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Schottische Fußballfans in London: Abstand Fehlanzeige.
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Schottische Fußballfans in London: Abstand Fehlanzeige.

WHO

Corona-Fälle nehmen wieder zu - WHO fürchtet neue Welle durch EM

„Wir müssen diszipliniert bleiben.“ Sonst droht Europa laut WHO eine neue Corona-Welle.

Update Donnerstag, 01.07.2021, 16.05 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation WHO fordert bessere Schutzmaßnahmen rund die Fußball-Europameisterschaft. „Wir müssen viel weiter schauen als nur auf die Stadien“, sagte die Notfall-Beauftragte der WHO Europa, Catherine Smallwood, in Kopenhagen. Auch die Anreise der Fans etwa in Bussen und ihre Feiern in Lokalen müssten in den Blick genommen werden. Auf die Frage, ob die EM ein „Superspreader“-Ereignis sei, antwortete Kluge, dies sei „nicht auszuschließen“.

In den vergangenen Wochen wurden bereits hunderte Corona-Infektionen unter EM-Stadionbesuchern registriert, unter anderem bei Schotten nach ihrer Rückkehr aus London und bei Finnen aus St. Petersburg. Trotz der gegenwärtig starken Ausbreitung der Delta-Variante in den beiden Städten finden das EM-Viertelfinale Schweiz gegen Spanien am Freitag in St. Petersburg und die Halbfinalspiele und das Endspiel in London statt.

Wieder mehr Corona-Fälle in Europa

Erstmeldung: Kopenhagen - Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Europa nimmt nach einem zehnwöchigen Rückgang erstmals wieder zu. Angetrieben von „Reisen, Zusammenkünften und Lockerungen der sozialen Beschränkungen“ sei die Fallzahl vergangene Woche um zehn Prozent gestiegen, sagte Hans Kluge heute bei einer der Pressekonferenz in Kopenhagen. Wie der Regionaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Europa hinzufügte, drohe Europa eine neue Pandemie-Welle, „es sei denn, wir bleiben diszipliniert“.

Länder wie Portugal und Großbritannien haben derzeit mit einer Zunahme der Corona-Neuinfektionen zu kämpfen. Die Entwicklung wird insbesondere auf die Ausbreitung der hochansteckenden Virus-Variante Delta zurückgeführt. In Deutschland sind die Fallzahlen weiterhin rückläufig. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz lag am Donnerstag bei 5,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Allerdings nimmt auch hierzulande der Anteil der Delta-Variante an den Neuinfektionen rapide zu.

Delta-Variante bereitet WHO Sorgen

Delta verdränge die zunächst in Großbritannien festgestellte Coronavirus-Variante Alpha „sehr schnell“, sagte Kluge. Die EU-Krankheitsbekämpfungsbehörde ECDC hatte vergangene Woche prognostiziert, die Delta-Variante könnte bis Ende August 90 Prozent der Corona-Neuinfektionen in Europa ausmachen.

Auch für seinen Zuständigkeitsbereich, der 53 Länder und Gebiete in Europa, aber auch Zentralasien umfasst, rechnet Kluge damit, dass Delta vorherrschend wird. In keinem der Länder sei die Corona-Impfkampagne so weit gediehen, dass sie den notwendigen Schutz vor der Delta-Ausbreitung biete, sagte er.

In der WHO-Region Europa liegt der Anteil der Geimpften an der Bevölkerung seinen Angaben zufolge bei 24 Prozent. Die Hälfte der älteren Menschen und 40 Prozent der Mitarbeiter im Gesundheitssektor seien noch nicht immunisiert worden. „Das ist inakzeptabel und es ist weit weg von der empfohlenen Abdeckung von 80 Prozent der erwachsenen Bevölkerung“, kritisierte Kluge. (red/afp) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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