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Corona in Italien

„Jedes Leben zählt“: Draghi warnt - Zahl der Infektionen steigt trotz Impfungen rasant

  • Marvin Ziegele
    VonMarvin Ziegele
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Die Zahl der Pandemie-Toten in Italien bleibt trotz Impfungen hoch. Die Ansteckungskurve steigt deutlich. Regierungschef Draghi versucht sich trotzdem als Mutmacher.

  • Italien ist schwer von der Corona-Pandemie betroffen.
  • Inzwischen sind dort über 100.000 Menschen an den Folgen einer Covid-19-Infektion gestorben.
  • In einigen Regionen werden die Corona-Beschränkungen nun wieder verschärft.

Rom - Italien hat am Montag offiziell die Schwelle von 100.000 Corona-Toten überschritten. Innerhalb von 24 Stunden starben weitere 318 Menschen nachweislich mit oder an dem Virus. Damit registrierten die Behörden in dem 60-Millionen-Einwohner-Land seit Beginn der Pandemie vor mehr als einem Jahr insgesamt 100.103 Corona-Opfer. 

Italien war von dem Virus Sars-CoV-2 im Frühjahr vergangenen Jahres früher und heftiger als andere Länder in Europa heimgesucht worden. Das Land kämpft gerade gegen wieder deutlich steigende Infektionszahlen.

Der verlassene Markusplatz in Venedig. Italien verzeichnet mehr als 100.000 Corona-Tote.

Italien beklagt über 100.000 Corona-Tote

Regierungschef Mario Draghi bat seine Landsleute am Montag trotzdem um Zuversicht. Wenn die Impfkampagne wie geplant beschleunigt werde, gebe es Anlass, auf Besserung zu vertrauen, sagte der ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) in einer Video-Botschaft. Am 10. März vergangenen Jahres hatte in Italien der erste harte Corona-Lockdown begonnen. „Wir hätten nie gedacht, dass wir uns ein Jahr später einem ähnlichen Notfall gegenüber sehen würden und dass die offizielle Zahl der Todesopfer sich der schrecklichen Schwelle von 100.000 Fällen nähern würde“, sagte Draghi. Er versicherte: „Jedes Leben zählt.“ Der 73-Jährige ist seit Mitte Februar im Amt.

Mit insgesamt 100.103 Todesopfern liegt Italien nach Angaben der Johns Hopkins Universität in den USA weltweit auf Platz sechs hinter Großbritannien. Die meisten Toten haben demnach die USA zu beklagen. Deutschland verzeichnete bisher rund 72.000 Virus-Tote.

Corona-Krise in Italien: Regierung verschärft Beschränkungen

Insgesamt infizierten sich nach der Statistik des Gesundheitsministeriums in Rom rund 3,08 Millionen Menschen in Italien mit dem Virus. Die Infektionslage verschlechtert sich seit mehreren Wochen. Die Anzahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag Ende Februar bei 195 Fällen. Zum Vergleich: In Deutschland lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Montag bei 68.

Die Regierung verschärfte am Montag für mehrere der 20 Regionen die Corona-Beschränkungen. Die Urlaubsregion Kampanien im Süden wurde als drittes Bundesland zur Roten Zone erklärt, in der die Menschen möglichst zu Hause bleiben sollen. Immer mehr Schulen werden wieder geschlossen. Restaurants in stark betroffenen Gebieten dürfen nicht mehr öffnen. Die täglichen Totenzahlen gelten als vergleichsweise hoch. (Marvin Ziegele mit dpa)

Rubriklistenbild: © MARCO BERTORELLO/AFP

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