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Ein Schreiben des Handelsministeriums in China hat für Panikkäufe gesorgt.
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Ein Schreiben des Handelsministeriums in China hat für Panikkäufe gesorgt.

Regierung rudert zurück

China: Warnung vor Lebensmittelkrise löst Panikkäufe aus

  • Melanie Gottschalk
    VonMelanie Gottschalk
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Ein Schreiben des Handesministeriums hat bei der chinesischen Bevölkerung zu einer regelrechten Panik geführt – und zu leeren Supermarktregalen.

Peking – Ob das Handelsministerium Chinas mit diesem Ausmaß gerechnet hat? Am Montag (02.11.2021) hatte die Regierung ein Schreiben herausgegeben, in dem die Bevölkerung dazu angehalten wird, „eine bestimmte Menge an Gütern für den täglichen Bedarf und für Notfälle lagern“, hieß es in der Mitteilung. Konkrete Angaben, warum dies nötig sein könnte, wurden nicht gemacht, weshalb viele in regelrechte Panik verfielen und die Supermärkte leer kauften.

Weiter hieß es in dem Schreiben an die Regionalregierungen, es solle darauf geachtet werden, dass die Kosten stabil bleiben, wie CNN berichtet. In den vergangenen Wochen hatten besorgniserregende Ereignisse, wie extreme Wetterlagen, eine drohende Energiekrise und Restriktionen aufgrund des Coronavirus die Versorgung bedroht. An einige Orten des Landes verdoppelte sich beispielsweise der Preis für Gemüse.

Schreiben des Handelsministeriums sorgt in China für Panik

Das Schreiben des Handelsministeriums machte deshalb in China schnell die Runde. Auf dem chinesischen Kurznachrichtendienst Weibo betrachteten viele die Mitteilung als Warnung: „Die Regierung hat uns nicht mal gesagt, dass wir Vorräte anlegen sollen, als Anfang 2020 Corona ausbrach“, schrieb ein User laut CNN. Es kam zu Panikkäufen, viele Güter des alltäglichen Lebens waren plötzlich in den Supermärkten ausverkauft.

Ein Video von China News Weekly, einer Zeitschrift in Staatshand, das auf Weibo gepostet wurde, zeigt laut CNN lange Schlangen in einem Supermarkt in der chinesischen Provinz Jiangsu. Die Wagen sind über und über mit Lebensmitteln und anderen Gütern des täglichen Lebens beladen, die Regale des Supermarkts sind indes leer.

China: Regierung rudert zurück - keine Lebensmittelknappheit

Wenig später ruderte die chinesische Regierung aber wieder zurück. Zhu Xiaoliang, Direktor der Abteilung für Konsumförderung des Handelsministeriums, sagte dem Staatssender CCTV, es gebe keine Lebensmittelknappheit und es werde auch in naher Zukunft nicht dazu kommen. „Derzeit ist die Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs an verschiedenen Orten ausreichend, und die Versorgung sollte in vollem Umfang gewährleistet sein“, zitierte der Sender Zhu Xiaoliang.

Doch nicht nur die Mitteilung des Handelsministeriums dürfte zu den Panikkäufen beigetragen haben. Denn aufgrund der Corona-Strategie und steigenden Zahlen drohen in China wieder lange Lockdowns, auf die sich die Bevölkerung vielleicht vorbereitet. Denn ein Fall kann schon dazu führen, das ganze Städte oder gar Regionen wieder abgeriegelt werden. (msb)

Im Großen und Ganzen hat sich China aber schnell von den Folgen der Corona-Pandemie erholt – und ist deshalb 2020 wohl für 31 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich.

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