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„Vorurteilsfreie“ Atomkraft-Debatte: Lindners Vorschlag geht nach hinten los

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Von: Ares Abasi

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FDP-Chef Christian Lindner wünscht sich eine vorurteilsfreie Diskussion zur Atomkraft. Doch dabei findet er nicht viel Unterstützung.

Berlin – Lediglich drei Atomkraftwerke sind in Deutschland noch in Betrieb – und das nur noch bis Ende des Jahres. Laut Berichten der Tagesschau will FDP-Chef Lindner dennoch eine „vorurteilsfreie“ Debatte über die Atomkraft. Seine Koalitionspartner haben dazu eine andere Meinung. Deutschland müsse in der Energiedebatte auch offen über eine Rückkehr zur Atomkraft diskutieren, sagte FDP-Chef Christian Lindner. „Die Menschen erwarten, dass wegen des Klimaschutzes, der Abhängigkeit von Putin und der Inflation alle Möglichkeiten erwogen werden“, sagte der Bundesfinanzminister der Bild-Zeitung.

Er sei noch nicht davon überzeugt, dass sich neue Investitionen in die Kernenergie wirklich lohnen würden. „ Aber Deutschland darf sich einer Debatte nicht verschließen, die überall auf der Welt geführt wird. Ich rate dazu, die Argumente vorurteilsfrei auf den Tisch zu legen.“

Robert Habeck: „Zur Atomenergie nicht mehr viel zu sagen“.

Sein Kabinettskollege und Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sagte der Zeitung: „Zur Atomenergie ist nicht mehr viel zu sagen. Ideologiefrei fachlich wurde das Thema Anfang der Legislatur nochmal durchgeprüft. Das ist aus den Fachministerien heraus entschieden – und politisch auch. Das ist kein Weg, den Deutschland weiter gehen wird.“

FDP-Chef Christian Lindner wünscht sich eine vorurteilsfreie Diskussion zur Atomkraft. 
FDP-Chef Christian Lindner wünscht sich eine vorurteilsfreie Diskussion zur Atomkraft.  © Michael Kappeler / dpa

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte sich ebenfalls gegen den Weiterbetrieb von Atomkraftwerken ausgesprochen, so die Tagesschau. Die einzigen Atomkraftwerke, die in Deutschland noch am Netz sind, sind Isar 2, Emsland und Neckarwestheim 2, die ebenfalls bis Ende des Jahres abgeschaltet werden sollen. Eine Verlängerung der Laufzeiten hatten das Wirtschafts- und das Umweltministerium aufgrund der neuen Situation nach dem russischen Einmarsch in der Ukraine bereits abgelehnt. Stattdessen soll die Energiewende hin zu erneuerbaren Stromquellen vorangetrieben werden. (Ares Abasi)

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