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Corona-Krise

Corona in Deutschland: RKI-Chef Wieler sieht Lockdown als einziges „Werkzeug“ gegen dritte Welle

  • Tanja Banner
    VonTanja Banner
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Angesichts der steigenden Corona-Neuinfektionen in Deutschland spricht RKI-Präsident Lothar Wieler das einzige „Werkzeug“ an, das den Anstieg stoppen könne: Ein neuer Lockdown.

  • Die Corona-Zahlen steigen in Deutschland wieder, doch die Osterruhe wird von Angela Merkel abgesagt.
  • Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), sieht als einzigen Ausweg einen „neuen Lockdown für das ganze Land“.
  • Unterdessen gibt Ministerpräsident Tobias Hans bekannt, dass das Saarland nach Ostern aus dem Lockdown aussteigen wird.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland steigt, während das Impfen weiter nur schleppend vorankommt. Nur mit Hilfe eines Lockdowns könne der Anstieg der Corona-Zahlen gebremst werden, betonte der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler. „Wir können diesen Anstieg nicht stoppen, es sei denn mit einem neuen Lockdown für das Land“, erklärte der RKI-Präsident bei einer Online-Veranstaltung der deutschen Botschaft in Washington. „Andere Werkzeuge zur Eindämmung der dritten Welle stünden derzeit nicht zur Verfügung“, so Wieler weiter.

Das RKI geht davon aus, dass rund 80 Prozent der Bevölkerung gegen das Coronavirus immun sein müssen, um eine neue Welle zu stoppen. „Bis das erreicht ist, werden wir nicht sicher sein“, betonte Wieler. Nur Stunden zuvor hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die geplanten Ruhetage am Gründonnerstag und Ostersamstag zurückgenommen. „Die Idee eines Ostershutdowns war mit bester Absicht entworfen worden, denn wir müssen es unbedingt schaffen, die dritte Welle der Pandemie zu bremsen und umzukehren. Dennoch war die Idee der sogenannten Osterruhe ein Fehler“, erklärte Merkel und übernahm die Verantwortung für das Thema.

RKI-Präsident Lothar Wieler sieht einen Lockdown als einziges „Werkzeug“ gegen die dritte Corona-Welle. (Archivbild)

RKI-Präsident Lothar Wieler: Lockdown als einziges Werkzeug gegen die dritte Corona-Welle

Bei der Veranstaltung der deutschen Botschaft zeigte RKI-Chef Wieler Verständnis für „manche Kritik“. Allerdings sollten die Menschen „mehr als froh“ sein, dass es gut ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie Impfungen „schon in so großer Menge“ gebe. Dies sei ein „außerordentlicher wissenschaftlicher Erfolg, der meiner Meinung nach nicht genug wertgeschätzt wird“, so Wieler.

Kurz nachdem RKI-Präsident Lothar Wieler über einen Lockdown als einziges „Werkzeug“ gegen die dritte Welle sprach, verkündete der Ministerpräsident des Saarlands, Tobias Hans (CDU), dass sein Bundesland nach Ostern aus dem Lockdown aussteigt. Das Saarland soll zur Modellregion für die Bekämpfung der Corona-Pandemie werden und ab dem 6. April unter anderem Kinos, Fitnessstudios und die Außengastronomie wieder öffnen. Voraussetzung sei ein tagesaktueller negativer Schnelltest, so Hans.Bislang habe das Bundesland es geschafft, sich von den bundesweit exponentiell steigenden Infektionszahlen abzukoppeln. Seit einem längeren Zeitraum liege die Sieben-Tages-Inzidenz bereits bei rund 70, weswegen die Öffnungen möglich seien. (Tanja Banner mit dpa)

Rubriklistenbild: © Fabian Sommer/dpa

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