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100-jähriger Brite

Corona-Held „Captain Tom“ stirbt nach Infektion – Selbst Joe Biden reagiert

Der 100-jährige „Captain Tom“ ist in der Pandemie zum Symbol von Solidarität geworden. Nun stirbt er nach einer Corona-Infektion – die Welt trauert.

  • Der Veteran „Captain“ Tom Moore sammelt 2020 über 30 Millionen Pfund für das britische Gesundheitssystem.
  • Moore wird daraufhin von Queen Elizabeth II. zum Ritter geschlagen.
  • Der 100-Jährige erkrankt selbst an Corona und stirbt – die Welt trauert um den Helden.

+++ 22.30 Uhr: Die Nachricht des Todes von Tom Moore hat in Großbritannien und der Welt für Bestürzung gesorgt. Die Queen brauchte nur wenige Minuten, bis sie ihre Trauer ausdrückte. Sie habe eine private Nachricht an Moores Familie geschrieben und es sehr genossen, Moore im vergangenen Jahr in Windsor kennenzulernen, hieß es auf Twitter vom Königshaus.

Captain Sir Tom Moore war im wahrsten Sinne des Wortes ein Held“, twitterte Premierminister Boris Johnson. Schon im Zweiten Weltkrieg habe Moore für die Freiheit gekämpft und in der dunkelsten Krise der Nachkriegszeit alle vereint und aufgemuntert. Am Regierungssitz in der Downing Street wehte der Union Jack in Gedenken an Moore auf halbmast. In der Hauptstadt wurden Wahrzeichen wie das Riesenrad London Eye oder das Wembley-Stadion in den Nationalfarben beleuchtet, vor Moores Haus legten Menschen Blumen nieder und brachten Dankesbilder an.

Eine Frau auf dem Piccadilly Circus in London spielt Geige während einer Gedenkfeier für Tom Moore.

Selbst das Weiße Haus kondolierte nach dem Ableben des Corona-Helden. „Wir schließen uns dem Vereinigten Königreich und der Welt an, das Andenken an Captain Sir Tom Moore zu ehren, der Millionen mit seinem Leben und seinen Handlungen inspiriert hat“, hieß es in einem Tweet aus dem Amtssitz von US-Präsident kondolierte .

Nach Corona-Infektion – „Captain“ Tom Moore ist tot

Update vom Dienstag, 02.02.2021, 17.20 Uhr: Der 100 Jahre alte britische Rekordspendensammler Tom Moore („Captain Tom“) ist tot. Das teilten seine Töchter Hannah und Lucy am Dienstag in einem Statement mit. Er hatte sich zuvor mit dem Coronavirus infiziert. Wegen Medikamenten, die er zur Behandlung einer Lungenentzündung erhalten hatte, war Moore nicht gegen Covid-19 geimpft worden.

Der 100 Jahre alte Veteran aus dem Zweiten Weltkrieg hatte im vergangenen Jahr mit einem Spendenlauf knapp 32,8 Millionen britische Pfund (etwa 37 Millionen Euro) für den Nationalen Gesundheitsdienst „NHS“ in der Corona-Pandemie gesammelt und hatte damit weltweite Berühmtheit erlangt. 

In Großbritannien ein Idol: Rekordspendensammler „Captain“ Tom Moore. Nun ist der 100-Jährige nach einer Corona-Infektion gestorben. (Archivfoto)

Er war dafür 100 Runden mit seinem Rollator durch seinen Hinterhof marschiert. Moore schaffte damit sogar einen neuen Guinness-Weltrekord für die höchste Summe, die bei einem Spendenlauf je zusammenkam.

Update vom Montag, 01.02.2021, 15.55 Uhr: Ganz Großbritannien sorgt sich um Captain Tom. „Meine Gedanken sind sehr mit Captain Tom Moore und seiner Familie. Sie haben die ganze Nation inspiriert und ich weiß, dass wir Ihnen alle eine vollständige Genesung wünschen“, twitterte Premierminister Boris Johnson. „Hoffe auf eine schnelle Genesung und darauf, Captain Tom bald wieder bei seiner Familie zu sehen“, schrieb Londons Bürgermeister Sadiq Khan ebenfalls auf Twitter. Auch etliche andere Fans des 100-Jährigen, der im vergangenen Jahr auch weit über Großbritannien hinaus bekannt geworden war, äußerten in den sozialen Medien ihr Mitgefühl.

