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Impfstoffe gegen Coronavirus

Von der Leyen kritisiert Astrazeneca und bringt Export-Stopp von Impfstoffen ins Spiel

  • Tobias Möllers
    vonTobias Möllers
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EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen kritisiert den Impfstoffhersteller Astrazeneca. An einem zentralen Ziel im Kampf gegen das Coronavirus hält sie aber fest.

  • EU-Chefin Ursula von der Leyen äußert sich in der Debatte um den Impfstoff von Astrazeneca.
  • Bisher kommt kein Corona-Impfstoff aus Großbritannien in die EU – umgekehrt aber schon.
  • Trotzdem sollen in der Corona-Krise bis Ende des Sommers 70 Prozent der Bevölkerung geimpft sein.

Brüssel - EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat den Pharmakonzern Astrazeneca wegen der Lieferschwierigkeiten seines Corona-Impfstoffs kritisiert. Die Firma werde im zweiten Quartal nach derzeitigen Angaben nur etwa 70 Millionen Dosen liefern, sagte die deutsche Politikerin am Mittwoch in Brüssel. „Das sind erheblich weniger als die 180 Millionen, die sie vertraglich zugesagt haben, zu liefern.“ Bei Astrazeneca sei noch „viel Luft nach oben“.

Das Unternehmen begründete seine Lieferschwierigkeiten mit Exportproblemen. Darauf spielte auch von der Leyen in ihrer Erklärung an. Aus der EU wurden seit dem 1. Februar nach Angaben der EU-Kommission mindestens 41 Millionen Dosen Corona-Impfstoff in 33 Länder exportiert, obwohl in der EU selbst Impfstoff fehlt und Impfungen nur langsam vorankommen. Das lasse sich den Bürgern kaum noch erklären, sagte von der Leyen.

Corona-Impfstoff von Astrazeneca: Von der Leyen droht mit neuen Exportauflagen

EU-Chefin Ursula von der Leyen ist unzufrieden mit dem Pharmakonzern Astrazeneca.

Nach ihren Worten gingen allein zehn Millionen Impfdosen aus der EU ins Vereinigte Königreich. Im EU-Vertrag mit Astrazeneca seien zwei britische Fabriken für Lieferungen an die EU vorgesehen. „Wir warten immer noch auf Dosen, die aus Großbritannien bei uns ankommen, sagte von der Leyen. „Dies ist also eine Einladung, uns zu zeigen, dass Dosen aus dem Vereinigten Königreich zu uns kommen und dass wir hier Gegenseitigkeit haben.“

Auf Gegenseitigkeit und Verhältnismäßigkeit komme es an. „Ich möchte hier ganz klar sein: Wenn sich diese Situation nicht ändert, werden wir darüber nachdenken, die Exporte in impfstoffproduzierende Länder vom Grad ihrer eigenen Offenheit abhängig zu machen“, sagte die Kommissionschefin. „Wir werden auch darüber nachdenken, ob Exporte in Länder, die höhere Impfraten haben als wir, verhältnismäßig sind“, so von der Leyen.

Corona-Impfungen: Ende des Sommers sollen 70 Prozent vollständig geimpft sein

An dem Ziel, dass bis Ende des Sommers 70 Prozent der Erwachsenen in der EU vollständig geimpft sein sollen, hielt von der Leyen fest. Daher plant die EU auch bereits einen Impfausweis. Der Start der Impfkampagne sei zwar schwierig gewesen. Doch man habe Fortschritte gemacht. Biontech/Pfizer und Moderna hielten ihre Lieferverträge ein. „Jetzt müssen wir uns auf die Zeit bis zum Sommer konzentrieren“, sagte von der Leyen. Die Impfstofflieferungen würden zunehmen. Bislang sind in der EU vier Impfstoffe zugelassen.

Von Biontech/Pfizer sollen von der Leyen zufolge von April bis Juni 200 Millionen Dosen und von Moderna 35 Millionen kommen. Im Laufe des Aprils komme zudem das Vakzin von Johnson & Johnson hinzu, von dem im zweiten Quartal etwa 55 Millionen Dosen erwartet würden. Anders als die anderen Impfstoffe muss dieses Präparat nur einmal verabreicht werden. (Tobias Möllers mit dpa)

Rubriklistenbild: © Aris Oikonomou

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