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(210308) -- BEIJING, March 8, 2021 -- An H-6K bomber is seen conducting training exercises
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Ein chinesischer H-6K-Bomber bei einer Übung (Archivfoto)

Disput

Taiwan: Zwanzig chinesische Militärflugzeuge dringen in Luftraum ein

  • Lukas Rogalla
    vonLukas Rogalla
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Taiwan und die USA verstärken die Zusammenarbeit ihrer Küstenwachen. China reagiert – und schickt Kampfflugzeuge in den Luftraum der Insel.

Taipeh – Am Freitag (26.03.2021) sollen 20 chinesische Militärflugzeuge in den Luftüberwachungsraum von Taiwan eingedrungen sein. Das berichtet das Verteidigungsministerium der Insel und spricht vom größten Einfall Chinas bislang. Die Spannungen in der Meerenge im Südchinesischen Meer drohen also weiter zu eskalieren.

Zuvor hatten die USA und Taiwan ein Abkommen unterzeichnet, das die Zusammenarbeit beider Küstenwachen gegen China stärken soll. Die Luftwaffe Taiwans habe darüber hinaus Raketen stationiert, um das chinesische Eindringen in den Südwesten des Luftraums zu „überwachen“, hieß es vonseiten des Ministeriums weiter. Die Maschinen seien über der Bashistraße unterwegs gewesen, die Taiwan und die Philippinen trennt. Unter Berufung auf Regierungsquellen in Taipeh berichtet die Nachrichtenagentur „Reuters“, dass es sich bei der chinesischen Übung um eine simulierten Attacke auf US-Kriegsschiffe gehandelt habe.

Taiwan und USA verstärken Zusammenarbeit – China dringt in Luftüberwachungszone ein

Die USA gehen davon aus, dass China mit der Idee spiele, die Kontrolle über Taiwan zu ergreifen. Bereits Ende Januar soll die Volksrepublik einen Luftangriff auf US-Flugzeugträger simuliert haben. Washington reagierte und sendete die „USS John S. McCain“ durch die Meerenge zwischen China und Taiwan. Im ersten Abkommen mit Taipeh unter der Regierung von US-Präsident Joe Biden gehe es vor allem um „verbesserte Kommunikation, den Aufbau einer Kooperation“ und darum, „Informationen zu teilen“, hieß es vom „American Institute“, die de-facto-Botschaft der USA in Taiwan.

Premierminister Su Tseng-chang verwies auf ein Gesetz, das Peking im Januar beschlossen hatte. Demnach habe China der Küstenwache die Freiheit erteilt, auf gegnerische Schiffe zu feuern. „Chinas Küstenwachengesetz ist für die Nachbarländer schockierend“, teilte Su den anwesenden Medien wie „Bloomberg“ mit. „Also arbeiten die Länder mit gemeinsamen Werten enger zusammen, um Frieden und Stabilität in der Region zu wahren.

Spannungen mit China: USA stärken Taiwan den Rücken

Das Verteidigungsministerium von China habe sich zum Vorfall nicht explizit geäußert, so „Reuters“. Allerdings behauptet die Regierung in Peking unter Präsident Xi Jinping regelmäßig, dass solche Übungen nichts Außergewöhnliches seien. Man wolle die Entschlossenheit zum Ausdruck bringen, die Souveränität zu verteidigen. Außenminister Wang Yi teilte der Biden-Regierung diesen Monat mit, dass es hinsichtlich Taiwans „keinen Spielraum für Kompromisse oder Zugeständnisse“ gebe. Die Insel wird von China als Teil der Volksrepublik beansprucht.

China gab zudem bekannt, nächste Woche eine weitere Militärübung abhalten zu wollen. Das Gebiet westlich der Philippinen zwischen der Provinz Hainan und den Paracel-Inseln im Südchinesischen Meer wird vorübergehend für den Schiffverkehr gesperrt. Auch die Regierung in Manila hatte Kritik an China geäußert: Grund sind hunderte Fischerboote im Seegebiet der Philippinen, hinter denen das chinesische Militär vermutet wird. (Lukas Rogalla)

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