Tom Moore liegt nach einer Corona-Infektion im Krankenhaus. Eine Impfung gegen Covid-19 habe Moore nicht erhalten, berichtete die BBC unter Berufung auf eine Sprecherin des 100-Jährigen. Grund dafür seien die Medikamente gewesen, die er zur Behandlung seiner Lungenentzündung erhalten habe.

Der Veteran aus dem Zweiten Weltkrieg hatte im vergangenen Jahr mit einem Spendenlauf knapp 32,8 Millionen britische Pfund (etwa 37 Millionen Euro) für den Nationalen Gesundheitsdienst NHS in der Corona-Pandemie gesammelt. Zu seinem 100. Geburtstag im April 2020 hatte Captain Tom Moore etwa 125.000 Glückwunschkarten aus Großbritannien und der ganzen Welt erhalten. Über sein Haus in dem beschaulichen Örtchen Marston Moretaine in der Grafschaft Bedfordshire donnerten damals zu seinen Ehren Kampfflugzeuge aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs.

Tom Moore ist seit Sommer auch Ritter.

100-jährigee Rekordspendensammler Tom „Captain Tom“ Moore schwer an Corona erkrankt

Update vom Sonntag, 31. Januar 2021, 19:40 Uhr: Der inzwischen 100-jährige britische Rekordspendensammler Tom „Captain Tom“ Moore ist schwer an Corona erkrankt. Wie seine Tochter Hannah auf Twitter bekanntgab, liegt ihr Vater auf der Intensivstation und muss künstlich beatmet werden: „Bis heute war er bei uns zu Hause, bis er zusätzliche Hilfe beim Atmen brauchte.“

Moore drehte im Vorjahr mit seinem Rollator 100 Runden im Garten seines Pflegeheims, um auf die Not des staatlichen Gesundheitssystems National Health Service (NHS) und von dessen Angestellten aufmerksam machen. Insgesamt wollte er so 1.000 britische Pfund (rund 1.130 Euro) sammeln. Durch die mediale Aufmerksamkeit, die seine Aktion erhielt, wurden es letztlich mehr als 30 Millionen britische Pfund, Tom Moore wurde daraufhin von Queen Elizabeth II. zum Ritter geschlagen.

Fast 100-jähriger Brite „Captain“ Tom Moore sammelt mit Gartenrunden Millionen-Spenden

Erstmeldung vom 03.06.2020, 14:46 Uhr: Eigentlich wollte der britische Veteran Tom Moore 1000 Pfund für den Gesundheitsdienst sammeln – doch inzwischen sind es bereits mehrere Millionen.

Marston Moretaine - Ein 99-jähriger Brite hat fast 100 Runden mit dem Rollator durch seinen Garten geschafft und so eine Millionenspende für den staatlichen Gesundheitsdienst NHS gesammelt. Kriegsveteran Tom Moore brachte bis Mittwochmittag über eine Spendenseite im Internet schon weit mehr als fünf Millionen Pfund (umgerechnet über sechs Millionen Euro) aus aller Welt zusammen. 

Ursprünglich wollte er sein Ziel bis zu seinem 100. Geburtstag Ende April erreichen – doch er dürfte seinen Plan nach Angaben britischer Medien voraussichtlich schon an diesem Donnerstag umgesetzt haben. Eigentlich hatte der Senior mit nur 1000 Pfund an Spenden gerechnet. „Wow - ich bin sprachlos“, teilte der 99-Jährige bei Twitter mit, nachdem die 5-Millionen-Pfund-Marke geknackt war. 

„Captain Tom“ war in Indien und Burma im Einsatz

Er bedankt sich mit seiner Aktion bei den „wunderbaren“ NHS-Mitarbeitern, die ihm bei der Behandlung seines Hautkrebses und einer gebrochenen Hüfte geholfen haben. Jede Runde in seinem Garten in Marston Moretaine nahe Cambridge hat einen Länge von 25 Metern.

„Wenn man bedenkt, für wen das (Geld) ist – für all die mutigen und hervorragenden Ärzte und Krankenpfleger, die wir haben - sie haben jeden Penny verdient“, sagte Moore dem Sender BBC. Er wird „Captain Tom“ genannt und war einst in Indien und Burma im Einsatz. 

Es werden wieder bessere Zeiten kommen, wie der Senior in Anspielung auf die Corona-Pandemie weiter sagte. „Lasst uns alle weitermachen.“ Die Spenden sollen unter anderem in Ruheräume für NHS-Mitarbeiter sowie für die Unterstützung von gerade aus Kliniken entlassenen Patienten durch Gemeindegruppen eingesetzt werden. (dpa)

Rubriklistenbild: © Aaron Chown/dpa

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