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Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro nimmt an einer Motorradrallye teil - ohne Mund-Nasen-Schutz.
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Am Wochenende (07. und 08.08.2021) war Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro bei verschiedenen Motorradrallyes ohne Maske unterwegs.

Brasilianischer Präsident

Bolsonaro ignoriert erneut Corona-Regel

  • Ute Fiedler
    VonUte Fiedler
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Bereits im Juni sind gegen Jair Bolsonaro Geldstrafen verhängt worden. Jetzt ist Brasiliens Präsident wieder ohne Schutz gegen das Coronavirus unterwegs.

Brasilia – Mehr als 20 Millionen Menschen haben sich in Brasilien bislang mit dem Coronavirus infiziert. Im März und April war in dem 210 Millionen Einwohner:innen zählenden Land das Gesundheitssystem zusammengebrochen, Massengräber wurden ausgehoben. Mehr Tote durch die Corona-Pandemie gibt es nur in den USA. Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro verharmlost das Coronavirus und seine verheerenden Folgen weiter und legt sich dafür auch mit der Justiz an.

Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, hatte Jair Bolsonaro am Samstag und Sonntag (07./08.08.2021) erneut Motorradrundfahrten mit zahlreichen Anhänger:innen veranstaltet – ohne Maske. Die Rallyeteilnehmer:innen, die ebenfalls zum größten Teil keinen Mund-Nasen-Schutz trugen, waren am Samstag in Florianópolis unterwegs, wo Bolsonaro Kontakt mit seinen Fans suchte und sich auch inmitten der Menschenmengen zeigte. Am Sonntag waren der brasilianische Präsident und seine Anhänger:innen in Brasiliens Hauptstadt Brasilia und Umgebung unterwegs.

Brasilien: Präsident Bolsonaro verharmlost Coronavirus weiterhin

Die Teilnahme an einer Rallye ohne Maske zeigt einmal mehr, wie wenig sich Bolsonaro um das Coronavirus und seine Auswirkungen auf die Bevölkerungen schert. Bereits im Juni und Mai hatte der brasilianische Präsident an einer großen Motorradrallye und einer Veranstaltung ohne Maske teilgenommen und musste daraufhin eine Geldstrafe von rund 90 Euro zahlen.  

Dies sind nicht die einzigen Verfahren, mit denen sich Bolsonaro in den vergangenen Wochen und Monaten konfrontiert sieht. Zuletzt hatten das Oberste Wahlgericht Brasiliens und der Oberste Gerichtshof Ermittlungen gegen den brasilianischen Präsidenten aufgenommen, nachdem er einmal mehr öffentlich das Wahlsystem Brasiliens in Zweifel gezogen hatte.

Gegen Bolsonaro ermitteln verschiedene Gerichte in Brasilien

Auch nach der Rallye in Florianópolis am Samstag hatte er laut dpa erneut die Umstellung von der elektronischen Stimmabgabe auf den Gebrauch von Papier-Stimmzetteln gefordert. So wolle er für „saubere“ Wahlen sorgen.

Im Oktober 2022 stehen in Brasilien Präsidenten- und Parlamentswahlen an. Dann will Bolsonaro gegen den ehemaligen brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva antreten. Bereits jetzt bereitet Jair Bolsonaro durch Manipulations-Vorwürfe seine Wähler:innen auf eine mögliche Niederlage vor. Und folgt somit der Taktik des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Dessen Anhänger:innen gehen auch Monate nach der verlorenen Wahl gegen Joe Biden davon aus, dass Trump um seinen Sieg betrogen wurde.

Darüber hinaus stehen Vorwürfe gegen Bolsonaro wegen Korruption, Betrug und Missbrauch der Medien im Raum. Immer wieder kommt es zu Protesten von tausenden Menschen gegen ihn. Aktuellen Umfragen zufolge liegt Lula in der Gunst der Wähler:innen vorne .(uf/dpa)

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