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Autoimmunkrankheiten

Hilfe nicht nur gegen Corona: mRNA-Technologie von Biontech birgt Hoffnung für Kampf gegen Multiple Sklerose

  • Daniel Seeger
    vonDaniel Seeger
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Die Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose (MS) gilt bislang als unheilbar. Eine Studie der Biontech-Gründer Uğur Şahin und Özlem Türeci zeigt nun Vielversprechendes.

  • Die Krankheit Multiple Sklerose lässt sich bislang nicht vollständig stoppen.
  • Ein Forscherteam um die Biontech-Gründer Uğur Şahin und Özlem Türeci macht eine vielversprechende Entdeckung.
  • Ein mRNA-Impfstoff könnte der Schlüssel sein, um Autoimmunerkrankungen aufzuhalten.

Mainz - Das Mainzer Unternehmen Biontech ist eine der führenden Biotechnologie-Firmen bei der Entwicklung von Impfstoffen gegen das Coronavirus. Die von Biontech eingesetzte mRNA-Technologie birgt aber noch großes Potenzial. Wie der Tagesspiegel berichtet, könnte die Technologie auch dazu eingesetzt werden, Autoimmunkrankheiten zu therapieren.

Impfung mit mRNA: Gründer von Biontech zeigen Potenzial der Technologie

In einer Studie in der Fachzeitschrift Science beschreiben die Gründer von Biontech, Uğur Şahin und Özlem Türeci, zusammen mit einigen anderen Wissenschaftlern, dass mRNA das Immunsystem so umprogrammieren kann, dass Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose (MS) künftig gestoppt werden könnten. Bei Mäusen ist dem Forschungsteam das nun gelungen.

Impfung mit mRNA: Autoimmunerkrankung MS richtet sich gegen eigenen Körper

Das Immunsystem von Menschen, die an Multipler Sklerose erkrankt sind, richtet sich gegen den eigenen Körper. Ein gesundes Immunsystem sollte eigentlich gegen Krankheitserreger und Tumorzellen vorgehen. Bei MS-Erkrankten greifen die Immunzellen jedoch die Hüllen von eigenen Nervenfasern an.

Multiple Sklerose verläuft zwar in den meisten Fällen nicht tödlich, durch die schleichend oder schubartig verlaufende Krankheit leiden viele Betroffene aber unter verschiedensten neurologischen Symptomen. Im schlimmsten Fall hat eine Erkrankung schwere körperliche Behinderungen zur Folge. Multiple Sklerose gilt neben Epilepsie als eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen.

Bisherige Therapien konnten MS nur ausbremsen - mRNA-Impfstoff könnte das ändern

Ein wie von Biontech entwickelter mRNA-Impfstoff könnte auch dazu beitragen, Autoimmunerkrankungen zu stoppen. (Symbolbild)

Bisherige Therapien konnten den Verlauf der Krankheit nur verlangsamen. Eine Korrektur der fehlgeleiteten Immunreaktion ist bislang nicht möglich. Laut Tagesspiegel könnte die von Biontech-Gründer Şahin und seinen Kolleg:innen beschriebene Impfung mit Pseudo-mRNA dafür sorgen, dass die körpereigenen T-Zellen wieder fit werden. Die sind dafür verantwortlich, dass die bei einer Immunreaktion überschießenden Abwehrzellen in Schach gehalten werden und verhindern so Autoimmunerkrankungen.

Impfung mit mRNA: Preiswerte Therapie, nicht nur gegen das Coronavirus

Ein entscheidender Vorteil ist zudem, dass die Produktion von Pseudo-mRNA relativ preiswert und schnell ist. Impfungen könnten sogar für in einer individuell für einzelne Patient:innen angepassten Form hergestellt werden. Medikamente, die den Krankheitsverlauf von Multipler Sklerose ausbremsen, sind oftmals relativ teuer.

Wann tatsächlich eine Impfung für Menschen gegen Multiple Sklerose vorliegen könnte, ist derzeit nicht absehbar. Die Forschung auf diesem Gebiet hat noch einen langen Weg vor sich. (Daniel Seeger)

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

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