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Viele Bürgerinnen und Bürger machen die Staatsführung von Emmanuel Macron für die Lage verantwortlich.
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Viele Bürgerinnen und Bürger machen die Staatsführung von Emmanuel Macron für die Corona-Lage in Frankreich verantwortlich.

Coronavirus

100.000 Corona-Tote in Frankreich - Wut entlädt sich gegen Macron

  • Stefan Brändle
    VonStefan Brändle
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Die Stimmung in Frankreich verschlechtert sich: Während neue Corona-Einschränkungen drohen, wehrt Präsident Macron jegliche Kritik ab.

Paris – Tragische Bilanz: Am Donnerstag hat Frankreich die Schwelle von 100.000 Corona-Todesopfern erreicht. Mehr Tote haben in Europa bisher nur Großbritannien (127.000) und Italien (115.000) registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Frankreich bei 340 pro 100.000 Einwohner.

Viele Bürgerinnen und Bürger machen die Staatsführung von Emmanuel Macron für die Lage verantwortlich. 61 Prozent bescheinigen dem Präsidenten ein schlechtes Krisenmanagement. Das hat auch viel mit dem Stil des Staatschefs zu tun, seiner präsidialen Selbstüberschätzung. Macron weigerte sich im Januar, auf den Rat der Fachleute zu hören, die vor der Wucht einer dritten Welle im April gewarnt hatten.

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Wütend macht die Menschen, wie sich ihr Präsident im Nachhinein herauszureden versucht. Wider besseres Wissen behauptete er, seine Virologen seien zuerst selber von günstigeren Prognosen ausgegangen; deshalb habe er zweifellos „richtig gehandelt“. Ein Fehlereingeständnis wie von Kanzlerin Angela Merkel kommt für Macron nicht infrage.

Seine Berater verteidigen ihn, verweisen auf strategische Fehler der EU-Kommission oder auf die Schwerfälligkeit des Staatsapparates. Der Politologe Sébastien Leblet fragt dagegen: „Wer trägt in einer quasi-monarchischen Demokratie, in der alle Macht in der Hand eines Einzigen vereinigt ist, die Verantwortung, wenn nicht der Präsident?“ (Stefan Brändle)

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