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„Freedom Day“ in Deutschland? Söder will „Endlos-Schleife“ beenden

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Von: Tobias Utz

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Markus Söder spricht sich entschieden gegen einen „Freedom Day“ in Deutschland aus – und mahnt zur Vorsicht.

Berlin – Bund und Länder haben am Dienstag (10.08.2021) neue Maßnahmen auf dem Corona-Gipfel beschlossen. Konkret ging es in den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidentinnen sowie Ministerpräsidenten um die weitere Pandemie-Strategie für den Herbst und den Winter.

Im Nachgang des Gipfels erläuterten Angela Merkel und Markus Söder ihre Pläne auf einer Pressekonferenz. Thematisch drehte sich dabei viel um den Impffortschritt in Deutschland aber auch um neue Beschränkungen für Ungeimpfte. Markus Söder sprach dabei auch die aufgekommene Forderung nach einem „Freedom Day“, wie er in Großbritannien stattfand, an. Die Regierung um Boris Johnson hob vor rund drei Wochen (19.07.2021) nahezu alle Corona-Beschränkungen auf und setzt seitdem auf „Eigenverantwortung“, wie es der Regierungschef bezeichnete. Söder schob einem „Freedom Day“ in Deutschland einen Riegel vor.

Corona-Gipfel: Söder spricht sich gegen „Freedom Day“ in Deutschland aus

„Manche fordern ja einen Freedom Day“, so Söder. Der bayerische Ministerpräsident betonte, dass eine derartige Maßnahme „überhaupt nichts bringen“ würde. Stattdessen führe das Aufheben der Corona-Regeln zu „Wehrlosigkeit“, so der 54-Jährige. „Wir hätten keine Chance zu reagieren und zu steuern.“ Das wichtigste Ziel sei es, eine „Endlos-Schleife“ an Maßnahmen in Deutschland zu verhindern. Der Schlüssel dazu seien Impfungen gegen das Coronavirus. Im Zuge dessen seien die Beschlüsse des Bund-Länder-Treffens ein „wichtiger Zwischenschritt“, so Söder.

Markus Söder
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich gegen einen „Freedom Day“ in Deutschland ausgesprochen. (Archivfoto) © Jens Schlueter/AFP

Einen „Freedom Day“ in Deutschland hatte unter anderem die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ins Spiel gebracht. Die FDP-Politikerin unterstützte in einem Interview mit der Bild-Zeitung ein solches Vorhaben – und bezog sich auf Aussagen von Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Gassen hatte vor dem Corona-Gipfel im Gespräch mit der Rheinischen Post gefordert: „Der Staat selbst sollte sich mit dem weiteren Entzug von Freiheitsrechten aber zurückhalten und vielmehr die Beschränkungen sukzessive zurücknehmen.“

Menschen, die sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollen, treffen die neuen Maßnahmen am meisten: Was sich ab Herbst in Deutschland ändert. (tu)

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