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„Befinden uns in einer Krise“: Pelosi macht Republikaner für transphobe Gewalt verantwortlich

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Von: Moritz Serif

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In den USA sind mehrere Menschen nach einem transfeindlichen Angriff in einer LGBTQ-Bar gestorben. Nancy Pelosi, Demokratin, äußert sich.

Colorado Springs – Die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, hat anlässlich des Transgender Day of Remembrance die Republikaner, die mit dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump verbündet sind, für Gewalt gegen die LGBTQ-Gemeinschaft verantwortlich gemacht.

In den USA waren nach Schüssen in einer LGBTQ-Bar mehrere Menschen gestorben. Der Verdächtige soll der Ansicht der Polizei nach mit einer Handfeuerwaffe sowie einem Sturmgewehr bewaffnet gewesen sein. Ein Gast habe den Angreifer anschließend attackiert und ihm die Waffe entrissen. 

Pelosi macht Trump für LGBTQ-Gewalt verantwortlich

„Während unsere Nation den Transgender Day of Remembrance begeht, trauert der House Democratic Caucus um die zahllosen Amerikaner, die der Geißel transphober Gewalt zum Opfer gefallen sind. Wir befinden uns in einer Krise, die weiterhin unverhältnismäßig viele farbige Transmenschen trifft“, heißt es in einer Erklärung von Nancy Pelosis Büro.

Schüsse in LGBT-Club: Trauer nach Angriff auf den Club Q in Colorado Springs.
Schüsse in LGBT-Club: Trauer nach Angriff auf den Club Q in Colorado Springs. © Geneva Heffernan/dpa

„Heute und jeden Tag wollen wir den trauernden Angehörigen Trost spenden, das Andenken an die Getöteten ehren und weiter dafür kämpfen, Leben vor den bösen Kräften des Hasses zu schützen. Die MAGA-Republikaner untergraben auf grausame Weise die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Transgender-Gemeinschaft“, so Pelosi.

LGBTQ-Gewalt: Biden will Hass nicht tolerieren

Neben Pelosi äußerte sich auch der US-Präsident. Die LGBTQ-Gemeinschaft in Amerika sei in den letzten Jahren mehrfach von „schrecklicher Gewalt“ getroffen worden. „Wir dürfen Hass nicht tolerieren“, schrieb Joe Biden in einer Stellungnahme. Zudem forderte er erneut schärfere Waffengesetze in den USA.

Transgender müssen indes immer wieder Gewalt erfahren. Bislang wurden 2022 bereits 32 Transgender Menschen getötet. Im Jahr 2021 verzeichnete die Human Rights Campaign eine Rekordzahl von tödlichen Gewalttaten gegen Transgender und geschlechtsuntypische Menschen - 50 Todesopfer wurden demnach registriert.

Viele LBGTI-Personen verheimlichen Identität

In einer Umfrage der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte von 2020 gaben viele LBGTI-Personen an, ihre sexuelle Identität zu verheimlichen. Insgesamt habe es wenige Fortschritte gegeben und viele Menschen würden nach wie vor benachteiligt. Politische Entscheidungsträger sollten dies ernst nehmen und sich aktiver dafür einsetzen, dass die Rechte von LGBTI-Personen in vollem Umfang respektiert werden“, fordert Michael O’Flaherty, Direktor der Grundrechte-Agentur. (mse)

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