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Nachtschicht in einer Intensivstation in Freiburg: Deutschland hat seit Beginn des Jahres 2021 nach Angaben von Medizinerinnen und Medizinern etwa 4000 Intensivbetten verloren.
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Nachtschicht in einer Intensivstation in Freiburg: Deutschland hat seit Beginn des Jahres 2021 nach Angaben von Medizinerinnen und Medizinern etwa 4000 Intensivbetten verloren. (Archivbild)

Pflegekräfte geben auf

Deutschland verliert tausende Intensivbetten – doch Spahn will Corona-Notlage beenden

  • Kerstin Kesselgruber
    VonKerstin Kesselgruber
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4000 Intensivbetten weniger als im Januar gibt es in Deutschland. Viele Pflegekräfte geben wegen Corona auf. Doch Gesundheitsminister Spahn hält am Ende der Pandemie-Notlage fest.

Berlin – Deutschland hat seit Beginn des Jahres 2021 nach Angaben von Medizinerinnen und Medizinern etwa 4000 Intensivbetten verloren. Grund dafür sei, dass viele Pflegekräfte wegen der Belastungen ihren Beruf beendet oder ihre Arbeitszeit reduziert hätten, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, am Dienstag (26.10.2021) bei „MDR Aktuell“.

Man werde zwar alle Covid-19-Patientinnen und -Patienten versorgen können. „Aber wenn die Zahlen wieder deutlich nach oben gehen, werden wir wieder Operationen absagen. Das ist natürlich nicht das, was wir wollen.“

Corona-Patienten auf Intensivstationen: Lage derzeit bewältigbar

Mit etwa 1600 Covid-19-Patientinnen und -Patienten auf den Intensivstationen sei die Lage derzeit bewältigbar, sagte Marx weiter. Man wisse aber, dass sich Corona im Herbst und Winter wieder ausbreiten wird. Entsprechend rechne man mit einer Zunahme im Winter. „Das macht uns schon Sorge.“ Bereits am Donnerstag (21.10.2021) hatte die Divi mitgeteilt, derzeit seien 22.207 Intensivbetten als betreibbar gemeldet. Zu Jahresbeginn seien es 26.475 gewesen.

Zahl der Intensivbetten
Zu Jahresbeginn26.475
Aktuell22.207
Quelle: Divi

Corona: „Epidemische Lage“ in Deutschland läuft aus

Mit Blick auf das von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angepeilte Auslaufen der Corona-Notlage in Deutschland sagte Marx: „Es gibt schon ein hohes Risiko, dass die Geschwindigkeit der Infektionen sich deutlich erhöhen kann.“ Daher brauche es auf jeden Fall entsprechende Maßnahmen. Diese müssten politisch entschieden werden. Die wichtigsten Maßnahmen, die die Bürgerinnen und Bürger umsetzen könnten, seien nach wie vor „Impfen, Abstand, Hygieneregeln“.

Der Bundestag hatte am 25. August 2021 die sogenannte „epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ für maximal drei weitere Monate verlängert. Dabei hatte es eine heftige Auseinandersetzung zwischen Regierung und Opposition gegeben. Die Pandemie-Notlage gilt damit noch bis zum 24. November. Bundesgesundheitsminister Spahn hatte zuletzt dafür plädiert, die epidemische Lage Ende November auslaufen zu lassen. Im Infektionsschutzgesetz, Paragraf 5, heißt es dazu: „Eine epidemische Lage von nationaler Tragweite liegt vor, wenn eine ernsthafte Gefahr für die öffentliche Gesundheit in der gesamten Bundesrepublik Deutschland besteht.“ Dafür muss die Weltgesundheitsorganisation (WHO) „eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite ausgerufen“ haben und eine „dynamische Ausbreitung einer bedrohlichen übertragbaren Krankheit über mehrere Länder in der Bundesrepublik Deutschland“ drohen oder stattfinden. (kke/dpa)

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