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Chronik: Auf dem Weg zum Ukraine-Krieg

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Von: Thomas Kaspar

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Russische Truppen auf dem Weg in die Ukraine. Wie kam es zu der russischen Invasion in die Ukraine?
Russische Truppen auf dem Weg in die Ukraine. Wie kam es zu der russischen Invasion in die Ukraine? © Mikhail Voskresenskiy/imago

Die russische Invasion in die Ukraine am 24. Februar 2022 hat eine lange Vorgeschichte. Die wichtigsten Stationen und Abkommen im Überblick.

1919-1922

Nach dem Ersten Weltkrieg entstehen die Ukrainische Volksrepublik und die Westukrainische Republik, die sich am 22. Januar 1919 vereinigen. Die westukrainischen Gebiete fallen in Kriegen an Polen, Rumänien und die Tschechoslowakei, die Zentral-, Ost- und Südukraine an die Sowjetunion. 1922 wird die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik gegründet.

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1991

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion erklärt die Ukraine in einem Referendum mit über 90 Prozent Zustimmung ihre Unabhängigkeit.

1994

Nato, EU und Ukraine unterzeichnen ein Partnerschafts- und Kooperationsabkommen. Im Budapester Memorandum verpflichten sich Russland, die USA und Großbritannien dazu, die Souveränität und Grenzen der Ukraine zu achten. Im Gegenzug verzichtet die Ukraine auf Nuklearwaffen.

2004

Die Orange Revolution in der Ukraine wehrt sich gegen Korruption und den Einfluss Russlands .

2008

Die Ukraine und Georgien bemühen sich um die Mitgliedschaft in der Nato. Russland beginnt im Sommer mit der Unterstützung der Separatisten in den abtrünnigen Gebieten Abchasien und Südossetien. Die Ukraine nimmt Gespräche mit der EU auf.

2014

Auf dem Maidan-Platz in Kiew kommt es zu Protesten, nachdem die ukrainische Regierung die Verhandlungen mit der EU beendet hat. Mehr als 100 Menschen werden getötet. Der von Moskau gestützte ukrainische Präsident Wiktor Janukowytsch flieht nach Russland.

Chronik der Ukraine: Russlang beginnt mit der Intervention

März 2014

Russland besetzt die Halbinsel Krim im Süden der Ukraine.

April 2014

Pro-russische Separatisten bringen große Teile der ostukrainischen Gebiete Donezk und Luhansk unter ihre Kontrolle. Im ersten Minsker Abkommen einigen sich die Ukraine, Russland, die OSZE und Vertreter der unabhängigen Gebiete auf einen Waffenstillstand, der kurz darauf gebrochen wird.

2015

Unter Vermittlung von Kanzlerin Merkel einigen sich die Konfliktparteien im Februar im zweiten Minsker Abkommen auf 13 Punkte. Nach einem leichten Abklingen der Gewalt fallen bis Ende des Jahres 2021 insgesamt 13 000 Menschen den Gefechten zum Opfer.

2019

Das ukrainische Parlament beschließt mit großer Mehrheit die Verankerung der „strategischen Orientierung der Ukraine zum vollständigen Beitritt zur EU und der Nato“ in der Verfassung. Die Ukraine nimmt als Nato-Partner mit vertieften Mitwirkungsmöglichkeiten an Einsätzen und Übungen teil.

2021-2022

Russland verstärkt seine Militärpräsenz an der Grenze zur Ukraine massiv.

Der russische Präsident Wladimir Putin entsendet Truppen in die Separatisten-Gebiete Donezk und Luhansk, nachdem er die Unabhängigkeit der Regionen anerkannt hat. Am 24. Februar 2022 greifen russische Streitkräfte die Ukraine an Land, aus der Luft und vom Wasser aus an. (Thomas Kaspar)

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