Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

SPD-Gesundheitspolitiker Lauterbach (re.) und RKI-Chef Wieler.
+
Sieht die vorzeitigen Schulöffnungen in NRW kritisch: Karl Lauterbach, Gesundheitsexperte der SPD.

Nach Corona-Gipfel

Karl Lauterbach zu Schulöffnungen: „Wird nicht gut gehen“

  • Nico Scheck
    vonNico Scheck
    schließen

Ab dem 22. Februar sollen die Schulen in NRW Stück für Stück wieder öffnen. Mediziner Karl Lauterbach sieht den Beschluss kritisch - und warnt vor den Folgen.

  • Bund und Länder haben sich beim Corona-Gipfel auf eine Lockdown-Verlängerung in Deutschland bis 7. März geeinigt.
  • Schulöffnungen werden allerdings wieder zur Ländersache, NRW prescht vor.
  • SPD-Politiker Karl Lauterbach hält das aus einem Grund für keine gute Idee.

Berlin - Der Lockdown in Deutschland bleibt bis mindestens zum 7. März bestehen. Das geht aus den neuen Corona-Beschlüssen vom Mittwoch hervor. Erstmals seit Monaten haben sich jedoch die Länder mit ihrem Bestreben, mehr Eigenverantwortlichkeit zu tragen, gegen Angela Merkel durchgesetzt. Gemeint sind vor allem die vorzeitigen Schulöffnungen, die jetzt Ländersache sind.

Prompt kündigte ausgerechnet Merkels CDU-Kollege Armin Laschet noch am Mittwochabend an, die Schulen in NRW wieder „schrittweise“ zu öffnen. Denn: „Wir haben immer gesagt, Priorität haben die Kinder.“ Konkret sollen ab 22. Februar wieder einige Schulen dazu übergehen, Präsenzunterricht anzubieten. Kritik hagelt es von Mediziner und SPD-Politiker Karl Lauterbach. Er fürchtet um die Konsequenzen der Lockerung.

Corona-Experte Lauterbach warnt vor Schulöffnungen in NRW: „Wird nicht gut gehen“

Schon im Vorfeld des Corona-Gipfels hatte Lauterbach vor vorzeitigen Lockerungen gewarnt. Insbesondere in Bezug auf Schulen monierte er bei Twitter: „Wir reden im Moment viel über kurzfristige Schulöffnungen, zu wenig über Langfrist-Strategie.“ Sein Vorschlag: Schuljahr verlängern, Ferien kürzen, und somit den Unterrichtsausfall kompensieren.

Mit dem Beschluss der Schulöffnungen ab Ende Februar soll es in den Grundschulen in NRW Wechselunterricht geben. Heißt übersetzt: Die Kinder kommen nicht alle gleichzeitig in die Schule, sondern wechseln zwischen Präsenz- und Distanzunterricht hin und her. Gleiches soll für Förderschulen der Primarschule sowie Jahrgänge mit Abschlussprüfungen gelten. Dazu sollen Lehrer zweimal pro Woche auf das Coronavirus getestet werden.

Und die Kinder? Was ist mit Impfungen? Fragen, die sich auch Lauterbach stellt. Via Twitter schrieb er: „In NRW kommt Öffnung der Grundschulen schon am 22.2. Gute Nachricht: Wechselunterricht. Schlechte Nachricht: keine Testung der Kinder, noch keine Impfung der Lehrkräfte.“ Seine Befürchtung: „Wenn zusätzlich Notbetreuung läuft, also Klassen 70% voll, wird das nicht gut gehen.“

Karl Lauterbach kritisiert via Twitter die vorzeitigen Schulöffnungen in NRW.

Lockdown-Verlängerung in Deutschland - Lauterbach spricht von „Sieg der Vernunft“

Weil sich Bund und Länder aber ansonsten größtenteils auf eine Beibehaltung der aktuellen Maßnahmen einigten, bezeichnete Lauterbach die Beschlüsse als einen „Sieg der Vernunft“. So habe man sich „auf Berechnungen verlassen, die zeigen, dass B117 in Deutschland auf dem Vormarsch ist“. Die Inzidenz von 35 sei „das neue 50 geworden“, auch wenn nicht klar sei, dass eine Inzidenz von 35 schon Mitte März erreicht wird.

Auch wenn er die Strategie der Schulöffnungen kritisiert, sieht Karl Lauterbach die neuen Corona-Beschlüsse doch als „Sieg der Vernunft“.

Lauterbachs Fazit: „Der Gesamtbeschluss ist ganz klar ein Gewinn im Kampf gegen eine 3. Welle, die Mensch und Wirtschaft hart träfe.“ (nc)

Während die Corona-Fallzahlen in Deutschland laut RKI wieder gestiegen sind, verbreitet sich die Corona-Mutante aus Südafrika in Tirol weiter.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare