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Dr. Matshidiso Rebecca Moeti ist Regionaldirektorin der WHO für Afrika. Hier besucht sie ein Krtankenhaus in Liberia.
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Dr. Matshidiso Rebecca Moeti ist Regionaldirektorin der WHO für Afrika. Hier besucht sie ein Krtankenhaus in Liberia.

Globale Krise

Corona: Afrika erlebte schlimmste Pandemie-Woche bisher

  • VonMirko Schmid
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Afrika kämpft gegen das Coronavirus, besonders die Delta-Variante macht dem Kontinent zu schaffen. Nur 1,6 Prozent aller Impfungen weltweit fanden bisher in Afrika statt.

Genf/Brazzaville - In Afrika breitet sich das Coronavirus immer schneller aus. Während einer Videokonferenz erklärte die Regionaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Matshidiso Moeti, der Kontinent habe gerade die Woche mit den meisten neuen Covid-19-Fällen erlebt. Es werde noch schlimmer, fügte Moeti am Donnerstag (8. Juli 2021) in Brazzaville hinzu.

Die Gesundheitsbehörden der afrikanischen Länder sollen laut WHO innerhalb von einer Woche mehr als 251.000 neue Corona-Infektionen erfasst haben. Damit liege der Wert um 20 Prozent über dem der Vorwoche. Alle 18 Tage verdoppelten sich nun die Fallzahlen, hielt Matshidiso Moeti fest.

WHO: Delta-Variante in zehn Ländern Afrikas schon jetzt dominant

Offiziell gab die WHO bekannt, dass die äußerst ansteckende Delta-Variante des Coronavirus in zehn Ländern der Region entdeckt worden sei. Im Bereich der Impfungen würden zwar Fortschritte erzielt. Trotzdem habe die Region im internationalen Vergleich weiterhin einen erheblichen Nachholbedarf.

Rund 50 Millionen Dosen der Impfstoffe gegen Corona seien in Afrika bisher verimpft worden. Die entspräche lediglich 1,6 Prozent aller verabreichten Vakzineinheiten weltweit. Für die Monate Juli und August rechnet die WHO mit größeren Impfstoff-Lieferungen nach Afrika. Die afrikanischen Länder beziehen die Wirkstoffe auch aus dem Programm Covax der WHO. Mit Covax versucht die Weltgesundheitsorganisation, einen gleichen und fairen Zugang aller Menschen zu Impfungen gegenCorona zu gewährleisten, besonders in armen Ländern.

Corona: Auch in Deutschland ist die Delta-Variante auf dem Vormarsch

Bereits in der vierten Juniwoche hatte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach dem Westen vorgeworfen, in der Coronapolitik „historisch versagt“ und gerade Afrika im Stich gelassen zu haben. Die Delta-Variante ist unterdessen weltweit weiter auf dem Vormarsch - auch in Deutschland. Ende Juni verkündete das Robert Koch-Instituts (RKI), dass der Anteil der auch als B.1.617.2 bekannten Variante hierzulande die Grenze von 50 Prozent überstiegen habe und somit dominant sei.

VarianteAnteil in Deutschland
Alpha33 Prozent
Beta< 1 Prozent
Gamma< 1 Prozent
Delta59 Prozent

Die Untersuchung von positiven Proben durch das RKI ergab, dass noch bis Ende Mai die sogenannte Alpha-Variante zu 91 Prozent dominant war in Deutschland, lediglich vier Prozent betrug der Wert der Delta-Variante. Dieses Verhältnis hat sich drastisch gedreht. Inzwischen wird die Delta-Variante in 59 Prozent der Proben nachgewiesen, die Alphavariante kommt nur noch auf einen Anteil von 33 Prozent. (Mirko Schmid)

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