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"2G"
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Auch in Deutschland setzen zahlreiche Kultur- und Gastronomiebe die 2G-Regeln um. Einige Virologen kritisieren das Modell für seine „Scheinsicherheit“.

Diskussion um 2G-Regel

Corona: Virologen warnen vor „Scheinsicherheit“ – Wirklicher Schutz nur bei 1G?

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
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Die verpflichtende Einführung der 2G-Regel wird in Deutschland intensiv diskutiert. Einige Virologen sehen die Wirkung gegen Corona skeptisch.

Berlin – In der Diskussion um eine Ausweitung der 2G-Regel, die in einigen deutschen Bundesländern vielerorts umgesetzt und in Sachsen ab Montag (08.11.2021) sogar in vielen Bereichen Pflicht wird, haben sich nun einige Virologen warnend zu Wort gemeldet. Ihr größtes Problem mit 2G: Es vermittele Geimpften eine Scheinsicherheit und führe bei Ungeimpften dazu, dass sich hinter verschlossenen Türen mit dem Coronavirus* angesteckt wird.

So betonte etwa der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit von der Universität Hamburg im Gespräch mit dem Deutschlandfunk, dass die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus auch bei Anwendung der 2G-Regel nicht vollständig gebannt wäre. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit geringer sei, könnten sich Geimpfte infizieren und - ungetestet - das Virus unbemerkt weiterverbreiten.

Virologen: 2G-Regel schafft falsche Sicherheit – und könnte unkontrollierte Corona-Ausbrüche auslösen

Wirkliche Sicherheit brächte nur ein 1G-Modell, betont Schmidt-Chanasit und meint damit, dass jeder getestet werden müsse - egal ob geimpft, ungeimpft oder genesen. Wichtig sei dies vor allem in Bereichen, in denen Menschen besonders gefährdet seien. Dass das Angebot kostenloser Schnelltests eingestellt worden ist, kritisiert der Virologe und fordert, der aktuellen Entwicklung durch eine „Testoffensive“ entgegenzuwirken.

Ebenfalls kritisch zur 2G-Regel geäußert hat sich der Bonner Virologe Hendrik Streeck, der vor der Gefahr warnt, dass Geimpften damit eine falsche Sicherheit suggeriert wird: „Die Geimpften haben das Gefühl, sie sind nicht mehr Teil der Pandemie und verhalten sich auch entsprechend risikoreich“, zitierte das Redaktionsnetzwerk Deutschland am Samstag den Wissenschaftler. Ein weiteres Problem seien „die Ungeimpften, die ausgeschlossen werden und sich noch weniger testen lassen“. Auch dieser Teil der Bevölkerung könnte so für unkontrollierte Ausbrüche sorgen.

Kampf gegen Corona: Virologen fordern schnelle Wiedereinführung von kostenfreien Tests

„Wenn Ungeimpfte am Sozialleben nicht teilnehmen dürfen, organisieren sie sich zum Beispiel Feiern zu Hause. Dort lässt sich das Infektionsgeschehen dann überhaupt nicht mehr kontrollieren“, warnte Streeck, der sich - genau wie Schmidt-Chanasit - wünschen würde, dass die kostenlosen Corona-Tests schnellstmöglich wieder für alle eingeführt werden*.

Während in Deutschland noch viel über eine 2G-Regel diskutiert wird, ist sie in Österreich bereits bundesweit beschlossen worden*. Hier dürfen Menschen ohne Impfung oder Nachweis der Genesung ab Montag keine Lokale, Friseursalons und Veranstaltungen mehr besuchen. Dasselbe gilt für den Zutritt zu touristischen Betrieben. (ska/dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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