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Der 82-jährige Brian Pinker erhält im Churchill Hospital als erster Brite den Corona-Impfstoff der Universität Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca von der Krankenschwester Sam Foster.
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Der 82-jährige Brian Pinker erhält als erster Brite den Corona-Impfstoff der Universität Oxford und des Pharmakonzerns AstraZeneca.

Corona-Pandemie

Großbritannien: Erster Brite erhält heimischen Impfstoff von AstraZeneca

Der Corona-Impfstoff der Universität Oxford und des Pharmakonzerns AstraZeneca ist ab sofort in Großbritannien im Einsatz.

  • Der Corona-Impfstoff von AstraZeneca und der Universität Oxford wird seit dem 4.1.2021 in Großbritannien eingesetzt.
  • Das Vakzin kann bei Kühlschranktemperaturen gelagert werden.
  • Großbritannien ist eines der am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder in Europa.

Update vom Montag, 4.1.2021, 09.40 Uhr: Heute geht in Großbritannien der zweite Corona-
Impfstoff an den Start. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie kommt nun auch der von dem Konzern AstraZeneca und der Universität Oxford entwickelte Impfstoff zum Einsatz. Zunächst stehen nach Regierungsangaben 530.000 Dosen dieses Vakzins zur Verfügung. Insgesamt hat Großbritannien 100 Millionen Dosen bei AstraZeneca bestellt.

Der 82 Jahre alte Dialyse-Patient Brian Pinker aus Oxford habe am Montagmorgen den schützenden ersten Piks in der dortigen Uniklinik erhalten, teilte der britische Gesundheitsdienst NHS mit. „Ich freue mich so, heute die Covid-19-Impfung zu bekommen und ich bin wirklich stolz, dass sie in Oxford erfunden wurde“, sagte Pinker der Mitteilung zufolge. Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock bezeichnete den Impfstart mit dem Mittel als „unverzichtbaren Schritt“ im Kampf gegen die Pandemie.

Bislang wurden im Vereinigten Königreich bereits mehr als eine Million Dosen des Impfstoffs des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer verabreicht. Großbritannien ist eines der am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder in Europa. Im Kampf gegen das Virus setzt die Regierung auf eine schnelle Impfkampagne.

Großbritannien lässt Corona-Impfstoff von AstraZeneca zu – Impfstoff hat großen Vorteil

+++ 10.30 Uhr: In Großbritannien steht eine Zulassungsprüfung des AstraZeneca-Impfstoffs kurz bevor. Die EU-Staaten müssen sich jedoch weiter gedulden. Wie die Europäische Arzneimittelbehörde EMA mitteilte, sei eine Zulassung des Mittels im Januar unwahrscheinlich. „Sie haben noch nicht einmal einen Antrag bei uns gestellt“, sagte Noel Wathion, stellvertretender EMA-Direktor, der belgischen Zeitung „Het Nieuwsblad“.

Wichtige Daten für einen Antrag würden noch fehlen, so Wathion. Das verringere die Wahrscheinlichkeit für eine Zulassung im Januar enorm. In Großbritannien wurde der Corona-Impfstoff bereits zugelassen.

Eine Ampulle mit Corona-Impfstoff, der von AstraZeneca und der Universität Oxford entwickelt wurde. Foto: John Cairns/University Of Oxford/PA Media/dpa

Corona-Impfstoff von AstraZeneca deutlich günstiger als Vakzin von Biontech

Erstmeldung vom Mittwoch, 30.12.2020, 08.30 Uhr: Großbritannien hat den Corona-Impfstoff der Universität Oxford und des Pharmakonzerns AstraZeneca zugelassen. Die britische Aufsichtsbehörde für Arzneimittel (MHRA) habe dem heimischen Vakzin eine Zulassung erteilt, gab das Gesundheitsministerium in London am Mittwoch bekannt. Damit steht nach dem Biontech/Pfizer-Vakzin in dem Land ein weiteres Präparat zum Impfen bereit.

Das Mittel hatte in Studien eine geringere Wirksamkeit aufgewiesen als der bereits zugelassene Impfstoff von Biontech und Pfizer, kann allerdings bei Kühlschranktemperaturen gelagert werden und ist deutlich günstiger. In Großbritannien sollen bereits am 4. Januar die ersten Impfungen stattfinden, wie Gesundheitsminister Matt Hancock mitteilte. Es sei „brillant, das Jahr 2020 mit einem solchen Moment der Hoffnung zu beenden“, so Hancock.

Das Vakzin soll nach den ersten Studiendaten im Mittel einen 70-prozentigen Schutz vor Covid-19 bieten. Bei spezieller Dosierung könnte die Wirksamkeit dem Konzern zufolge womöglich noch deutlich höher liegen. Zeitweise waren Zweifel am Studiendesign und der hohen Wirksamkeit des Impfstoffs aufgekommen. Der schwedisch-britische Konzern hatte daher zusätzliche Untersuchungen durchgeführt.

Corona-Präparat von AstraZeneca gehört nicht zu den mRNA-Impfstoffen

Anders als die Vakzine der Mainzer Firma Biontech und des Pharmakonzerns Pfizer sowie der US-Firma Moderna gehört das britisch-schwedische Präparat nicht zu den mRNA-Impfstoffen.

Der von AstraZeneca eingesetzte Wirkstoff AZD1222 beruht auf der abgeschwächten Version eines Erkältungsvirus von Schimpansen. Es enthält genetisches Material eines Oberflächenproteins, mit dem der Erreger Sars-CoV-2 an menschliche Zellen andockt. Das Mittel wirkt zweifach: Es soll sowohl die Bildung von spezifischen Antikörpern als auch von T-Zellen fördern - beide sind für die Immunabwehr wichtig.

Großbritannien von Corona schwer getroffen

Großbritannien ist eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder in Europa. Beinahe 80.000 Menschen sind dort bereits mit oder an Covid-19 gestorben. Die Zahl der Neuinfektionen nahm zuletzt drastisch zu. Am Dienstag wurden 53.000 neue Fälle gemeldet. (dpa, AFP)

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