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Nationale Notlage

Intensivstationen am Limit – Corona-Patienten werden überregional verlegt

  • Ares Abasi
    VonAres Abasi
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Steigende Inzidenzen, überlastete Intensivstationen: Erstmals müssen Corona-Patient:innen überregional verlegt werden.

Berlin – „Wir kommen in eine Situation, in der wir erstmals überregional Patienten verlegen müssen, möglicherweise auch ins benachbarte Ausland“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitag (19.11.2021) in Berlin. Die Lage auf den Intensivstationen der deutschen Krankenhäuser ist wegen den immer weiter ansteigenden Corona-Zahlen kritisch.

„Wir sind in einer schwierigen, vielleicht sogar der schwersten Phase der Pandemie“, ergänzte Spahn. Das „frühzeitige Verlegen“ von Risikopatient:innen sei grundsätzlich wichtig. „Wenn jemand erstmal beatmet wird, ist die Verlegung in ein anderes Krankenhaus oder eine andere Region viel schwieriger“, betonte Spahn.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schließt nicht aus, dass Patienten künftig ins Ausland verlegt werden müssten.

Gesundheitsminister Spahn zur Corona-Lage: „Wir sind in einer nationalen Notlage“

„Es ist zehn nach zwölf“, sagte Spahn. „Wir sind in einer nationalen Notlage, die eine gemeinsame nationale Kraftanstrengung braucht.“ Besonders der Donnerstag sei dafür wichtig gewesen, betonte der CDU-Politiker, so das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Künftig sollen die Bundesländer selbst über ihre Corona-Maßnahmen entscheiden können, denn die epidemische Notlage läuft am 25. November aus. Der Bundestag billigte eine neue Version des Infektionsschutzgesetzes. Künftig soll es zu einer flächendeckenden Einführung von 2G kommen, wenn eine bestimmte Hospitalisierungsrate überschritten wird. Gleichzeitig werde die 3G-Regel im Nah- und Fernverkehr, im innerdeutschen Flugverkehr sowie am Arbeitsplatz gelten. Des Weiteren sieht das Gesetz eine generelle Homeoffice-Pflicht für alle vor, denen das möglich ist.

Chef des Robert-Koch-Instituts: Wegen Corona Intensivstationen am Anschlag

Krankenhaus- und Pflegepersonal solle zur Corona-Impfung verpflichtet werden. Diese Pflicht gilt laut NRW-Regierungschef Hendrik Wüst, dem Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz, bei Kontakt zu besonders gefährdeten Personen. „Alleine mit Impfen und Boostern werden wir das Brechen der Welle, das wir kurzfristig brauchen, nicht mehr erreichen“, betonte Spahn. „Es geht auch um einen Lockdown für Ungeimpfte.“

Eine Fachärztin ist auf der Covid-19 Intensivstation im Städtischen Klinikum Dresden mit der Versorgung eines Corona-Patienten beschäftigt.

Laut Lothar Wieler, der Chef des Robert-Koch-Instituts, sind Kliniken und Intensivstationen in vielen Regionen am Anschlag, so das RND. „Die medizinische Versorgung ist dort zum Teil nicht mehr gewährleistet“, sagte er. Das Krankenhaus Freising verlegte zwei Patienten in der vergangenen Woche aus Bayern nach Südtirol. Wieler rief ebenfalls dazu auf, wenn möglich zu Hause zu bleiben, Großveranstaltungen abzusagen, die Personenzahl bei kleineren Veranstaltungen zu reduzieren und „Hotspots wie schlecht belüftete Bars und Clubs“ zu schließen, so das RND. „Ganz Deutschland ist ein einziger großer Ausbruch. Das ist eine nationale Notlage. Wir müssen jetzt die Notbremse ziehen.“ (Ares Abasi)

Rubriklistenbild: © Robert Michael

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