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„Werde meine Aufgabe erfüllen“: Lambrecht schiebt Rücktrittsforderungen Riegel vor

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Von: Nail Akkoyun

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Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht hat Verständnis für Kritik, will von einem Rücktritt jedoch nichts wissen. (Archivfoto)
Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht hat Verständnis für Kritik, will von einem Rücktritt jedoch nichts wissen. (Archivfoto) © Chris Emil Janssen/Imago Images

Verteidigungsministerin Christine Lambrecht plant nicht von ihrem Amt zurückzutreten. Ihr klares Ziel sei es weiterhin, die Bundeswehr zu reformieren. 

Berlin – Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) hat Spekulationen über einen Rücktritt zurückgewiesen. „Ich hab die Aufgabe der Verteidigungsministerin übernommen. Und wer mich kennt, der weiß, dass ich übernommene Aufgaben auch erfülle“, sagte die Politikerin gegenüber dem Nachrichtenportal T-Online.

Unter Verweis auf eine Aussage von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) betonte sie: „Mein Ziel am Ende der Wahlperiode ist, dass man rückblickend sagen kann: Sie hat dafür gesorgt, dass die Bundeswehr endlich richtig ausgestattet ist.“

Nach Kritik von Merz: Strack-Zimmermann springt Christine Lambrecht zur Seite

Lambrecht steht schon länger in der Kritik, zuletzt wegen des Mitflugs ihres Sohnes in einem Regierungshubschrauber. CDU-Chef Friedrich Merz forderte Scholz am Donnerstag (19. Mai) im Bundestag zur Entlassung Lambrechts auf. In dem Interview wurde sie auf Spekulationen angesprochen, Bundesinnenministerin Nancy Faeser könnte bei der Landtagswahl in Hessen im kommenden Jahr als SPD-Spitzenkandidatin antreten – und Lambrecht auf ihren Kabinettsposten rücken.

„Ich setze darauf, dass Nancy Faeser nicht nur Spitzenkandidatin wird, sondern auch die erste Ministerpräsidentin in Hessen“, sagte die Verteidigungsministerin dazu. Zu sich selbst führte sie aus: „Ich habe die Herausforderung angenommen, die Bundeswehr endlich ordentlich auszustatten. (...) Diese Aufgabe werde ich auch erfüllen.“

Indes stärkte Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Lambrecht im TV-Sender Welt den Rücken. Die FDP-Politikerin nannte das Benehmen von Merz „unhöflich“, „unprofessionell“ und dessen Vortrag inhaltlich „uninformiert“. Gerade er, der ähnliche Kritik bereits „am eigenen Leibe erlebt“ habe, solle zurückhaltender sein. „Er wurde von Angela Merkel ja geschasst, was er offensichtlich bis heute nicht überwunden hat“, sagte Strack-Zimmermann.

Christina Lambrecht zeigt Verständnis für Kritik: „Werde ich künftig anders handhaben“

Christine Lambrecht hatte in einem Regierungshubschrauber zu einem Truppenbesuch in Norddeutschland Mitte April ihren 21-jährigen Sohn mitgenommen, ohne dass dieser an dem Militärbesuch selbst teilnahm. Am nächsten Tag und nach einer Hotelübernachtung ging es mit Auto und Personalschutz auf die nahe Insel Sylt. Sie äußerte in dem Interview nun erneut Verständnis für Kritik daran. „Das werde ich künftig anders handhaben und meine Termine anders organisieren. Aber mir bleibt wichtig, dass rechtlich alles korrekt war und alle Regeln eingehalten wurden.“

Die Bilanz ihrer ersten Monate als Verteidigungsministerin verteidigte die Politikerin dagegen: Sie habe „in sehr kurzer Zeit sehr viel umgesetzt“. Lambrecht verwies unter anderem auf die Entscheidung zur Bewaffnung von Bundeswehr-Drohnen und darauf, dass im Beschaffungswesen künftig 20 Prozent aller Aufträge aus der Bundeswehr nicht mehr über ein bürokratisches Vergabeverfahren liefen. (nak/dpa)

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