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Christian Lindner erteilt 9-Euro-Ticket eine Absage und hat andere Pläne 

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Von: Moritz Serif

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Christian Lindner ist gegen eine Verlängerung des 9-Euro-Tickets und eines neuen Tankrabattes. Einen kostenfreien ÖPNV sehe er kritisch.

Berlin - „Schritte in Richtung des kostenfreien ÖPNV sind kritisch, weil Knappheiten dann nicht über den Preis gesteuert werden können“, sagt Finanzminister Christian Lindner (FDP). Sein Kollege und Verkehrsminister Volker Wissing hatte der Verlängerung des 9-Euro-Tickets bereits eine Abfuhr erteilt.

Es sei nicht finanzierbar. „Das Ticket kostet im Monat über eine Milliarde Euro“, sagte der Politiker vor kurzem. Lindner ist dagegen, den Tankrabatt fortzusetzen. „Wir können nicht auf Dauer gestiegene Preise für das importierte Öl, die Entwicklung des Dollar und die Knappheiten bei Raffinerien mit Staatsgeld ausgleichen“, sagte er der Nachrichtenagentur dpa.

Bürgerinnen und Bürger sollten nicht mit einer Verlängerung des Tankrabattes rechnen (Symbolbild).
Bürgerinnen und Bürger sollten nicht mit einer Verlängerung des Tankrabattes rechnen (Symbolbild). © Daniel Reinhardt/picture alliance/dpa

Christian Lindner wollte Autofahrer:innen entlasten

„Auf Sprit erheben wir Energie- und Mehrwertsteuer. Angesichts des gestiegenen Weltmarktpreises würden die Einnahmen des Staates in diesem Jahr steigen. Deshalb haben wir drei Monate die Energiesteuer gesenkt, um an die Autozahler etwas von dem zurückzugeben, was sie sonst mehr an den Staat zahlen würden“, sagte der Finanzminister.

Stattdessen möchte Lindner die Leistungen für Grundsicherungsempfangende erhöhen und die Lohn- und Einkommenssteuer an die Inflation anpassen. SPD und Grüne hatten sich hingegen für eine Verlängerung des 9-Euro-Tickets ausgesprochen. (mse mit dpa)

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