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Pandemie

Söder plant „Impfen to go“ – an „ungewöhnlichen Orten“

  • Isabel Wetzel
    VonIsabel Wetzel
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Bayern arbeitet mit Hochdruck an der Beschleunigung der Impfkampagne – nur so seien weitere Corona-Lockerungen möglich, betont Ministerpräsident Söder.

München – Ministerpräsident Markus Söder hat ein Konzept für ein Angebot „Impfen to go“ in Bayern angekündigt. Das Bundesland arbeitet bereits an unterschiedlichen Stellen daran, das Tempo bei den Impfungen gegen das Coronavirus weiter zu erhöhen. Söder ist allerdings der Meinung, das Angebot müsse noch näher an die Menschen herankommen. Dazu sollen künftig dann auch Impfungen „an ungewöhnlichen Orten“ beitragen, so Söder. Welche Orte das sein werden, verriet Söder bislang nicht.

Der CSU-Chef kündigte das neue Konzept bereits für die Kabinettssitzung am Dienstag (13.07.2021) an. „Wir sind im Wettlauf mit der Zeit – mit der Delta-Variante“, warnte er am Montag beim Besuch des Münchner Impfzentrums.

Corona-Impfung in Bayern: Söder hofft auf Stiko-Empfehlung für Kinder und Jugendliche

Söder versprach insbesondere „mehr Freiheit“ für vollständig Geimpfte: „Vollständige, unbeschwerte Freiheit gibt es nur mit Impfen. Ohne Impfen keine Freiheit – jedenfalls nicht so in der Form, wie wir es uns vorstellen.“ Unter anderem sollten Quarantäneregeln für den Urlaub für zweifach Geimpfte nicht mehr gelten. Söder besuchte das Impfzentrum in München, weil dort am Montag die Impfungen für Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen starteten. In dem Zusammenhang machte er vor allem weiter Druck auf die Ständige Impfkommission. Er hoffw auf eine schnellere generelle Corona-Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren, so der Bayerische Ministerpräsident.

Beim Besuch des Münchner Impfzentrums kündigt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder neue Konzepte für die Corona-Impfungen an.

Seinen Informationen nach solle wohl bis Mitte, Ende August nochmals über eine mögliche Stiko-Empfehlung nachgedacht werden – da sei es für den normalen Schulstart nach den Sommerferien allerdings „ganz nüchtern zu spät“, sagte Söder. Es gebe keine Pflicht, in die Gastronomie zu gehen, aber die Pflicht, in die Schule zu gehen. Gerade deshalb sollte die Stiko ihre Empfehlung überdenken, argumentierte Söder.

Corona: Dürfen Clubs in Bayern bald wieder öffnen?

Söder stellte außerdem eine Verbindung zwischen einer höheren Impfquote unter jungen Menschen und weiteren Öffnungsschritten in Bayern her. „Je mehr junge Leute geimpft sind, und zwar zweifach, desto leichter können wir zum Beispiel auch bestimmte Angebote wie Clubs oder Diskotheken wieder in Erwägung ziehen“, sagte er. Ungeachtet der steigenden Impfquote werde in Bayern auch weiterhin die Sieben-Tage-Inzidenz zur Beurteilung der Corona-Situation herangezogen.

Die Bild-Zeitung hatte am Sonntag unter Berufung auf ein „internes Dokument“ des Robert Koch-Instituts über eine „Wende in der Corona-Politik“ berichtet: Die Inzidenz solle nicht mehr über die Corona-Maßnahmen entscheiden. Das wies auch das Bundesgesundheitsministerium am Montag zurück. Es sei aber „sehr sinnvoll“, etwa die Corona-Krankenhaus-Zahlen dazu in Relation zu setzen und zudem einen Koeffizienten zu finden, der die hohe Zahl der Geimpften berücksichtige, erklärte Söder. Vielleicht müsse man Grenzwerte zwischenzeitlich auch anpassen.

Zusätzliche Angebote und die Aussicht auf mögliche Lockerungen sollten noch mehr Menschen einen Anreiz bieten sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. Finanzielle Anreize dagegen lehnte Söder als „nicht angemessen“ ab. Es werde auch weiterhin keine formale Corona-Impfpflicht geben, so Söder. Alle zusätzlichen Angebote sollten bleiben, was sie sind – ein Angebot. (iwe/dpa)

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

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