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Christine Lambrecht (SPD): Verteidigungsministerin im Kabinett Scholz

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Von: Moritz Serif

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Christine Lambrecht (SPD) in einer Bundestagssitzung.
Christine Lambrecht (SPD) in einer Bundestagssitzung. (Archivbild) © Michael Kappeler/dpa

Christine Lambrecht (SPD) ist Verteidigungsministerin im Kabinett Scholz. In ihrer noch jungen Amtszeit sieht sie sich Kritik ausgesetzt.

Berlin - Christine Lambrecht (SPD) ist seit dem 8. Dezember 2021 Verteidigungsministerin im Scholz-Kabinett. Zuvor war die Juristin Justiz- und Familienministerin im Kabinett Merkel IV. Außerdem war die Politikerin bereits stellvertretende Fraktionsvorsitzende, erste Parlamentarische Geschäftsführerin der Bundestagsfraktion und Staatssekretärin beim Finanzministerium.

Christine LambrechtBundesministerin der Verteidigung
Geboren19. Juni 1965 (Alter 56 Jahre), Mannheim
ParteiSPD
Vorheriges AmtJustiz-und Familienministerin
StudiumRechtswissenschaften

Christine Lambrecht wurde am 19. Juni 1965 in Mannheim geboren und wuchs in Viernheim auf. Die Politikerin absolvierte ihr Abitur und studierte anschließend Rechtswissenschaften. 1992 schloss sie das Erste juristische Staatsexamen ab, 1995 folgte das Zweite Examen. 1982 trat die heutige Verteidigungsministerin in die SPD ein. Die Politikerin war von 2015 bis 2019 mit Hans-Joachim Hacker, ebenfalls SPD-Politiker und ehemaliger Bundestagsabgeordneter, verheiratet. Mit ihm hat sie einen gemeinsamen Sohn.

Christine Lambrecht (SPD): Von 1998 bis 2021 im Bundestag

Von 1998 bis 2021 gehörte Lambrecht dem Deutschen Bundestag an. 2020 kündigte die Politikerin an, nicht erneut kandidieren zu wollen. Während ihrer Zeit als Justizministerin setzte sich die Juristin für eine Verschärfung des Netzwerkdurchsuchungsgesetzes ein. Als Familienministerin wollte sie Kinderrechte im Grundgesetz verankern, das Gesetzesvorhaben wurde jedoch nicht umgesetzt.

Im Kabinett von Olaf Scholz wurde sie als Verteidigungsministerin nominiert. In der Folge kündigte Lambrecht eine ständige Evaluierung der Auslandseinsätze der Bundeswehr an, wodurch es jederzeit eine Exit-Strategie gebe. Im Februar 2022 verurteilte Lambrecht den russischen Aufmarsch an der ukrainischen Grenze. Kurz darauf fiel Russland in die Ukraine ein.

Lambrecht und die Kritik

Im Zuge des Ukraine-Krieges lieferte die Bundeswehr 3000 Panzerfäuste, 500 Stinger-Flugabwehrsysteme, über 2000 Strela-2-Flugabwehrsysteme, 8 Millionen Schuss Munition, 100 Maschinengewehre MG3, 50 Fahrzeuge für den medizinischen Transport, 14 gepanzerte Fahrzeuge, 23.000 Schutzhelme, 2600 Schutzwesten, Nachtsichtgeräte und weitere Waffensysteme nach Kiew.

Kurz darauf geriet die Verteidigungsministerin in die Kritik, als bekannt wurde, dass ihr Sohn in einem Bundeswehrhubschrauber zu einem Truppenbesuch mitflog und anschließend nach Sylt zum Urlaub weiterfuhr. Lambrecht entgegnete, dass alles rechtlich korrekt gewesen sei. (Moritz Serif)

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