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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sitzt am Kabinettstisch im Bundeskanzleramt und schaut angestrengt unter einer Corona-Maske hervor.
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Kämpft gegen die Corona-Krise: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Pandemie

Corona in Deutschland: Schlechte Impfprognosen – Maßnahmen noch bis September?

  • Tobias Utz
    vonTobias Utz
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Regional gibt es bereits zahlreiche Lockerungen, landesweit ist in Deutschland ein Ende der Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie noch nicht absehbar.

Frankfurt/Berlin – Die Impfquote steigt, die Fallzahlen sinken. Die Daten der Corona*-Pandemie entwickeln sich derzeit positiv. Dennoch könnten die anhaltenden Beschränkungen noch bis in den September andauern. Das legt jedenfalls die Einschätzung des Robert Koch-Instituts nahe.

Lothar Wieler, Chef des RKI, betonte am Dienstag (01.06.2021), dass eine 80 prozentige Impfquote erfüllt sein müsse, um über flächendeckende Lockerungen zu diskutieren. Dabei meinte Wieler selbstverständlich vollständige Corona-Impfungen: Aktuell trifft das auf 19,7 % der Bevölkerung in Deutschland zu. Einer Berechnung des Zentralinstituts der kassenärztlichen Versorgung zufolge, lässt sich das Impfquotenziel von 80 % am 12. September erreichen. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Coronapandemie in Deutschland: Wann kann das Impfquotenziel erreicht werden?

In die Studie sind unter anderem Jugendliche ab einem Alter von zwölf Jahren eingeschlossen. Die Europäische Arzneimittelagentur erteilte für den Biontech/Pfizer*-Impfstoff* eine entsprechende Zulassung. Laut der ZI-Analyse könnte sogar der 5. September für die Erreichung des Impfquotenziels möglich sein. Hierfür sei es allerdings nötig, die Empfehlung der Ständigen Impfkommission bezüglich des Einsatzes der Vakzine von Astrazeneca* und Johnson & Johnson* zu ignorieren. Bislang empfiehlt die Stiko diesen lediglich für Menschen ab einem Alter von 60 Jahren.

Ein weiterer Faktor, der die Impfquote vorantreiben könnte, wäre die Zulassung des Curevac*-Impfstoffs. Dem Hersteller fehlt es allerdings an Studiendaten, welche die Europäische Arzneimittelagentur für eine Zulassung einfordert.* Falls, wie von Herstellerseite erhofft, die Zulassung bereits im Juni erfolgen würde, rechnet das ZI sogar mit dem 29. August als Termin.

Corona in Deutschland: Wie hoch ist Impfbereitschaft?

Die Berechnungen des Instituts unterstehen allerdings einer entscheiden Bedingung: der Bereitschaft in der Bevölkerung, sich impfen zu lassen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn* sagte am Mittwoch (02.06.2021), dass er bei 75 % der Bevölkerung diese Bereitschaft sehe. Laut einer aktuellen Umfrage des RKI wollen sich rund 72 % „auf jeden Fall“ impfen lassen. Diese Prognosen reichen allerdings nicht aus, betont das ZI. „Das Ziel des RKI, 80 Prozent zu impfen, ist recht hoch gegriffen“, so Dominik von Stillfried, Vorsitzender Instituts, gegenüber der FAZ. „Die Marke ist wünschenswert, erfordert aber, dass die Impfangebote schnell kommen und dass sie von jedermann einfach in Anspruch genommen werden können“, ergänzt er.

Zwei Möglichkeiten um den Impfprozess zu beschleunigen und das Quotenziel zu erreichen, schlägt der ZI-Vorsitzende vor, im Juni alle verfügbaren Biontech/Pfizer-Impfdosen den Arztpraxen zur Verfügung zu stellen und in Impfzentren terminfreie Impfungen mit Astrazeneca und Johnson & Johnson anzubieten. (tu) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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