Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Pandemie

Sommerferien in Corona-Zeiten: Deutschland lockert Einreiseregeln

Reisen sollen trotz des Coronavirus wieder möglich sein. Für Geimpfte, Genesene und Getestete ändern sich die Regeln. Urlaub in Deutschland bald machbar.

Berlin - Die Einreiseverordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ging am Mittwoch (12.05.2021) durch das Bundeskabinett. Diese stellt vollständig Geimpfte, Genesene und Getestete weitgehend gleich.

Die neue Verordnung soll das Reisen im Sommer in Europa trotz der Corona-Pandemie ermöglichen. Aber auch in Deutschland werden Regeln zum Schutz vor dem Coronavirus zunehmend gelockert. Zwar ist die Corona-Pandemie noch nicht überstanden, eine Tendenz zum Rückgang der Neuinfektionen und 7-Tage-Inzidenz zeichnet sich jedoch ab. Das RKI warnte dennoch, dass die Pandemie noch nicht vorbei sei. Spahn empfahl den Sommerurlaub an der Nordsee statt in der Südsee.

Sommerferien: Für vollständig Geimpfte und Genesene ändert sich einiges

Für Urlaubsrückkehrer und andere Einreisende nach Deutschland gelten von diesem Donnerstag (13.05.2021) an bundesweit einheitliche Corona-Regeln. Für vollständig Geimpfte und Genesene fallen Vorgaben zu Quarantäne und Test-Erfordernissen weg - außer, man kommt aus einem Gebiet mit neuen, ansteckenderen Virusvarianten.

Wann sind Reisen nach Ägypten wieder möglich trotz Corona?

Auch Nicht-Geimpfte können die bisher übliche Quarantäne von zehn Tagen nach Einreise vermeiden, wenn sie aus einem „Risikogebiet“ mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 50 kommen. Dafür muss man belegen, dass man frisch negativ getestet ist. Möglich werden soll das auch durch Hochladen des Nachweises in der digitalen Einreiseanmeldung.

Die Regelung soll auch Reisen im Sommer in Europa trotz des Gefahr des Coronavirus erleichtern. Dies zum Beispiel, wenn geimpfte Eltern zusammen mit nicht-geimpften Kindern reisen. Wie Corona-Reiseländer für deutsche Urlauber eingestuft werden, ist auf der Internetseite des RKI zu lesen. Als „Risikogebiet“ werden Regionen mit mehr als 50 gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen eingestuft.

Corona-News

Alle News rund um Corona finden Sie auf unserer Themenseite.

Coronavirus und Reisen: Diese Regeln gelten für Hochinzidenzgebiete und Virusvariantengebiete

Daneben gibt es „Hochinzidenzgebiete“ ab der Schwelle von 200 sowie „Virusvariantengebiete“ mit neuen Mutationen. Bei der Rückkehr aus Hochinzidenzgebieten soll man die Quarantäne weiterhin frühestens nach fünf Tagen durch einen negativen Test verkürzen können. Rückkehrer aus Virusvariantengebieten müssen weiter für 14 Tage in häusliche Quarantäne gehen, die nicht per Test verkürzt werden kann. Corona-Mutationen wie B.1.1.7., die zuerst in Großbritannien nachgewiesen wurde, und der Variante B.1.6.1.7, die zuerst in Indien nachgewiesen wurde, gelten als ansteckender und gefährlicher als das Ursprungsvirus.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach zeigte sich mit Blick auf den Sommer zuversichtlich, äußerte aber auch Bedenken mit Blick auf den Herbst. „Die Zahlen entwickeln sich sehr positiv. Einem entspannten Sommer mit deutlichen Lockerungen steht nichts mehr entgegen, wenn wir jetzt nicht unvorsichtig werden“, sagte Lauterbach der „Rheinischen Post“. „Um jedoch eine vierte Welle im Herbst zu verhindern, müssen wir Vorkehrungen insbesondere für Reiserückkehrer treffen“, so Lauterbach weiter.

Mindestens 20 Prozent der Bevölkerung würden auf absehbare Zeit ohne Schutz sein, weil sie sich nicht impfen lassen können oder wollen. Deshalb bräuchten wir schon jetzt strenge Tests an den Flughäfen und eine Quarantäne der Reisenden, bis das Testergebnis vorliege für diejenigen, die aus Mutationsgebieten kämen, forderte der SPD-Politiker.

Corona: Reisen in Deutschland - erste Bundesländer lockern in Gastronomie und im Tourismus

Auch viele Bundesländer planen Lockerungen für Regionen, bei denen die Bundesnotbremse von 100 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen nicht mehr greift.

Baden-Württemberg will schon ab Samstag (15.05.2021) in den betroffenen Kreisen die Regeln in der Gastronomie, im Tourismus und in der Freizeit lockern. So soll die Außen- und Innengastronomie zwischen 6.00 Uhr und 21.00 Uhr mit Hygieneauflagen und Testkonzepten wieder öffnen. Geplant ist ferner, dass in den Kreisen mit niedrigen Inzidenzen Hotels und Pensionen wieder öffnen und Ferienwohnungen vermietet werden können.

Karl Lauterbach hat sich mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca impfen lassen.

In Schleswig-Holstein sollen ab Montag (17.05.2021) Corona-Regeln gelockert werden, vor allem im Tourismus und der Gastronomie, bei Kontakten im Freien und in der Freizeit. Niedersachsen öffnet ebenfalls am Montag touristische Übernachtungen und Außengastronomie für Einwohner des Bundeslandes. In weiteren Bundesländern sind Lockerungen zu Pfingsten geplant. Die Sieben-Tages-Inzidenz näherte sich zuletzt bundesweit der Marke von 100, am Mittwoch gab das RKI sie mit 107,8 an. (dpa)

Rubriklistenbild: © Marcel Lauck /dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare