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Eine Studie in der besonders stark betroffenen Gemeinde Gangelt, mit 1000 Teilnehmern, soll neue Erkenntnisse darüber bringen, wie das Virus Sars-CoV-2 übertragen wird.

Studie

Wie genau steckt man sich mit dem Coronavirus an?

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Virologen erhoffen sich Aufklärung durch eine Studie, die jetzt im Kreis Heinsberg angelaufen ist.

Heinsberg in Nordrhein-Westfalen war in Deutschland der erste Brennpunkt der Covid-19-Epidemie. Mit Vorlauf bildet der Landkreis das Infektionsgeschehen im Kleinen ab – und genau deshalb wird der dortige Verlauf der Epidemie nun zum Gegenstand einer Studie, die in dieser Woche gestartet ist. Die Leitung hat Hendrick Streeck, Direktor des Instituts für Virologie an der Universitätsklinik Bonn. Die Teilnehmer sind 1000 Menschen aus der besonders stark betroffenen Gemeinde Gangelt. Sie sollen Speichel liefern, Abstriche und Blutproben nehmen lassen sowie Fragebogen ausfüllen, in dem sie unter anderem Auskünfte zu Vorerkrankungen, Aktivitäten vor der Ansteckung oder Kontakten zu Tieren geben.

Coronavirus: Auf welchen Wegen wird das Virus übertragen? 

Bei der „Covid-19 Case-Cluster-Study“ geht es unter anderem darum, herauszufinden, auf welchen Wegen das Virus Sars-CoV-2 übertragen wurde und wie hoch die Dunkelziffer der inzwischen Infizierten ist. Daraus wollen die Wissenschaftler dann auch Rückschlüsse ziehen, wie hoch der Grad der Durchseuchung ist und welche Schritte am wirksamsten sein dürften, um das Virus einzudämmen.

Genau bestimmen lässt sich der Ausgangspunkt der Verbreitung in Heinsberg: eine Karnevalsfeier am 14. Februar. Die Studie soll klären, wie viele Menschen im Kreis sich seither infiziert, welche Verhaltensweisen zu Ansteckungen geführt, aber auch, welche davor geschützt haben. Weiter erhofft man sich, endlich klären zu können, ob es für das Virus noch andere Übertragungswege als die Tröpfcheninfektion gibt, bei der über Husten, Niesen oder feuchte Aussprache kleinste kontaminierte Partikel von einem Menschen zu anderen wandern können.

Das Virus auf den Oberflächen 

So will das Team um Hendrick Streeck herausfinden, ob man sich auch über Oberflächen wie Türgriffe oder Einkaufswagen, über Lebensmittel, Geld, Wasser und die gemeinsame Nutzung sanitärer Anlagen anstecken kann. Bislang lässt sich das nicht genau sagen. Erste Ergebnisse der Studie werden bereits Ende nächster Woche erwartet.

Von Pamela Dörhöfer

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