Option

  • Sophie Vorgrimler
    VonSophie Vorgrimler
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  • Tim Vincent Dicke
    Tim Vincent Dicke
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Unabhängig von den Plänen der EU-Kommission will sich Jens Spahn selbst um Corona-Impfstoff aus Russland kümmern.

+++ 16.20Uhr: Auch Mecklenburg-Vorpommern sichert sich noch vor der möglichen EU-Zulassung den Zugang zu dem russischen Corona-Impfstoff Sputnik V. Wie Landesgesundheitsminister Harry Glawe (CDU) am Donnerstag in Schwerin mitteilte, hat sich das Land gegenüber Russland eine Option auf eine Million dieser Impfdosen gesichert. „Wir sind aktuell noch in einer Phase, wo es große Abhängigkeiten von noch zu wenigen Herstellern gibt“, begründete Glawe den Vorstoß. „Die Kosten belaufen sich voraussichtlich für den Bund auf rund zehn Millionen Euro“, hieß es in der Mitteilung von Glawes Ministerium.

Mecklenburg-Vorpommern versuche auch eigene Wege zu gehen, um das Tempo und die Planbarkeit der Impfungen zu verbessern. „Wir sind interessiert an langfristigen Kooperationen mit Russland. Darüber hinaus prüft das Land, ob im Land ansässige Firmen eine Abfüllung oder Produktion ermöglichen könnten“, so Glawe.

Harry Glawe (CDU), Wirtschafts- und Gesundheitsminister von Mecklenburg-Vorpommern.

Spahn will russischen Corona-Impfstoff für Deutschland sichern – unabhängig von Plänen der EU

Update vom 08.04.2021, 13.00 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) möchte unabhängig von der EU-Entscheidung einen Vorvertrag mit Herstellern des Impfstoffs Sputnik V abschließen. Nachdem die EU-Kommission erklärt hatte, dass sie anders als bei anderen Corona-Impfstoffangeboten vor der Zulassung für den russischen Impfstoff Sputnik V kein Interesse an einem Vertragsschluss habe, wurde nun bekannt, dass Spahn unabhängig davon Verhandlungen aufnehmen will. Das hat die Nachrichtenagentur „Reuters“ von Teilnehmenden der Sitzung der EU-Gesundheitsminister erfahren.

Jens Spahn: Vorvertrag über die Lieferung von Sputnik.

Spahn bestätigte das am Donnerstag (08.04.2021) gegenüber dem Radiosender „WDR5“. Er habe im EU-Gesundheitsministerrat erklärt, dass Deutschland bilateral mit Russland reden werde. EU-Kommissar Thierry Breton hatte einen möglichen Ankauf als nicht notwendig bezeichnet, weil die EU bereits genügend Impfstoff von anderen Herstellern wie Biontech oder Astrazeneca gesichert habe. Etliche EU-Staaten haben sich aber bereits Dosen von Sputnik V gesichert. Für Bayern hatte CSU-Chef Markus Söder angekündigt, dass das Bundesland einen Vorvertrag für den Bezug von Sputnik V mit einem Hersteller in Illertissen schließen werde.

Für die Zulassung müsse Russland der europäischen Arzneimittelagentur EMA notwendige Daten liefern.

Russischer Corona-Impfstoff: Markus Söder sichert sich Sputnik V auf eigene Faust

Erstmeldung vom 07.04.2021, 16.00 Uhr: München – Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) will noch am Mittwoch (07.04.2021) einen Vorvertrag mit einem Hersteller für den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V abschließen. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Sitzung seines Kabinetts auf einer Pressekonferenz. 

Markus Söder im Wortlaut: „Sollte Sputnik zugelassen werden in Europa, dann wird der Freistaat Bayern über diese Firma zusätzliche Impfdosen – ich glaube, es sind 2,5 Millionen Impfdosen – im Juli erhalten, um die Impf-Zusatzkapazitäten in Bayern zu erhöhen.“

Markus Söder: Bayern sichert sich 2,5 Millionen Impfdosen des russischen Corona-Impfstoff Sputnik V

Der Vorvertrag soll mit einer Firma in Illertissen (Landkreis Neu-Ulm) unterzeichnet werden. Die bayerische Landesregierung habe mit der beauftragten Institution der russischen Regierung für den Vertrieb des Corona-Impfstoffs eine Absichtserklärung abgeschlossen, sagte Holetschek. Der Impfstoff solle in Illertissen produziert werden. „Das wird erst im Verlauf des Jahres der Fall sein.“

In der Absichtserklärung sei definiert, dass der Corona-Impfstoff auch importiert werden könne. „Voraussetzung ist natürlich, dass er zugelassen ist“, ergänzte Holetschek. Bei Sputnik V handele es sich um einen „hochwirksamen“ Impfstoff. „Ich wünsche mir, dass wir den Impfstoff sehr schnell zur Verfügung haben“, sagte der Landesgesundheitsminister.

Markus Söder will sich den Corona-Impfstoff Sputnik V sichern.

EMA prüft Zulassung von russischem Corona-Impfstoff – Markus Söder will Sputnik V

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA prüft seit Anfang März eine Zulassung des Corona-Impfstoffs Sputnik V. Erste Ergebnisse wissenschaftlicher und klinischer Tests werden nach und nach analysiert, bevor alle für eine Zulassung nötigen Daten vorliegen.

Markus Söder sagte zudem, dass er in dieser Woche nicht mehr mit einer Konferenz von Bund und Ländern rechne, um den weiteren Corona-Kurs zu besprechen. Es werde wohl keine vorgezogene Ministerpräsidentenkonferenz geben, so der CSU-Chef. Er begründete dies mit den unterschiedlichen Meinungen unter den Ländern für ein einheitliches Vorgehen. Derzeit sehe es leider nicht nach der Einheitlichkeit aus, die für den härteren Kurs notwendig sei.

Markus Söder plädiert für härteren Corona-Kurs

„Ich halte die Idee für sinnvoll“, betonte Söder mit Blick auf einen schärferen Corona-Kurs, aber im Moment gebe es dafür von den SPD-Ländern keine Unterstützung und auch unter den CDU-Ländern gebe es keine „große Unterstützung“. Ein „genereller Lockdown“ könne aber nur einheitlich von Bund und Ländern beschlossen werden, ansonsten drohe ein erneuter Flickenteppich.

Für die regionalen Corona-Lösungen gebe die „Notbremse“ schon jetzt ein Instrument, hier sei aber zu überlegen, ob diese nicht in einem Bundesgesetz verankert werden könne, „damit sie für alle greift“. Söder kritisierte erneut, dass die in der „Notbremse“ hinterlegten Maßnahmen wie eine Ausgangssperre nicht einheitlich umgesetzt würden. Auch dies müsse bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz entschieden werden. (Agenturen)

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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