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Restaurants, Kneipen und Bars

2G-Plus eine „Katastrophe“: Gastronomie mischt sich in Corona-Gipfel ein

  • Vincent Büssow
    VonVincent Büssow
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Die Gastronomiebranche kritisiert die angekündigte 2G-Plus-Regelung heftig. In der Politik hingegen herrscht überraschende Einigkeit zu dem Thema.

Berlin – Bereits im Vorfeld des Corona-Gipfels am Freitag (07.01.2022) wurde bekannt, dass eine bundesweite 2G-Plus-Regelung in der Gastronomie wahrscheinlich ist. Das geht aus einer Beschlussvorlage hervor, die unserer Redaktion vorliegt. Während die neue Maßnahme in der Politik fast unstrittig ist, kommt scharfe Kritik aus der Branche selbst. Dort fürchten viele um ihre Existenz.

In einer Beschlussvorlage des Corona-Gipfels* wird die geplante 2G-Plus-Regel mit der Ausbreitung der Corona-Variante Omikron* begründet. Dabei heißt es, dass an in Gastronomiebetrieben „Masken nicht dauerhaft getragen werden“ können, „sodass sich die Virus-Variante besonders leicht überträgt.“ Die neue Maßnahme würde bedeuten, dass nur vollständig geimpfte oder von Covid-19 genesene Personen Zutritt zu Restaurants und Kneipen hätten, wenn diese zusätzlich einen negativen Test vorlegen könnten. Ausgenommen von letzterem wären Menschen, die bereits dreimal geimpft worden sind. Ein Startzeitpunkt wird auf dem Corona-Gipfel diskutiert, denkbar ist der 15. Januar.

2G-Plus: Corona-Pläne stoßen auf heftige Kritik aus der Gastronomie

Ingrid Hartges, die Chefin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), kritisiert dieses Vorhaben. „Schon jetzt fürchten mehr als die Hälfte unserer Betriebe erneut um ihre Existenz“, sagte sie der Bild-Zeitung in Bezug auf eine Studie ihres Verbandes aus dem Dezember. Würde 2G-Plus wirklich kommen, so Hartges, wäre das „eine Katastrophe für Cafés, Kneipen, Bars und Restaurants.“

Für die Gastronomie soll bald bundesweit die 2G-Plus-regelung gelten. Aus der Branche kommt heftige Kritik an der geplanten Corona-Maßnahme. (Archivbild)

Aus der Politik hingegen wird das geplante Konzept verteidigt. So kam bislang aus der CDU*, welche die regierenden Parteien eigentlich für viele Pläne in der Corona-Politik kritisierte, Rückendeckung für 2G-Plus in der Gastronomie. Die Ministerpräsidenten Wüst und Kretschmer aus Nordrhein-Westfalen und Sachsen äußerten ihre Zustimmung zur Regelung. Auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach* bezeichnete die Gastronomie am Donnerstag (06.01.2022) bei RTL als „Problembereich“. Deshalb müssten dort noch einmal die Kontakte beschränkt werden. Die Dehoga-Chefin Hartges sieht hingegen ein anderes Kalkül in dem geplanten Beschluss.

Corona-Politik: Linke gegen 2G-Plus in der Gastronomie

Laut Hartges würde die Gastro-Branche mit der 2G-Plus-Regelung zu den Leittragenden gemacht, um „offenbar Anreize für die dritte Impfung“ zu schaffen. Außerdem stellte sie im Interview die rechtliche Grundlage für den Eingriff infrage, wenn „weder Inzidenz noch Hospitalisierung eine Rolle spielen.“ Zuletzt meldete das RKI einen Anstieg der Corona-Inzidenz in Deutschland*.

Einen alternativen Vorschlag für den Umgang mit der Gastronomie in der Corona-Pandemie brachte die Linke* ins Spiel. Die Vorsitzende Janine Wissler nannte einen Gastro-Lockdown für zwei Wochen, statt einer 2G-Plus-Regel. Die Einbußen durch 2G-Plus wären sehr groß, sagte sie am Freitag im ARD-Morgenmagazin. (vbu/AFP) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Arne Dedert/dpa

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