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Coronavirus- Spahn Pressekonferenz
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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: Nach einer Impfung gegen das Coronavirus sollen Geimpfte wieder mehr Freiheiten erhalten.

Impfung

Corona-Pandemie: Jens Spahn und Karl Lauterbach wollen mehr Freiheiten für Geimpfte

  • Friederike Meier
    VonFriederike Meier
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Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach unterstützt Jens Spahns Vorschlag, gegen Corona Geimpften mehr Freiheiten zu geben. Doch es gibt auch Kritik.

Berlin – Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach unterstützt den Vorschlag von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), gegen Corona Geimpften mehr Freiheiten zurückzugeben. „Ich unterstütze diesen Vorschlag, weil es sich gezeigt hat, dass Geimpfte sich nur noch selten anstecken und sie wahrscheinlich bei Ansteckung nicht mehr ansteckend für andere sind“, sagte Lauterbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Dies solle jedoch erst nach der zweiten Impfung gelten.

„Natürlich müssen, wenn die wissenschaftlichen Daten die Unbedenklichkeit bestätigen, Geimpfte alle Rechte wieder in Anspruch nehmen können“, sagte auch Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Sonntag.

FDP-Politiker bezeichnet Jens Spahns Vorschlang in Corona-Pandemie als „schöne Osteroffenbarung“

Zustimmung kam auch von der FDP: Der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Marco Buschmann, schrieb auf Twitter: „Wenn feststeht, dass von einem Menschen weder für sich noch für andere eine Gefahr ausgeht, dann hat der Staat kein Recht, seine Freiheit einzuschränken.“ Wenn Spahn und Lauterbach das jetzt auch so sähen, dann sei das „doch eine schöne Osteroffenbarung“.

AfD-Fraktionschefin Alice Weidel kritisierte dagegen, was als „mehr Freiheiten für Geimpfte“ verkauft werde, sei nichts anderes als eine Stigmatisierung derer, die noch nicht geimpft seien oder sich nicht impfen lassen wollen. Es dürfe keine Impfpflicht durch die Hintertür geben. Die AfD fordere, alle Grundrechtseinschränkungen unverzüglich für alle Bürger aufzuheben.

Corona-Pandemie: Jens Spahn stellt Freiheiten nach der dritten Welle in Aussicht

Geimpfte sollen nach den Plänen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bald Freiheiten zurückbekommen. Für sie soll die Test- und Quarantänepflicht zügig aufgehoben werden. Spahn sagte der „Bild am Sonntag“: „Wer vollständig geimpft wurde, kann in Zukunft wie jemand behandelt werden, der negativ getestet wurde.“

Wenn die dritte Welle der Corona-Pandemie gebrochen sei und weitere auf Schnelltests beruhende Öffnungsschritte wie beim Einzelhandel gegangen würden, komme diese Grundsatzentscheidung zum Tragen. „Wer geimpft ist, kann ohne weiteren Test ins Geschäft oder zum Friseur. 

Patientenschützer kritisiert Jens Spahn: Wann ist dritte Corona-Welle genau vorbei?

In der aktuellen Phase der Pandemie werden allerdings auch für Geimpfte Corona-Regeln wie Abstand, Hygiene und Schutzmasken gelten. „Denn sowohl der tagesaktuelle Test als auch die vollständige Impfung reduzieren das Infektionsrisiko zwar deutlich, aber sie geben keine hundertprozentige Sicherheit davor, andere zu infizieren“, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, bemängelte, Spahn sage nicht, bei welchem Inzidenzwert die dritte Welle vorbei sei. Unklar sei zudem, wie sich Geimpfte künftig ausweisen sollen. „Die österliche Botschaft des Bundesgesundheitsministers von mehr Freiheiten löst sich bei genauem Hinschauen schnell in Rauch auf“, sagte Brysch der Deutschen Presse-Agentur. (Friederike Meier, dpa, KNA)

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