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Corona-Pandemie

Laschet fordert „Brücken-Lockdown“ – Was das für Deutschland bedeuten würde

  • Nico Scheck
    VonNico Scheck
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Der neue CDU-Chef fordert einen harten „Brücken-Lockdown“. Was bedeuten diese Corona-Regeln von Armin Laschet für Deutschland?

+++ 11.22 Uhr: Der von Armin Laschet (CDU) vorgeschlagene „Brücken-Lockdown“ wird nun konkreter. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident erklärte seine Pläne am Dienstagmorgen im Morgenmagazin von ARD und ZDF. Laschet nannte einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen als notwendig. Zudem müsse eine bundesweite Inzidenz von unter 100 als Zielmarke gelten, so der CDU-Chef.

Corona in Deutschland: Was ein „Brücken-Lockdown“ bedeuten würde

Erstmeldung vom Dienstag, 06.04.2021, 10.57 Uhr: Frankfurt/Berlin – Der nächste Knallhart-Lockdown statt Lockerungen? CDU-Chef Armin Laschet hat mit seiner Forderung nach einem sogenannten „Brücken-Lockdown“, passend zur dritten Corona-Welle, einen Tsunami der Reaktionen ausgelöst. Gefallen war der Begriff des neuartigen Lockdown-Szenarios am Ostermontag bei einem Besuch eines Impfzentrums in Aachen.

Laschet verwies dabei auf die steigenden Corona-Fallzahlen und die drohenden Konsequenzen für Deutschland. „Deshalb, glaube ich, brauchen wir einen Brücken-Lockdown. Wir müssen die Brücke hin zu dem Zeitpunkt, an dem viele Menschen geimpft sind, noch einmal bauen“, forderte der CDU-Chef.

Armin Laschet (CDU) hat zuletzt einen „Brücken-Lockdown“ in der Corona-Pandemie gefordert. (Archivfoto)

Corona: Das könnte ein „Brücken-Lockdown“ bedeuten

Damit scheinen mögliche Lockerungen den nächsten Dämpfer zu erhalten. Doch was würde Laschets „Brücken-Lockdown“ für Deutschland im Konkreten bedeuten? Wie die „Tagesschau“ berichtet, sind das die drohenden Maßnahmen:

  • Der Brücken-Lockdown soll gelten, bis mehr Menschen in Deutschland geimpft sind.
  • Die Kontaktbeschränkungen sollen noch weiter verschärft werden. Derzeit dürfen sich zwei Haushalte mit maximal fünf Personen treffen, sofern die 7-Tage-Inzidenz nicht unter 35 liegt.
  • Weiterhin bleiben Ausgangssperren ein Thema.
  • Beim Thema Kitas und Schulen werden keine konkreten Vorgaben genannt. Laut Laschet soll sich Deutschland auf das Notwendige konzentrieren.
  • Was ist mit Lockerungen in Gastronomie, Einzelhandel, Fitnessstudios, Freizeiteinrichtungen, Vereinen und beim Thema Urlaub? All diese Themen spielen beim „Brücken-Lockdown“ keine Rolle.
  • Homeoffice soll durch die Arbeitgeber erleichtert werden. Von einer Pflicht ist keine Rede.
  • Generell fordert Laschet schnellere Entscheidungen der Politik bei den Corona-Regeln. Auch die für den 12. April geplante Ministerpräsidentenkonferenz hätte der CDU-Chef gerne vorgezogen.
  • Zur Dauer des Lockdowns sagte Laschet nur: „Bis viele Menschen geimpft sind.“

Zuletzt hatte bereits SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach einen Kurswechsel im Kampf gegen Corona gefordert. Bis Juli könnten seiner Meinung nach schon 60 Millionen Erstimpfungen vollzogen sein, hatte er gegenüber der „Augsburger Allgemeinen“ erklärt.

Sein Vorschlag: Den Abstand zur Zweitimpfung bei den mRNA-Impfstoffen von Biontech und Moderna von sechs auf zwölf Wochen verlängern. „Wenn wir jetzt unsere Strategie wechseln und auf möglichst viele Erstimpfungen ausrichten, wird kein vierter Lockdown mehr nötig sein“, betonte Lauterbach.

Corona: Armin Laschet erntet Kritik für Forderung nach Brücken-Lockdown

Auch Laschets Brücken-Lockdown zielt auf die Corona-Impfungen ab. Allerdings musste der CDU-Chef direkt Kritik für seinen Vorschlag einstecken. „Es ist, glaube ich, noch sehr viel unklar, was Herr Laschet damit meint“, sagte etwa Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Montag dem „ARD“-Hauptstadtstudio.

Corona-Krise

Alle Neuigkeiten zur Pandemie finden Sie im kompakten Überblick: Corona-News.

Bezüglich einer möglichen Vorziehung der Ministerpräsidentenkonferenz erklärte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke): „Wir können als Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten gerne jederzeit zusammenkommen, aber da muss auch vorher was auf dem Tisch liegen, was wir dann auch wirklich gemeinsam beschließen und vor allem auch alle umsetzen.“ Die „aktuellen Wortmeldungen“ seien „wieder Stückwerk und von Hektik geprägt“, kritisierte er in Richtung Laschet – und dessen Idee des „Brücken-Lockdowns“ in der Corona-Pandemie. (nc)

Rubriklistenbild: © Tobias Schwarz/AFP

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