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Bis zu 60 Millionen

Corona-Impfstoff: Johnson & Johnson muss Millionen Dosen vernichten

  • Kerstin Kesselgruber
    VonKerstin Kesselgruber
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Bis zu 60 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson sind nach einer möglichen Kontamination unbrauchbar.

Washington – Produktionspanne bei Johnson & Johnson*: Der Corona-Impfstoff*-Hersteller muss Millionen Impfdosen vernichten. Mehrere Chargen aus einem US-Werk seien wegen einer möglichen Kontamination unbrauchbar, teilte die Arzneimittelbehörde FDA am Freitag (11.06.2021) mit. Der Umfang betrage jeweils mehreren Millionen Dosen. Weder die FDA noch der Hersteller nannten aber eine genaue Zahl. Die New York Times berichtete unter Berufung auf informierte Kreise, dass 60 Millionen Impfdosen betroffen seien.

Die Firma Emergent BioSolutions, die in einem Werk in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland das Corona-Vakzin für J&J herstellt, hatte die Produktion im April auf Anordnung der FDA eingestellt. Die Inhaltsstoffe des Präparats waren aus Versehen mit denen des Vakzins von Astrazeneca* vertauscht worden.

Nach einer Produktionspanne in einem US-Werk muss der Corona-Impfstoff-Hersteller Johnson & Johnson Millionen Impfdosen vernichten.

Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson: Auch Kanada verwendet Dosen nicht

Derzeit wird noch geprüft, ob 60 Millionen Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs, die in Baltimore produziert wurden, den Qualitätsvorgaben entsprechen. Für zehn Millionen Dosen des Vakzins von Johnson & Johnson erteilte die FDA derweil die Freigabe.

Auch Kanada kündigte am Freitag an, 300.000 Dosen des J&J-Impfstoffs aus dem Werk in Baltimore in der Corona*-Pandemie nicht zu verwenden. „Aufgrund der Bedenken, (...) wird Health Canada die erhaltenen Lieferungen nicht verteilen, um die Gesundheit und Sicherheit der Kanadier zu schützen“, erklärte das Gesundheitsministerium in Ottawa am Freitag.

Bei Corona-Vakzin von Johnson & Johnson nur eine Impfdosis nötig

Der Impfstoff von J&J war zunächst ausschließlich in den Niederlanden produziert worden. Er hatte in den USA* Ende Februar eine Notfallzulassung erhalten und wird dort häufig verabreicht. Kanada hatte das Mittel im März zugelassen. Die 300.000 erhaltenen Dosen wurden dort wegen Qualitätsbedenken aber nicht verimpft. Auch in der EU ist das Vakzin seit knapp drei Monaten zugelassen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) in Deutschland empfiehlt den Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson für Menschen über 60 Jahre.

Im Gegensatz zu den anderen bisher zugelassenen Corona-Impfstoffen ist bei dem Vakzin von Johnson & Johnson nur eine Impfspritze für einen umfassenden Schutz nötig. Außerdem ist die Lagerung und Auslieferung vergleichsweise einfach. Der J&J-Impfstoff war deswegen in den USA verstärkt eingesetzt worden und soll auch in der EU bei einer Beschleunigung der Impfkampagnen helfen. (kke/AFP) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Feichter/imago-images

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