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Impfausweis Sommerurlaub
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Der Impfausweis der EU soll Sommerurlaube ermöglichen. (Symbolfoto)

Pandemie

Comeback der Reisefreiheit? – Sommerurlaub soll mit neuem Corona-Impfpass möglich sein

  • Tobias Möllers
    VonTobias Möllers
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EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen will mit dem geplanten digitalen Impfnachweis die Reisebeschränkungen in der Europäischen Union nach der Corona-Krise überwinden.

  • Ein Impfausweis der Europäischen Union soll Urlaub trotz Corona-Krise kommen.
  • Ursula von der Leyen stellt die Pläne der EU-Kommission vor. Kommt der Impfpass schon zum 1. Juni?
  • Corona-News: Alles Wichtige zur Pandemie im Überblick.

Brüssel/Straßburg – Die EU arbeitet an einem gemeinsamen Impfausweis, um Reisen im Sommer wieder möglich zu machen. „Mit diesem digitalen Zertifikat wollen wir unseren Mitgliedstaaten helfen, verantwortungsvoll und sicher die Freizügigkeit wiederherzustellen“, sagte Ursula von der Leyen in Brüssel.

Corona: EU-Impfausweis – Kommt der Impfpass schon zum 1. Juni?

Die geplanten Zertifikate sollen nach ihren Worten als Nachweis dienen, ob ein EU-Bürger geimpft oder getestet wurde oder von einer Covid-19-Erkrankung genesen ist. Alle 27 EU-Staaten sollten diese Bescheinigungen gegenseitig anerkennen, sagte die Kommissionspräsidentin.

Von der Leyen äußerte sich zunächst nicht zu einem Zeitpunkt, ab dem der Impfausweis zum Einsatz kommen könnte. EU-Kommissionsvize Margaritis Schinas hatte der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vor der offiziellen Vorstellung des Projekts allerdings gesagt: „Der Nachweis soll bis zum Beginn des Sommers einsetzbar sein, und der Sommer beginnt am 1. Juni.“

Die EU-Kommission schlage laut von der Leyen darüber hinaus gemeinsame Schritte für eine sichere und dauerhafte Öffnung nach den Corona-Lockdowns in der EU vor. Geplant sei ein gemeinsamer Rahmen für Maßnahmen von Tests über Behandlungen bis hin zum Austausch von Impfstoffen.

Corona-Impfung: QR-Code soll Sicherheit des EU-Impfausweises garantieren

Die Kommission nennt den geplanten Impfnachweis „Digitales Grünes Zertifikat“. Es soll sowohl digital als auch in Papierform gelten. Jeder soll es kostenlos bekommen. Zentraler Punkt ist ein QR-Code, der die Sicherheit und Echtheit des Zertifikats garantieren soll. Erfasst werden können Impfungen, aber auch die Ergebnisse von PCR-Tests oder Antigen-Schnelltests sowie eine überstandene Covid-Erkrankung.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen stellt die Pläne für einen gemeinsamen Impfausweis vor.

Die EU-Kommission will eine technische Plattform entwickeln, damit die Zertifikate in allen EU-Staaten überprüft und anerkannt werden können. Auf dieser Plattform sollen aber keine persönlichen Daten hinterlegt oder ausgetauscht werden, wie die Behörde weiter mitteilte.

Corona: EU-Länder uneinig, welche Türen ein Impfausweis öffnen soll

Welche Türen der Nachweis öffnen soll, ist aber in den EU-Staaten bisher noch umstritten. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich gegen Erleichterungen für Geimpfte ausgesprochen, solange nur wenige Menschen Chancen auf die schützende Impfung haben. Griechenland und andere Urlaubsländer dringen hingegen darauf, Reiseerleichterungen mit einem solchen Dokument zu verbinden.

Grundsätzlich soll es den EU-Staaten überlassen bleiben, welche Vorteile etwa beim Reisen mit dem Zertifikat gewährt werden. Wenn sie jedoch weiter zum Beispiel Quarantäne oder Tests von Inhabern der Zertifikate verlangen, müssten sie dies der EU-Kommission und allen anderen EU-Staaten anzeigen und Gründe darlegen.

EU-Pläne: WHO sieht Impfausweis kritisch

Die EU sieht sich in der Pflicht, beim Thema Impfpass aktiv zu werden, denn, so Schinas: „Wenn wir das nicht gemeinsam einführen mit einem gesetzlich bindenden Instrument und interoperabel, wird die Privatwirtschaft Lösungen entwickeln und sie uns überstülpen.“

Skeptischer zeigt sich die WHO: Regionaldirektor Hans Kluge kritisiert den digitalen Corona-Impfpass. Es sei unsicher, wie lange die Immunität nach der Impfung anhalte. (tom mit dpa)

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