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Taiwan

USA senden erstmals seit Bidens Amtsantritt Kriegsschiff durch Taiwan-Straße

China sendet mehrere Flugzeuge in Richtung Taiwan. Im südchinesischen Meer befindet sich Tage nach der Amtseinführung von Joe Biden ein Flugzeugträger des US-Militärs.

  • China: Nach der Wiederaufnahme der bilateralen Beziehungen droht die Volksrepublik China der unabhängigen Insel Taiwan und den USA.
  • Taiwan: China setzt auf militärische Drohgebärden in der Taiwan-Straße.
  • Joe Bidens designierte Handelsministerin kündigt einen harten Kurs gegenüber China an.

Update vom Donnerstag, 4.2.2021, 15.15 Uhr: Erstmals seit dem Amtsantritt des neuen US-Präsidenten Joe Biden haben die USA ein Kriegsschiff durch die Straße von Taiwan geschickt. Wie die US-Pazifikflotte am Donnerstag mitteilte, durchquerte der Zerstörer „USS John S. McCain“ die Meerenge zwischen dem chinesischen Festland und der Insel Taiwan im Rahmen einer Routinemission. Die Führung in Peking dürfte den Vorgang als Provokation empfinden.

Die Fahrt der „USS John S. McCain“ sei Zeichen für „das Bekenntnis der USA zu einem freien und offenen Indopazifik“, erklärte die US-Pazifikflotte. Das taiwanische Verteidigungsministerium bestätigte die Durchfahrt.

Die Regierung in Peking erklärte, sie beobachte die Situation „genau“. China bleibe „in höchster Alarmbereitschaft“ und werde „zu jeder Zeit auf alle Bedrohungen und Provokationen“ reagieren und „seine Souveränität und territoriale Integrität entschlossen sicherstellen“, sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Wang Wenbin.

Die in Japan ansässige „USS John S. McCain“.

China soll Luftangriff auf US-Flugzeugträger simuliert haben

Update vom Montag, 1.2.2021, 23.00 Uhr: China soll Luftangriffe auf einen Flugzeugträger der USA simuliert haben. Das berichtet die „Financial Times“. Während sich die USS Theodore Roosevelt im Rahmen einer „Routine-Operation“ im südchinesischen Meer befand, habe die „Volksbefreiungsarmee“ am 23. Januar 2021 elf und am Tag darauf 15 Flieger in die gleiche Gegend gesendet, teilt das Verteidigungsministerium von Taiwan mit. Man habe Cockpit-Gespräche von Piloten der H-6-Bomber hören können, die Befehle für ein simuliertes Anzielen und Auslösen von Raketen bestätigten.

Das chinesische Manöver habe die US-Schiffe „zu keiner Zeit“ bedroht, teilte das Indopazifische Kommando der USA mit. Das Außenministerium in China sprach von einer „Machtdemonstration“ der USA, die nicht förderlich für den Frieden in der Region sei.

Die USS Theodore Roosevelt, hier bei einer Übung im Pazifik im Jahr 2017.

Joe Biden: US-Kurs gegenüber China bleibt in Sachen Taiwan hart

Erstmeldung vom 29.01.2021: Peking - Nachdem Trumps Außenminister Mike Pompeo die Wiederaufnahme von bilateralen Beziehungen mit Taiwan angekündigt hatte, wird der Ton Chinas gegenüber Taiwan und den USA rauer. China hatte bereits kurz nach der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und Taiwan von einer „harten Strafe“ und einem möglichen „Gegenangriff“ gesprochen.

Laut SZ sprächen Expert:innen längst von einem Konflikt in der Taiwan-Straße an der Grenze zu einem Krieg. Chinas militärische Drohgebärden sollten die taiwanischen Streitkräfte erschöpfen. Auch die USA hätten im Januar einen Flugzeugträger ins südchinesische Meer geschickt.

„Eine Unabhängigkeit Taiwans bedeutet Krieg“, sagte Wu Qian, Sprecher des Verteidigungsministeriums am Donnerstag vor der Presse in PekingTaiwan sei ein untrennbarer Teil der Volksrepublik China. Er verteidigte die jüngsten Einsätze der chinesischen Luftwaffe, die zunehmend Taiwans Identifikationszone zur Luftverteidigung (ADIZ) verletzen und die taiwanische Luftabwehr testen.

China und Taiwan: Militäraktionen im südchinesischen Meer sorgen für Anspannung. 

China: Militärische Aktionen seien notwendige Aktionen um nationale Souveränität zu gewährleisten

Die militärischen Aktivitäten bezeichnete China als „notwendige Aktionen, um mit der gegenwärtigen Sicherheitslage in der Taiwanstraße umzugehen und die nationale Souveränität zu sichern“. Sie seien eine „ernste Antwort auf ausländische Einmischung und Provokationen der Unabhängigkeitskräfte Taiwans“. Die Volksbefreiungsarmee werde „alle notwendigen Maßnahmen“ ergreifen, um jede Form der „separatistischen Verschwörung“ energisch niederzuschlagen.

Die USA sind auch Taiwans wichtigster Waffenlieferant. An die USA gerichtet, sagte der Sprecher, die Beziehungen stünden nach dem Amtsantritt von US-Präsident Joe Biden „an einem neuen historischen Ausgangspunkt“. Die von US-Präsidenten Joe Biden nominierte Handelsministerin Gina Raimondo hat einen harten Kurs gegenüber China angekündigt. Sollte sie vom Senat als Ministerin bestätigt werden, werde sie „sehr aggressiv sein, um den Amerikanern dabei zu helfen, sich gegen die unfairen Praktiken Chinas zu wehren“, sagte Raimondo am Dienstag bei einer Anhörung in der Kongresskammer. US-Präsident Donald Trump hatte mit seiner America-First-Politik einen Handelsstreit mit China ausgelöst und das Coronavirus wiederholt als „Chinavirus“ bezeichnet.

USA: China droht Taiwan und den USA - „unmögliches Vorhaben“ China einzudämmen

Hinsichtlich der China-Politik der USA sagte Peking, dass es ein „unmögliches Vorhaben“ sei, China eindämmen zu wollen. Nach den verstärkten Einsätzen der chinesischen Luftwaffe hatte die neue US-Regierung unter US-Präsident Joe Biden von China gefordert, seinen „militärischen, diplomatischen und wirtschaftlichen Druck auf Taiwan einzustellen.

Der Streit um den Status Taiwans geht auf den Bürgerkrieg in China zurück, als die Truppen der nationalchinesischen Kuomintang nach ihrer Niederlage gegen die Kommunisten nach Taiwan flüchteten. In Peking wurde 1949 die kommunistische Volksrepublik gegründet, während Taiwan als „Republik China“ regiert wurde. (Delia Friess mit dpa)

Rubriklistenbild: © U.S. Navy via www.imago-images.d

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