Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

RKI-Chef Lothar Wieler zusammen mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf einer Pressekonferenz zur aktuellen Lage in der Corona-Pandemie.
+
RKI-Chef Lothar Wieler zusammen mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf einer Pressekonferenz zur aktuellen Lage in der Corona-Pandemie.

Ein Jahr Corona-Pandemie

Corona-Krise: RKI-Chef Lothar Wieler überzeugt – „Dritte Welle hat begonnen“

  • Marvin Ziegele
    VonMarvin Ziegele
    schließen

Am 11.03.2020 wurde die globale Corona-Krise zur Pandemie erklärt. RKI-Chef Wieler findet deutliche Worte zur aktuellen Lage.

  • Vor einem Jahr wurde der Ausbruch des Coronavirus zur Pandemie erklärt.
  • Lothar Wieler, Chef des Robert Koch-Instituts, spricht von einer „dritten Welle“.
  • Er sei wegen der aktuellen Lage „sehr besorgt“.

Berlin – Ein Jahr nach der Erklärung einer Pandemie durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in Deutschland nach Überzeugung des Robert Koch-Instituts die dritte Corona-Welle begonnen. „Wir haben ganz klare Anzeichen dafür: In Deutschland hat die dritte Welle schon begonnen“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler im Gespräch mit der UN-Journalistenvereinigung (ACANU) in Genf. „Ich bin sehr besorgt.“

Die strikte Anwendung von Schutzmaßnahmen wie Maske tragen und Abstand halten sei trotz Impfungen weiter dringend nötig. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Donnerstag (11.03.2021) im Vergleich zum Vortag einen deutlichen Anstieg der Corona-Neuinfektionen. Auch die Zahl der Todesfälle steigt wieder an.

Coronavirus: Ein Wettlauf gegen die Mutanten

Die Impfkampagne sei ein Wettlauf gegen das mutierende Coronavirus. Die Ziellinie sei aber in Sicht: Wenn es keine Unterbrechungen wegen Produktionsausfällen oder aus anderen Gründen gebe, könnten bis Herbst 80 Prozent der Bevölkerung immun gegen das Coronavirus seien. „Wenn das der Fall ist, können alle Maßnahmen aufgehoben werden“, sagte Wieler. Er geht davon aus, dass nach den ersten Impfrunden Auffrischungen nötig sind - in welchen Abständen, sei bislang unklar.

Die WHO hatte den Ausbruch des Coronavirus am 11. März 2020 zur Pandemie erklärt. Zu dem Zeitpunkt waren weltweit 118.000 Infektionen gemeldet und knapp 4.300 Menschen nach einer Infektion gestorben. Ein Jahr später sind es nach der WHO-Statistik fast 120 Millionen gemeldete Infektionen weltweit und gut 2,6 Millionen Todesfälle.

Coronavirus: Ungleiche Verteilung der Impfstoffe

Die größte Sorge der WHO ist die ungleiche Verteilung der Impfstoffe. Wenn das Coronavirus sich in einigen Weltregionen ungehindert ausbreitet, kann es mutieren und die Varianten könnten wieder für die ganze Welt zur Bedrohung werden, warnt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus ständig. Da reiche Länder direkte Verträge mit den Impfstofffirmen gemacht haben, sind weniger Dosen für die solidarische Impfinitiative Covax auf dem Markt erhältlich.

In der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf scheiterte am Mittwoch im achten Anlauf die Forderung von mehr als 100 Ländern, die Patente auf Corona-Impfstoffe vorübergehend auszusetzen, um die Produktion anzukurbeln. Wohlhabende Länder und Pharmaindustrie sagen, alle Produktionskapazitäten würden schon über Lizenzvereinbarungen genutzt. Dem widersprach der indische Botschafter. Reiche Länder blockierten den Vorstoß aber weiter, die nächsten Gespräche finden Mitte April statt. (marv/dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare