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Ein Absperrband umgibt Tische und Stühle vor einem Restaurant
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Restaurants und Bars wurden bereits Anfang November aufgrund der Corona-Pandemie wieder geschlossen

Beschlusspapier

Corona in Deutschland: Welche Öffnungsschritte beim Corona-Gipfel beschlossen wurden

  • Melanie Gottschalk
    VonMelanie Gottschalk
    schließen

Bund und Länder wollen in der Corona-Pandemie einen Balanceakt wagen: In vorsichtigen Schritten soll das öffentliche Leben zurückkehren.

  • Beim Bund-Länder-Gipfel beraten Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsident:innen über den weiteren Umgang mit der Corona-Krise.
  • Ein Öffnungsplan in fünf Schritten soll eine Perspektive bei geplanten Lockerungen geben.
  • Gastronomie, Kultur und Tourismus müssen sich allerdings noch gedulden.

Berlin - Am Mittwoch (03.03.2021) traten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsident:innen der Länder erneut zusammen, um über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise zu beraten. Bereits seit Anfang November 2020 ist die Gastronomie geschlossen, Mitte Dezember musste dann auch der Einzelhandel schließen. Jetzt kommt es zu Lockerungen. Wie Merkel am späten Abend nach dem Corona-Gipfel sagte, wird es fünf Öffnungsschritte geben. Zunächst war angedacht, die Öffnungsschritte ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 35 zu vollziehen, diese wurde nach langen Diskussionen auf 50 hochgesetzt. Wir geben einen Überblick.

Lockerungen in der Corona-Krise – Öffnungsschritt Eins: Schulen, Kitas und Friseursalons

Die ersten Lockerungen in der Corona-Krise sind bereits am vergangenen Montag (01.03.2021) in Kraft getreten. Diese sind jedoch in den Bundesländern unterschiedlich. Neben einer Teilöffnung der Schulen und Kitas dürfen auch Friseursalons wieder arbeiten. In einigen Bundesländern öffnen auch andere Einrichtungen, darunter sind etwa Gartenmärkte, Blumenläden, Fußpflegesalons oder Fahrschulen. 

  • Friseursalons
  • Schulen
  • Kitas

Lockerungen in der Corona-Krise – Öffnungsschritt Zwei: Buchhandlungen, Blumengeschäfte, Baumärkte

Im zweiten Öffnungsschritt, der schon ab Montag (08.03.2021) vollzogen werden soll, werden Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Baumärkte bundesweit einheitlich wieder öffnen dürfen. Ein entsprechendes Hygienekonzept sowie eine Begrenzung von zehn Quadratmeter pro Person sind die Regel.

Darüber hinaus kommt es auch im Bereich der „körpernahen Dienstleistungen“ zu Lockerungen. Hierbei wollen Angela Merkel und die Ministerpräsident:innen beim Bund-Länder-Gipfel allerdings beschließen, dass ein Testkonzept sowie ein tagesaktueller negativer Corona-Schnell- oder Selbsttest für die Kund:innen Pflicht ist.

  • Buchhandlungen
  • Blumengeschäfte
  • Baumärkte
  • „Körpernahe Dienstleistungen“

Lockerungen in der Corona-Krise – Öffnungsschritt Drei: Inzidenzabhängige Lockerungen im Einzelhandel

Im dritten Schritt könnte es am Montag (08.03.2021) auch zu Lockerungen im Einzelhandel sowie zur Öffnung von Museen, Galerien, zoologische und botanische Gärten und Gedenkstätten kommen. Hierzu muss die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohnern aber unter 50 liegen. Die neue Corona-Regelung kann regional oder landesweit gelten. Die Länder können zudem kontaktfreien Sport in kleinen Gruppen (mit maximal 10 Personen) im Außenbereich und Außensportanlagen erlauben.

Liegt die Inzidenz zwischen 50 und 100, besteht für den Einzelhandel die Möglichkeit auf „click and meet“. In diesem Fall kann nach vorher vereinbartem Termin in den Läden eingekauft werden. Hierbei gilt: eine Person je angefangene 40 Quadratmeter Ladenfläche. Der Termin muss für einen festen Zeitraum gebucht werden und es muss eine lückenlose Dokumentation zur Kontaktnachverfolgung garantiert sein.

Sollte die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 steigen, tritt die sogenannte Notbremse in Kraft. Dann gelten die strengeren Regeln, die bis Sonntag, 7. März, galten.

  • Einzelhandel
  • Museen, Galerien, zoologische und botanische Gärten und Gedenkstätten
  • Sport
  • Lockerungen allerdings an Sieben-Tage-Inzidenz geknüpft

Lockerungen in der Corona-Krise – Öffnungsschritt Vier: Außengastronomie, Kultur und Sport

Frühestens ab Montag (22.03.2021) kommt es im Bereich Gastronomie, bei Theatern, Konzert- und Opernhäusern, Kinos und im Sport zu Lockerungen. Angela Merkel und die Ministerpräsident:innen haben auf dem Bund-Länder-Gipfel beschlossen, dass im Falle einer Inzidenz unter 50 die Außengastronomie wieder öffnen darf, das gilt auch für die Kultureinrichtungen. Sport soll innen kontaktfrei und Kontaktsport außen wieder erlaubt sein.

Steigt die Inzidenz über 50, liegt aber noch unter 100, bleiben die oben beschriebenen Lockerungen bestehen, ein Corona-Schnell- oder Selbsttest ist dann aber Pflicht. In der Außengastronomie muss dazu vorher ein fester Termin vereinbart werden. Sollte die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 steigen, tritt auch hier wieder die Notbremse in Kraft und die Regeln, die bis Sonntag (07.03.2021) gegolten haben, werden wieder in Kraft gesetzt.

  • Außengastronomie
  • Theater, Konzert- und Opernhäuser, Kinos
  • Sport (innen kontaktfrei, Kontaktsport außen)
  • Lockerungen allerdings an Sieben-Tage-Inzidenz geknüpft

Lockerungen in der Corona-Krise – Öffnungsschritt Fünf: Freizeitveranstaltungen und Sport

In diesem Schritt kommt es frühestens ab Montag (05.04.2021) zu Corona-Lockerungen im Bereich der Veranstaltungen und weiteren Lockerungen im Sport. Liegt die Inzidenz unter 50, können landesweit oder regional Freizeitveranstaltungen im Außenbereich mit bis zu 50 Teilnehmenden erlaubt werden sowie Kontaktsport in Innenräumen.

Dann darf auch der Einzelhandel bei einer Inzidenz über 50, aber unter 100 öffnen. Hier gilt die Zehn-Quadratmeter-Regel pro Person. Kontaktfreier Sport im Innenbereich und Kontaktsport im Außenbereich ist auch bei einer Inzidenz von über 35 ohne Corona-Test erlaubt. Aber auch in diesem Öffnungsschritt tritt die Notbremse in Kraft, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 liegt.

  • Veranstaltungen
  • Sport
  • Einzelhandel
  • Lockerungen allerdings an Sieben-Tage-Inzidenz geknüpft

Über weitere Lockerungen in der Gastronomie, Kultur, Veranstaltungen, Reisen und Hotels wollen Angela Merkel und die Ministerpräsident:innen erst beim nächsten Bund-Länder-Gipfel beraten. (Melanie Gottschalk)

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