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Pandemie

Virologe Christian Drosten warnt: Dritte Corona-Impfung wird nötig sein

  • Alexander Seipp
    vonAlexander Seipp
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Christian Drosten ist der prominenteste Virologe in Deutschland. Jetzt hat er sich zu den Corona-Impfungen geäußert. Und stellt klar: Impfungen halten nicht ewig.

Berlin – Bleibt es bei der Erstimpfung oder werden wir bald jedes Jahr eine Auffrischung des Schutzes gegen das Coronavirus brauchen? Virologe Christian Drosten, seit Beginn der Pandemie einer der führenden Wissenschaftler in Deutschland auf dem Gebiet, hat sich dazu am Dienstagabend in seinem „Coronavirus-Update“-Podcast auf NDR-Info geäußert, wie die dpa berichtet.

Er rechne damit, dass es schon jetzt gewissermaßen feststehe, dass „mehr als nur sehr eng umgrenzte Risikogruppen“ zum Winter hin eine einmalige Auffrischung ihres Impfschutzes bekommen werden, sagte Christian Drosten im Podcast. Dies sei vergleichbar mit der alljährlichen Grippeschutzimpfung. Der Virologe rechnet außerdem damit, dass bei dieser Auffrischung bereits neue Impfstoffe zum Einsatz kommen, die auch gegen die neuen Coronavirus-Varianten schützen könnten.

Virologe Christian Drosten

Christian Drosten: Impfschutz gegen das Coronavirus hält nicht unendlich lang

Drosten erklärte laut dpa, dass bestimmte Antikörper auf der Schleimhaut von Genesenen und Geimpften mit der Zeit wieder nachlassen. Dies bedeute, dass jede Art von Impfschutz nur eine bestimmte Zeit lang wirklich schütze. Es gehe hier also nicht um „Schwarz-Weiß-Effekte“. Hinzu komme, dass der Schutz durch die Impfstoffe oft nur gegen bestimmte Varianten schütze. Treten neue Varianten auf, wie zuletzt in Indien, können diesen den Schutz umgehen.

Das Problem sei derzeit auch, dass es noch immer nicht klar sei, wie lange der Schleimhaut-Schutz nach einer Corona-Impfung halte, so Christian Drosten. Er gehe davon aus, dass in bestimmten Grenzen auch Geimpfte eine gewisse Zeit nach ihrer Impfung wieder das Virus verbreiten könnten. Doch wie effizient diese Weitergabe sei, sei noch nicht genug erforscht.

Christian Drosten über Coronavirus-Impfungen: Auch Geimpfte könnten das Virus weitergeben

Bisherige Studien zum Impfschutz zeichneten ein Bild der Impfstoffe gegen das Coronavirus relativ kurz nach der Impfung, also dann, wenn die Geimpften den optimalen Impfschutz aufgebaut haben, so Virologe Christian Drosten. Ein paar Monate später könnte sich dies ändern, berichtet die dpa. „Dann werden diese Impfstoffe wahrscheinlich nicht mehr so gut belastbar aussehen, was die Weitergabe des Virus angeht.“ Dies müsse im öffentlichen Diskurs immer mit bedacht werden.

Man solle es jedoch auch nicht skandalisieren. Schließlich sei dies bei Atemwegserkrankungen etwas anderes als bei anderen Krankheiten, wie etwa Masern, bei denen der Schutz ein Leben lang helfe. Man dürfe nun aber auch nicht denken, dass es niemals zu einem Ende der Pandemie kommen werde, sagte Christian Drosten. „Was wir hier sehen, sind ganz normale Beobachtungen, die wir auch erwarten während sich so ein Virus einspielt und auf dem Weg ist zu einer endemischen Situation.“ (dpa/als)

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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