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Gesundheitspolitik

Britisches Gesundheitssystem am Limit: Milliarden gegen die Folgen von Corona und Brexit

  • Stefan Krieger
    VonStefan Krieger
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Die britische Regierung will den Rückstau im Gesundheitswesen abbauen - hält aber an der laschen Corona-Politik vorerst fest.

London – In Großbritannien steigen die Fallzahlen rapide an. Trotzdem lehnt die Regierung unter Boris Johnson eine Wiedereinführung von Corona-Maßnahmen bislang strikt ab. Es gibt zwar einen vorbereiteten Plan B mit vergleichsweise seichten Maßnahmen wie Maskenpflicht in Innenräumen oder Impfnachweisen bei Großveranstaltungen, doch dafür sei die Zeit noch nicht die Zeit gekommen, wie verschiedene Minister betonten. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Großbritannien liegt derzeit bei 487,0 (Stand: 25. Oktober).

Premierminister Boris Johnson hatte am 19. Juli mit einem sogenannten Freedom Day alle Kontaktbeschränkungen und die Maskenpflicht für die Menschen auf der Insel aufgehoben. Nach einer kurzen Erholung bei den Fallzahlen, sie im Sommer eigentlich überall zu beobachten ist, ist die Inzidenz jetzt wieder auf dem Weg nach oben. All dies führt zu Problemen im Gesundheitswesen, das auch ohne Corona durch den durch den Brexit verbunden Mangel an Personal leidet.

Corona in Großbritannien: 7,1 Milliarden Euro für das Gesundheitswesen

Jetzt will die britische Regierung mit zusätzlichen Investitionen den eklatanten Rückstau an Behandlungen und Operationen im Gesundheitswesen abbauen. „Wir wollen die Gesundheitsversorgung wieder auf Kurs bringen und sicherstellen, dass niemand auf lebensnotwendige Tests oder Behandlungen warten muss“, sagte Finanzminister Rishi Sunak einer Mitteilung zufolge, die vor den am Mittwoch (27.20.2021) erwarteten Haushaltsplänen veröffentlicht wurde.

Sajid Javid, Gesundheitsminister von Großbritannien, im Unterhaus.

Sechs Milliarden Pfund (umgerechnet rund 7,1 Milliarden Euro) sollen in neue Diagnostikzentren und weitere Aufstockungen fließen, damit deutlich mehr Untersuchungen und Behandlungen stattfinden können. Mehr als ein Drittel der angekündigten Mittel sollen dabei neuen Technologien und datengestützten Systemen zukommen, um die Effizienz und Sicherheit des Dienstes zu erhöhen.

Corona in Großbritannien: Rund 1000 Corona-Tote – pro Woche

Die Wartelisten für Behandlungen und Operationen hatten im englischen Gesundheitsdienst während der Pandemie immer neue Höchststände erreicht. Der Krankenhausverband NHS Providers begrüßte die angekündigten Investitionen, wies aber auf den massiven Personalmangel hin, der dadurch nicht gelöst werde.

Unterdessen steigen in Großbritannien Zahlen der Krankenhauseinweisungen und coronabedingten Todesfälle weiter an. Sie erreichen keine so hohen absoluten Ziffern mehr wie zu Beginn der Impfkampagne, als täglich mehr als 1200 Briten ihr Leben an das Virus verloren, wie die taz schreibt. Aber auch wenn die Impfangebote inzwischen als gut gelten, hat Großbritannien rund 1000 Corona-Tote pro Woche zu beklagen. Auf der Insel gelten inzwischen 66,77 % der Bevölkerung als vollständig geimpft. (skr/dpa)

Rubriklistenbild: © Roger Harris/dpa

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