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Menschen tummeln sich am Wochenende im Schnee: Kann der Corona-Impfstoff sicher verhindern kann, dass Viren sich unbemerkt in den Schleimhäuten von Geimpften tummeln und möglicherweise weitergegeben werden?
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Menschen tummeln sich am Wochenende im Schnee: Kann der Corona-Impfstoff sicher verhindern kann, dass Viren sich unbemerkt in den Schleimhäuten von Geimpften tummeln und möglicherweise weitergegeben werden?

Coronavirus

Astrazeneca: Corona-Impfstoff soll vor Erkrankung und Ansteckung schützen

  • Pamela Dörhöfer
    vonPamela Dörhöfer
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Der Konzern Astrazeneca erhofft sich von seinem Corona-Impfstoff das Potenzial die Gefahr der Virenübertragung zu senken.

  • Der Konzern Astrazeneca teilt mit, dass sein Corona-Impfstoff nicht nur vor einer Erkrankung schützt, sondern auch weniger ansteckend macht.
  • Ergebnisse für den Impfstoff von Biontech/Pfizer werden demnächst erwartet.
  • Wissenschaftler:innen vermuten, dass ein Impfstoff die Ansteckung nicht komplett verhindern kann.

Cambridge – Menschen, die mit dem Vakzin von Astrazeneca gegen Covid-19 geimpft werden, sollen nicht nur selbst vor einer schweren Erkrankung geschützt sein, sondern auch das Coronavirus nicht mehr so häufig weitergeben wie nicht Geimpfte. In einer Pressemitteilung schreibt das schwedisch-britische Unternehmen, sein Vakzin habe das Potenzial, die „asymptomatische Transmission“ des Virus zu „reduzieren“. So soll sich der Anteil der positiven PCR-Testergebnisse um 67 Prozent nach der ersten Dosis und um 50 Prozent nach der zweiten Dosis reduziert haben.

Das Forschungsteam hatte für seine Analyse wöchentlich Proben von Freiwilligen aus den Reihen der Studienteilnehmer:innen aus Großbritannien genommen. Was genau unter diesen Werten zu verstehen ist und wie sie zu deuten sind, wird allerdings nicht erläutert. Unabhängig davon: 67 Prozent Reduzierung sind deutlich, aber weit weg von 100 Prozent.

Ergebnisse zu Corona-Impfstoff von Biontech-Pfizer erwartet

Ugur Sahin, Chef des Mainzer Unternehmens Biontech, das zusammen mit dem US-Pharmakonzern Pfizer ebenfalls einen Impfstoff gegen Covid-19 auf den Markt gebracht hat, sagte am Mittwochabend bei einer Online-Gastvorlesung an der Universität Frankfurt, er erwarte im Laufe des Monats Ergebnisse, inwieweit sein Vakzin zu einer sterilen Immunität führe. Beide Vakzine sind nur bedingt vergleichbar, da sie auf unterschiedliche Technologien setzen: das von Astrazeneca arbeitet mit einem Vektorvirus als Transporter für die DNA des Sars-CoV-2-Proteins, das von Biontech/Pfizer verwendet RNA für die genetische Information und hüllt sie in einen Lipidmantel.

Die sterile Immunität ist deshalb von Relevanz, weil nur sie sicher verhindern kann, dass Viren sich unbemerkt in den Schleimhäuten von Geimpften tummeln und möglicherweise weitergegeben werden. Die Frage nach der Übertragbarkeit trotz Impfung ist daher auch ein zentraler Punkt in der Diskussion um die Rückkehr zu normalen Freiheiten für Geimpfte.

In Studien zur Impfung ging es darum, Corona-Erkrankungen zu verhindern

In den Studien vor der Zulassung der Vakzine war die sterile Immunität nicht als Zielpunkt untersucht worden, dort ging es nur um das Verhindern von Covid-19-Erkrankungen – die aber nicht unbedingt gleichbedeutend mit einer Infektion sind. Denn man kann das Coronavirus in sich tragen, ohne selbst Krankheitssymptome zu entwickeln.

Eine sterile Immunität nach der Impfung ist keine Selbstverständlichkeit, weil sich die Immunantwort auf Injektionen in den Oberarmmuskel nicht zwangsläufig auch auf die Schleimhäute im Nasen- und Rachenraum erstreckt. Genau dort aber spielt sich die Übertragung eines Erregers der Atemwegsinfekte auslöst, ab. Eine in der Wissenschaft verbreitete Vermutung lautet, dass eine Impfung die Zahl der Viren in den oberen Atemwegen zwar stark eindämmen, aber nicht ganz auf null bringen kann. (Pamela Dörhöfer)

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