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Pandemie

Corona in Deutschland: Sinkende Ansteckungszahlen lassen Regeln bröckeln

  • VonJan Lucas Frenger
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Bundesweit werden aufgrund der sinkenden Corona-Inzidenzen verschiedene Regeln gelockert. Was gilt nun in welchem Bundesland? Ein Überblick.

Berlin - Endlich wieder Grund zur Freude: Die Bundesländer verabschieden sich aufgrund der stetig sinkenden Inzidenzen von immer mehr Corona-Regelungen. Bereits am Dienstag (14.06.2021) kündigten mehrere Länder weitreichende Lockerungen an. Die Maskenpflicht im Freien wird aufgehoben, Menschen dürfen sich wieder ohne Beschränkungen treffen, und Maskenvorgaben an Schulen werden weiter gelockert. Auch für alle feierwütigen Menschen da draußen gibt es gute Neuigkeiten. In einigen Bundesländern dürfen Partys in Clubs nach Monaten wieder stattfinden. Da die Lockerungen jedoch von Land zu Land variieren, kann es bisweilen schwerfallen, den Überblick im Lockerungs-Chaos zu behalten.

Die Regierungen in Sachsen-Anhalt und Brandenburg gaben schon am Dienstag den Startschuss für die Rückkehr des Nachtlebens: Tanz-Clubs dürfen demnach mit beschränkter Personenzahl und unter Auflage strengen Hygiene-Auflagen wieder öffnen, sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke von der SPD, nach einer Sitzung seines Kabinetts. „Es darf wieder getanzt werden“, sagte Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) zu den kommenden Corona-Lockerungen.

Corona in Deutschland: „Es darf wieder getanzt werden“

Mehrere Bundesländer beschlossen am Dienstag zudem ein Ende der Maskenpflicht im Freien. In Berlin fällt die Tragepflicht demnach auf belebten Plätzen weg. Darüber hinaus müssen Besucher:innen des Zoos und Tierparks im freien ebenfalls keine Masken mehr tragen. Auch in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und in Rheinland-Pfalz können die Masken bei Aktivitäten unter freiem Himmel künftig in der Tasche bleiben. Tragepflicht gilt nur noch zum Teil – etwa dort, wo dichtes Gedränge herrscht oder wie in Bremen beschlossen, nur noch an Bushaltestellen oder Bahnhöfen.

Derweil entfällt die Corona-Beschränkung für Treffen im Freien teils komplett: So beschloss Sachsen-Anhalt, die bislang geltenden Kontaktbeschränkungen in Kontaktempfehlungen umzuwandeln. In Brandenburg werden sogar sämtliche Kontaktbeschränkungen in der Öffentlichkeit aufgehoben.

Corona: Unterschiedliche Regelungen bei Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln

Unterschiede gibt es derweil noch bei Anwendung der Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln: In Berlin herrscht dort weiterhin eine FFP2-Maske Pflicht – in Nordrhein-Westfalen reicht jedoch schon seit dem vergangenen Wochenende eine herkömmliche OP-Maske. Ähnlich sieht es in Sachsen-Anhalt aus: Auch dort müssen Reisende in Bus und Bahn künftig nur noch eine OP-Maske tragen.

Bundesweit werden aufgrund der sinkenden Corona-Inzidenzen verschiedene Corona-Regeln gelockert – ein Überblick. (Symbolbild)

Für Schulen wurden die Corona-Regelungen in einigen Bundesländern ebenfalls gelockert. In Rheinland-Pfalz und dem Saarland fällt demnach künftig die Maskenpflicht im Unterricht gänzlich weg. Und auch in Sachsen-Anhalt sollen Schüler:innen nur noch auf dem Schulflur einen Mund-Nasen-Schutz aufsetzen. Baden-Württemberg lockert ebenfalls: Keine Maske im Unterricht mehr – zumindest so lange nicht, wie die Corona-Inzidenz unter 35 liegt und es zuletzt keine Corona-Fälle mehr an der Schule gab. In Bayern dürfen Schüler:innen zumindest auf dem Pausenhof und bei Wandertagen künftig ihre Masken wieder ablegen – das teilte die Staatskanzlei München am Dienstag mit.

Coronavirus im Norden Deutschlands: Weiterhin Maskenpflicht im Unterricht

Weniger Glück haben hingegen die Schüler:innen im Norden der Bundesrepublik. Dort herrscht auch in den beiden ersten Wochen noch Maskenpflicht im Unterricht. Dieser Puffer nach den Ferien sei insbesondere in Bezug auf die Urlaubsrückkehrer wichtig, sagte Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien von der CDU. Ähnliche Corona-Pläne existieren demnach auch für Berlin und Brandenburg.

Inmitten all der Euphorie über etwas Normalität im Corona-Alltag, sprach die bayerische Staatsregierung unterdessen am Dienstag eine deutliche Warnung vor der Delta-Variante des Coronavirus aus. Nach Ansicht von Virologen sei diese zuerst in Indien bekanntgewordene Virus-Variante deutlich ansteckender und verursache schwerere Krankheitsverläufe, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann von der CSU. (Jan Lucas Frenger mit dpa)

Rubriklistenbild: © Matthias Bein/dpa

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