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Pandemie

Stiko mit Warnung: Impfung bietet nicht allen Schutz vor Corona-Erkrankung

  • VonJan Lucas Frenger
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Manche Menschen bauen trotz einer vollständigen Corona-Impfung kein Immunschutz auf. Die Stiko empfiehlt deshalb die „Kokonstrategie“ im Kampf gegen das Virus.

Berlin – Die Zahl der Geimpften in Deutschland steigt immer weiter – seit Anfang des Monats dürfen sich alle Personen ab 12 Jahren gegen das Coronavirus* impfen lassen. Auch die Inzidenzen sinken in vielen Regionen des Landes – Lockerungen sind mittlerweile keine Seltenheit mehr. Mit den Öffnungen der Gastronomie kehrt rechtzeitig zur Fußball-EM 2021* wieder ein bisschen Normalität zurück. Eine Studie der ständigen Impfkommission des Robert Koch-Instituts in Berlin (Stiko) warnt jetzt jedoch davor, dass manche Menschen trotz vollständiger Impfung eventuell keinen wirksamen Immunschutz gegen das Coronavirus erlangen.

Die (Stiko) geht davon aus, dass manche Menschen trotz vollständiger Impfung gegen das Coronavirus keinen wirksamen Immunschutz aufbauen. Studien hätten gezeigt, dass Corona-Impfungen bei Menschen, deren Immunsystem aufgrund von Medikamenten gebremst wird, weniger gut wirken, sagte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Donnerstag (10.06.2021). Demnach müsse davon ausgegangen werden, dass dies keine Einzelfälle sind.

Trotz vollständiger Impfung kein wirksamer Schutz vor Corona? Studien der Stiko geben Grund zur Sorge. (Symbolbild)

Corona in Deutschland: Teils kein wirksamer Impf-Schutz bei Menschen mit Immunschwächung

Besonders betroffen sind der Studie zufolge etwa Menschen nach einer Organtransplantation oder zum Teil auch Krebspatienten. „Abhängig vom Ausmaß der Immunsuppression und den verwendeten Medikamenten ist die Immunantwort sogar trotz vollständiger Impfung deutlich schlechter oder fällt ganz aus“, sagte Mertens.

Weitere Studien würden derzeit noch durchgeführt. Dabei gehe es laut dem Stiko-Chef vor allem um die Frage, wann diese Menschen erneut gegen Corona geimpft werden sollten. In jedem Fall sollte das Ansteckungsrisiko in ihrem Umfeld durch Impfungen so weit wie möglich verringert werden. "Man nennt das Kokonstrategie", sagte Mertens.

Stiko im Kampf gegen Corona: Kokonstrategie

Am Donnerstag will die Impfkommission die finale Entscheidung über eine mögliche Impfempfehlung für Kinder ab 12 Jahren verkünden. Eine generelle Empfehlung scheint angesichts der jüngsten Aussagen von Kommissions-Chef Mertens allerdings eher unwahrscheinlich* – vielmehr wird vermutet, dass eine Impfempfehlung nur für Kinder mit entsprechenden Vorerkrankungen ausgesprochen wird. (Jan Lucas Frenger mit afp)

Rubriklistenbild: © Fabian Sommer/dpa

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